Event: Lebens- und Arbeitswelten einer neuen Generation February 21, 2012
Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Events, New World of Work, Wertschöpfung.add a comment
Die Zukunft des Arbeitens kommt spätestens in Gestalt von jungen, Arbeit suchenden Menschen auf Unternehmen zu. Sie bringen neue Zugänge und neue Perspektiven und sind – zugegeben – mitunter auch gar nicht so leicht zufrieden zu stellen. Weil sie hoffentlich schon bald in anderen, neuen, großzügigen Ausbildungssystemen heranwachsen und nicht in den fabrikartig konzipierten Kontrollanstalten unserer Kindheit, die mehr dