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Mit oder ohne Oster-App? April 19, 2014

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Competition, Security, Trends.
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Wie mächtig Google heute ist? So mächtig, dass Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE, sich kleiner als David sieht. Kleiner? Ja, kleiner! Denn David hatte im Kampf gegen Goliath zumindest eine Chance. Sein offener Brief in der FAZ an Eric Schmidt, Google CEO, in dem er Googles Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung und Europas Kaninchenstarre facettenreich beleuchtet, ist meine Lektüreempfehlung für Ostern. Offline versteht sich. Am Besten auf Papier. Man weiß ja nie. Und heute ganz besonders. ;-(

In diesem Brief zitiert er u.a. auch Schmidt selbst, der einmal schrieb:

„Wir sind überzeugt, dass Portale wie Google, Facebook, Amazon und Apple weitaus mächtiger sind, als die meisten Menschen ahnen. Ihre Macht beruht auf der Fähigkeit, exponentiell zu wachsen. Mit Ausnahmen von biologischen Viren gibt es nichts, was sich mit derartiger Geschwindigkeit, Effizienz und Aggressivität ausbreitet wie diese Technologieplattformen, und dies verleiht auch ihren Machern, Eigentümern und Nutzern neue Macht.“

Ich werde das Wort “viral” aus meinem positiven Wortschatz streichen …

Das war der Microsoft Day 2014 April 9, 2014

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Events, Fun, Microsoft, Networking.
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Den Microsoft Day 2014 in der Hofburg zusammenfassen? Unmöglich! Weil er für jeden anders war. Ein Zuhören, ein Mitreden, ein Sich-Austauschen, ein Ausprobieren, ein Staunen, ein Sich-Abklopfen, ein Blödeln, ein Genießen, ein Inspiriert-Werden, ein Community-Erleben, ein Small-Talken und ein Big-Talken. Und jeder hatte es selbst in der Hand. Es gab Keynotes, es gab klassische Vorträge, es gab einen großen Austellungsbereich und es gab erstmals Round-Tables, an denen Kunden, Partner und Interessenten im kleinen Rahmen Erfahrungen und Einsichten austauschen konnten und es auch intensiv taten. Den Schlusspunkt setzte die Impro Comedy Show “Stegreif 2.0″ rund um Susanne Pöchacker.

Dass auch der Business-Ready-Blog mit einem eigenen Comedy-Format (siehe Bild) vertreten war, freut uns natürlich ganz besonders. ;-)

Nahed Hatahed (Hatahet Productivity Solutions) und Hans Berndl (Microsoft CSI Lead) im Einsatz

Nahed Hatahed (Hatahet Productivity Solutions) und Hans Berndl (Microsoft CSI Lead) im Einsatz

Trainereffekt bei Microsoft April 1, 2014

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Fun, Innovation, Microsoft, Trends, User-Experience.
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Seit Satya Nadella neuer Microsoft Chef ist, hat sich einiges getan. Thomas Lutz, Unternehmenssprecher von Microsoft Österreich, spricht in seinem Blog sogar von “Microsoft reloaded” und beklagt ironisch, dass Steve Ballmer keine iPhones mehr durch den Raum fliegen lässt. Worüber sollen wir in Zukunft lachen? Und wovor sollen wir Angst haben, “wenn Linux keine Krankheit mehr ist”?

Vielleicht besteht der Deal, den Nadella uns vorschlägt, einfach darin, dass wir in Zukunft zwar weniger zu lachen haben, uns aber umso mehr und öfter freuen dürfen. Denn seine Strategie kommt wie ein Befreiungsschlag, indem er die auf der Doppelsäule “Cloud & Mobilität, Services & Devices” basierende Philosophie konsequent und entschieden plattformübergreifend weiterdenkt – in Richtung iOS, Android, etc …

Wer Plattform sagt, muss Integration meinen – sonst wird er unglaubwürdig. Nadella ist auf dem besten Weg, Microsoft seine Glaubwürdigkeit zurückzugeben. Die neu vorgestellten Produkte wie Microsoft Office für Apples iPad oder OneNote für den Mac bzw. Android Smartphones unterstreichen das. Auch, dass es seit ein paar Tagen nun auch Word, Excel und PowerPoint im App Store von Apple gibt, kann als Indiz dafür gewertet werden, dass nun Schluss ist mit Lippenbekenntnissen zur Offenheit.

“Ours is not an industry that respects tradition – it only respects innovation.” - Satya Nadella

Den Anstoß zur Veränderung in Richtung Offenheit inszenierten wir vor knapp 4 Wochen im Wiener Cafe Sperl. Vielleicht gibt es sie doch – die morphischen Felder, die über 1000e Kilometer hinweg Informationen austauschen. Apple-Chef Tim Cook jedenfalls begrüßte Microsofts Produkte am Donnerstagabend mit einem freundlichen Tweet im App Store (wie Spiegel Online berichtet), den Nadella umgehend ebenso freundlich beantwortete - der Umgangston zwischen den Unternehmen ist neu und ungewöhnlich. Die Anwender dürfen sich freuen!

Case Study: Self-Service auf der Höhe der Zeit March 25, 2014

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Innovation, Referenz.
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Wer 20.000 Clients mit einem schlanken Team verwalten will, der tut gut daran, sich von einem manuellen Ansatz zu verabschieden – zumal auf Kundenseite die Anforderungen auch aufgrund der Device- und Applikationsvielfalt immer größer und die Domain-Strukturen immer komplexer werden. So oder ähnlich mussten die Vorüberlegungen von Harald Greul, Teamleiter Release Management, ÖBB-IKT GmbH, gewesen sein, als man sich Mitte 2013 entschied, auf das neue System Center und damit ganz auf Self-Service der Kunden und Fachabteilungen zu setzen.

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Die Frage dahinter hatte durchaus existenziellen Charakter: „Wie können wir die Komplexität der Strukturen und die Vielfalt der Anforderungen von Kundenseite weiterhin managen?“ Die provisorische Antwort lag auf der Hand und bestand aus vier Worten: „Weniger selber manuell machen.“ Damit fiel der Blick auf das jüngste Release des System Center Configuration Manager, der mit dem neuen Software-Katalog erstmals auch einen AppStore integriert, womit der Weg in Richtung Self-Service-Portal geebnet war.

Dazu Harald Greul: „Modernes Client-Management muss dem Anwender – in diesem Fall den Fachbereichen bzw. Teilgesellschaften der ÖBB – die Freiheit zurückgeben, selbst zu entscheiden, was wer wann und wo einsetzt. Wir als Service-Provider kümmern uns nur mehr um die Rahmenbedingungen. Wir schauen, dass die Infrastruktur passt und die Workflows dahinter reibungslos ablaufen. Und schaffen damit die Voraussetzung, um die Software-Installation an die Fachabteilung bzw. den Enduser auszulagern.“

Client-Management ist keine Insellösung. Wir sehen uns als Drehscheibe, die Daten an andere Systeme – wie Helpdesk, Asset Management oder Lizenzmanagement – liefert.

Vor diesem Hintergrund wird klar, dass mit einem AppStore allein im Enterprise-Umfeld nicht viel gewonnen ist. Man braucht Genehmigungsportale, mehrschichtige Delegationsebenen, offene Schnittstellen zu Fremdsystemen und präzise Workflows, um ein Self-Service-Portal zu realisieren. „Und man braucht die Multi-Forest-Unterstützung,“ die im neuen Configuration Manager Standard ist, wie Harald Greul ergänzt, „damit das Ganze wirklich zentral managebar und es egal ist, wer wo in welcher Domäne sitzt. Aber Management ist noch nicht gleich Automatisierung. Dazu müssen Workflows abgebildet und Prozesse angestoßen werden und dafür ist der Orchestrator – als Teil des neuen System Center – für uns ein geniales Tool. Er triggert die Tasks und schaut, dass die Workflows sauber ablaufen. Und er bildet die Schnittstelle zum Genehmigerportal.“

DIE LÖSUNG

Mit der Entscheidung, sich nicht wie bisher nur auf den Configuration Manager zu konzentrieren, sondern die ganze Palette des neuen System Center einzusetzen, kam die Idee für ein richtungweisendes Self-Service-Portal eigentlich erst ins Rollen. Zudem waren damit eine ganze Reihe von Features Out-of-the-Box zur Hand, die man zuvor noch skripttechnisch abbilden musste. Harald Greul spricht in diesem Zusammenhang ganz bewusst nicht von Lücken, sondern von Anpassungsmöglichkeiten, die ein offenes System bietet: „Die offenen Schnittstellen von System Center erweisen sich als seine Stärke, weil ich bei Bedarf jederzeit die Datenbank anprogrammieren, Developer-Kits einsetzen oder die Brücke zu Fremdsystemen schlagen kann. Und das ist wichtig, weil es ab einem bestimmten Komplexitätsgrad ohne Customizing einfach nicht mehr geht.“

Was auf den ersten Blick sehr technisch klingt, entpuppt sich auf den zweiten Blick als Paradigmenwechsel. Früher nahm man klobige Produkte in Kauf und bog die Kunden danach zurecht. Heute ist man der Verrenkungen leid und sucht nach offenen Lösungsplattformen, die auf den Kunden zugeschnitten werden. „Der mündige Kunde von heute will ein schlankes Service für einen bestimmten Zweck, das wir ihm punktgenau zur Verfügung stellen“, meint Dr. Andreas Singer, Geschäftsführer der ÖBB-IKT GmbH.

Dabei wurde der Bestellprozess dahinter so weit automatisiert, dass aus dem Orchestrator heraus ein HTML-Bestätigungsmail erstellt wird, das an den Benutzer und an den Genehmiger geht. Wenn keine weitere Genehmigung erforderlich ist, triggert der Orchestrator die Installation durch den Configuration Manager. Und für den Fall, dass eine Genehmigung entzogen werden muss, hat das Team um Harald Greul eine kleine .NET-Zusatz-App programmiert und dazu gehängt. Damit kann jede Anwendung forciert deinstalliert werden – „natürlich nicht, ohne vorherige Verständigung des betroffenen Users“, wie Harald Greul ergänzt: „In dem Moment, wo wir in ein Back-End-System eine Auslage wie den AppStore einbauen, müssen wir die Kommunikation noch ernster nehmen.“

DIE VORTEILE

Unterm Strich schafft das neue Self-Service-Portal für alle Beteiligten eine WIN/WIN-Situation: Die IKT kann wesentliche Aufgaben automatisieren und in die Fachabteilungen verlagern und die Leute in den Fachabteilungen fühlen sich nicht mehr bevormundet, sondern bestärkt, in ihren Bereichen die Entscheidungen zu treffen.

Natürlich geht das nur, wenn für beide Seiten ein Höchstmaß an Transparenz und Übersicht in Bezug auf Prozesse und verfügbare Services gegeben ist. Im Configuration Manager ist diese Transparenz Standard und damit sind Abfragen über installierte Systeme, Gruppenzugehörigkeiten, Rechte, Requirements, etc. Out-of-the-Box möglich.

Gleichzeitig werden die Daten vollautomatisch und tagesaktuell von jedem Client ausgelesen und an die Configuration Management Database (CMDB) weitergereicht. Damit hat auch der gesamte Service Desk alles, was er braucht, sobald er einen Call aufmacht. Dazu Herr Greul: „Client-Management ist keine Insellösung. Wir sehen uns als Drehscheibe, die Daten an andere Systeme – wie Helpdesk, Asset Management oder Lizenzmanagement – liefert. So kann man sich bei Lizenzengpässen sehr genau anschauen, wie oft und von wem eine Applikation in der letzten Zeit gestartet wurde und daraus ablesen, ob die Lizenz gut angelegt ist. Dass rund um uns andere Systeme von unseren Daten leben, geht nur, weil das System Center offen ist und überallhin Schnittstellen aufgebaut werden können.“

Zu guter Letzt hilft der Operations Manager der IKT dabei, die rund 30-40 Configuration Manager-Server auf Applikationsebene zu verwalten. Das ist deshalb hervorhebenswert, weil die Systemüberwachung auf dieser Ebene heute schon so komplex ist, dass kein Spezialist mehr sagen kann, was man alles überwachen muss. Microsoft stellt dafür kostenlose Management-Packs bereit, die diesen Task automatisch erledigen. „Ein Alleinstellungsmerkmal“, wie Harald Greul betont. „Wenn ein Server ausfällt, ist es für uns zu spät. Mit Operations Manager bekommen wir einen Alert, noch bevor es jemanden auffällt.“

Doch damit nicht genug: Mit dem Umstieg auf Configuration Manager konnte man bei der ÖBB-IKT ein Drittel der Server- und Storage-Infrastruktur einsparen, weil das neue System zu 100% Multi-Forest-tauglich ist. Selbst was die Client-Vielfalt angeht, gibt man sich bei der ÖBB-IKT gelassen. Hat man doch in Zukunft auch die Option, Geräteklassen, die man nicht ins Firmennetz reinlässt, über Intune und die Cloud zu verwalten.

Die Türen in die Zukunft stehen so offen wie nie zuvor.

Animation: Life-Balancing Work March 18, 2014

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, New World of Work, Studien, Trends, Wertschöpfung.
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Die Zahlen, die Dave Coplin nennt, sollten mittlerweile hierzulande von der Gallup-Umfrage oder vom Kelly Global Workforce-Index bekannt sein. Coplin zitiert noch eine andere, aktuelle Studie aus den Staaten, nach der 71% der Mitarbeiter in Unternehmen mit ihrem Job unglücklich sind und macht dafür auch falsch eingesetzte Technologien verantwortlich, die das kreative Miteinander behindern. Vor diesem Hintergrund muss Arbeit und mit ihr Unternehmenskultur neu gedacht werden. Das Problem: die neuen Kulturen und Arbeitswelten können nicht verordnet bzw. ins Unternehmensinnere eingetrichtert werden, wie die klassische Maschinenmetapher suggeriert.

Sie müssen gelebt und weiterentwickelt werden, weil Unternehmen Organismen sind, die sich mit jeder Interaktion neu schaffen. Und sie beginnen in dem Moment, in dem wir die Kontrolle über unsere Arbeit (und über unser Leben) übernehmen. Denn es geht schon lange nicht mehr um Work-Life-Balance. Es geht um Life-Balance, wenn wir die Entscheidung treffen, dass das einkommende E-Mail nicht wichtiger ist als das Gespräch, das wir am Sonntag oder Abends bei einem Glas Wein mit unseren Freunden führen.

VIDEO: Russmedia. New. Every Day March 13, 2014

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, New World of Work, Referenz, User-Experience, Wertschöpfung.
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Hier nun auch das VIDEO zum TextCase von letzter Woche. Ein guter Dreh und eine Arbeitsatmosphäre, die inspiriert. Enterprise Social ist eine Frage der Kultur.

CaseStudy: Wie Yammer die Innovationskultur bei Russmedia beflügelt March 11, 2014

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Microsoft, New World of Work, Referenz, Wertschöpfung.
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Russmedia ist ein internationales Medienunternehmen, gewachsen aus den Wurzeln eines lokalen Buchverlags. Stark innovationsgetrieben und „First Mover“ in seinen Märkten. Vor diesem Hintergrund ist Yammer ein glücklicher Testfall für die neue Welt des Arbeitens. 

Russmedia
Die dynamische Social Enterprise Plattform ersetzt ein veraltetes, ziemlich unbewegliches Intranet und wird in Zukunft dafür sorgen, dass Innenbild und Außenbild noch besser zusammenpassen. Yammer verkörpert die Unternehmenskultur und die Dynamik einer Branche, die von Innovatoren und Gestaltern lebt. Und sie hat für die Unternehmensführung den entscheidenden Nebeneffekt, dass dadurch nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch Abteilungen, Standorte und Länder innerhalb des Familienkonzerns näher zusammenrücken.

Dass aus dem „Projekt Yammer“ kein typisches IT-Projekt wird, war von Anfang an klar. Nicht nur, weil es von ganz oben, also vom Business, getrieben wurde, „sondern auch, weil die technischen Herausforderungen bei der Implementierung von Yammer nur am Rande, wenn überhaupt, spürbar waren“, wie Peter Rädler, Geschäftsführer der Russmedia IT, hervorhebt.

DIE HERAUSFORDERUNG

Dafür gab es Herausforderungen, die eher organisatorischer und kultureller Natur waren. Denn zunächst einmal galt es, im Unternehmen das Interesse für eine Social Enterprise Plattform zu wecken; „was vor dem Hintergrund der bestehenden Lösung nicht so schwierig war“, wie Claudia Hartinger, Sekretärin der Geschäftsleitung, Advokatin und Seele dieses Projekts, mit einer leisen Ironie in der Stimme anmerkt. „Das Intranet, das wir hatten, war steif, hat nicht gelebt und ließ wenig Platz für Eigeninitiative. So war zum Beispiel ein Posting nur über Antrag möglich. Wir wollten das Intranet zu den Menschen bringen. Deshalb haben wir uns mit unseren Mitarbeitern zusammengesetzt, um herauszufinden, was sie interessiert, was sie brauchen und was ihn Spaß macht. Und haben uns dann auf die Suche gemacht. Sie dauerte nicht lange, weil wir mit Yammer relativ rasch eine Lösung gefunden haben, die genau das bietet, was wir benötigen.“ 

Markus_Raith„Ein Tool, das perfekt zu unserer offenen Unternehmenskultur passt und diese fördert“, wie Geschäftsführer Markus Raith im Gespräch in der Lobby ergänzt. Rund um uns sind Screens zu sehen mit Nachrichten und Medienformaten aus halb Europa. Auch Yammer-Konversationen können dort eingeblendet werden, wenn gerade Wichtiges passiert: „Als Medienunternehmen benötigen wir das Engagement aller Mitarbeiter und bauen auf deren Ideen. Deshalb brauchen wir so eine Plattform, wo die Mitarbeiter ihre Ideen auch einbringen können.“ 

Weil so etwas nur funktioniert, wenn es gelingt, die Mitarbeiter von Anfang an ins Boot zu holen, verzichtete man bei Russmedia auf alle Regeln und Vorschriften und vertraute auf natürliche Selbstregulierungsmechanismen. Dazu Claudia Hartinger: „Die Leute entwickeln sehr schnell ein Gefühl dafür, was passend ist und wie persönlich man sein kann. Man muss Vertrauen haben in diese Prozesse, der Rest passiert von allein. Egal, ob privat oder beruflich – wir wollten einfach, dass Leute das posten, was sie bewegt. Und übrigens ist es gerade die Durchmischung von Persönlichem und Beruflichem, die für mehr Engagement sorgt, weil sie den ganzen Menschen anspricht.“

DIE LÖSUNG

Wenn ein Mitarbeiter heute seinen Internet Explorer öffnet, öffnet sich auch automatisch die Startseite von Yammer, wo er alles findet, was er für seinen Einstieg in den Arbeitstag braucht. Die Umstellung war minimal, weil „wir alles, was uns im alten Intranet wichtig war, auch auf die neue Plattform mitgenommen haben“, wie Peter Rädler betont. Neben den heißesten Neuigkeiten findet er auch seine Checklisten, Reiseabrechnungen und selbst „Clockwork“, das Zeitstempel-Tool, wurde in Yammer integriert. Und wenn es einmal keinen automatisierten Integrationsprozess gab, wurde wie im Fall des Geburtstags- und Jubiläums-Tools eben schnell eine Power-Shell geschrieben, um das Service zu übernehmen. „Das ist eben der Vorteil einer Standard-Plattform, wie Microsoft sie bietet“, fügt Peter Rädler hinzu, „dass solche Lösungen dann nicht viel mehr sind als eine nette Fingerübung.“ In diesem Fall kommt von der Personalabteilung ein Excel-Sheet, das auf den SharePoint Server exportiert wird. Dort wird es von der Powershell ausgelesen und an Yammer geschickt, wo automatisch ein Posting generiert wird – mit dazugehörigem Foto natürlich, das – ebenfalls automatisch – über das Active Directory hochgeladen wird.

Wenn Peter Rädler von Fingerübungen spricht, dann meint er das auch so. Als Innovations-Inkubator ist er es gewohnt, dass seine Gedanken um den User, seine Erfahrungen und Bedürfnisse kreisen: „Die einzige Herausforderung, die es gibt und immer geben wird, ist es, die Plattform lebendig zu halten und dafür zu sorgen, dass wirklich alle mit an Bord sind. Wir lernen ständig voneinander. Das heißt natürlich auch, dass dieses Projekt nie abgeschlossen sein wird.“

DIE SEKUNDÄREFFEKTE

Yammer ist kein Tool, das man einsetzt und damit hat es sich. Yammer ist mehr ein Projekt, ein Prozess, auf den man sich einlässt. Es sind die Sekundäreffekte, die Überraschungen, die diesen Prozess bereichern. Russmedia zeigt, wie man sich darauf einlässt. Mit viel Vertrauen und ohne Bevormundung. „Weil ein bisschen Vertrauen nicht geht,“  wie Claudia Hartinger betont. Die hohe Akzeptanz quer durch alle Altersgruppen gibt ihr und den Initiatoren bei Russmedia recht. „Wir haben Mitarbeiter jeder Altersgruppe. Deshalb war es für uns auch besonders wichtig, dass die Bedienung wirklich einfach ist. Dadurch können wir auch neu hinzukommende Mitarbeiter vom ersten Tag auf die Plattform holen. Sie stellen sich selber vor, mit Foto und einem kurzem Kommentar. Und das geht dann auch weiter in den Alltag. Zum Beispiel bei Veranstaltungen. Da war es früher so, dass einer die Fotos verschickt hat, meist noch über E-Mail, heute gibt es viele, die ihre Fotos von einer Veranstaltung zentral hochladen, was das Ganze natürlicher abwechslungsreicher und unterhaltsamer macht.“

Social Enterprise ist kein Minderheitenprogramm. Wer das so wie Russmedia ernst nimmt, hat die halbe Miete eingefahren. Daneben spielen natürlich auch „unternehmerische Entscheidungen und wirtschaftliche Aspekte eine Rolle“, wie Markus Raith ergänzt. Wir wollen die Firmenkulturen, die wir in den verschiedenen Ländern haben, weiterhin pflegen; wollen aber gleichzeitig, die einzelnen Kulturen unter dem Russmedia-Dach enger zusammenführen. Und – ganz wichtig: Wir fördern das unternehmerische Denken der Mitarbeiter, damit überall im Unternehmen Innovation passieren kann.“

Und das ist durchaus im Sinne des Erfinders.

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Übrigens: Das VIDEO dazu sehen Sie in Kürze hier in diesem Blog.

VIDEO: Anstoß zur Veränderung March 5, 2014

Posted by Wolfgang Tonninger in Uncategorized.
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Wie kann man das Thema Microsoft Openness so aufbereiten, dass man nicht von Fakten überrollt wird? Das war unsere Ausgangsfrage. Die Antwort haben wir in ein Gespräch verpackt, das Hans Berndl (Microsoft Lead Stratetic Marketing) und ich am Billardtisch im Wiener Café Sperl führten. Eine Arbeit, die unheimlich viel Spaß gemacht hat. Und eine Arbeit, die ohne das große Engagement aller Beteiligten nicht möglich gewesen wäre. Special Thanks an Harald Schwarzmann (Regie, Kamera, Schnitt) und Daniel Tot (Ton, Licht, Kameraassistenz).

Der Produktivitätstest February 25, 2014

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Fun, User-Experience.
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Anna Vital ist viel unterwegs. Seit Anfang des Jahres lebte sie in 7 verschiedenen Ländern, davon 3 Monate in einem entlegenen Dorf – um schließlich wieder in einer Großstadt zu landen. Wer gleichzeitig arbeiten und reisen will, schreibt sie, für den spielt Produktivität eine besondere Rolle. Ihre Einsichten hat sie für uns als Infografik in ihrem Blog zusammengefasst.

Ziemlich umfassend, wie ich meine. Einen kleinen Zusatzkreis für Windows 8 Benutzer hätte ich trotzdem: “Durchforstet mal euer Kachel-Chaos und entscheidet bei jedem einzelnen “Live-Tile”, ob er euch ablenkt oder euch hilft, produktiver zu sein!”

Und was ist Ihnen aufgefallen?

How to be productive

Übrigens: Die Fußnote zum Thema Einheitskleidung ist besonders aufschlussreich und spricht mir aus der Seele. Denn immer, wenn ich einkaufen gehe (was nicht oft der Fall ist) und mir etwas gefällt, würde ich am liebsten 5 Stück davon mitnehmen, um das Thema für die nächsten Jahre los zu sein: “There is one thing in common between Steve Jobs, Hillary Clinton, Barack Obama, and Mark Zuckerberg – they all wear the same thing every day. Barack chooses between two suits every morning – grey or navy, Zuckerberg has a drawer of 20 identical grey t- shirts. When each of them were asked why they do this, the answer is to save time and avoid making small decisions so they can be more productive. I have been wearing the same thing for the past few months. Almost without exception. Does it work? Yes.”

Die besten Weine sind Cuvées February 18, 2014

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Interviews, New World of Work, User-Experience, Wertschöpfung.
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Zwei Video-Drehs in zwei Tagen. Der eine in Wien, im altehrwürdigen Café Sperl, der andere in Vorarlberg bei russmedia. Das Verbindende ist die neue Welt der Arbeit. Denn egal, ob wir über “Yammer und Social Enterprise” reden, oder über “Microsoft und Openness” – es geht um Plattformen, die für den Anwender neue Spielräume öffnen.

SPIELRÄUME ÖFFNEN!
Wer als Hersteller Abhängigkeiten erzeugt, wird in Zukunft die Höchststrafe einfahren: Isolationshaft. Und wer als Unternehmer von seinen Mitarbeitern verlangt, dass sie ihre Persönlichkeit an der Firmentür abgeben, der wird in Zukunft ohne ihr Engagement auskommen müssen.

Die gute Nachricht: Wir haben die Wahl. Die schlechte Nachricht: die einfach zu bedienenden Dichotomien haben ausgedient. Die Erfolgskonzepte der Zukunft leben von Durchmischungen. Blended Working. Blended Living. Die besten Weine sind Cuvées.

Spaß oder Arbeit? Wir können, wir wollen uns nicht mehr entscheiden. Wir wollen Arbeit, die Spaß macht.

Billard im Café Sperl

Mit Hans Berndl beim Billard im Café Sperl

Die beiden VIDEO dazu gibt es in Kürze auf diesem Blog.

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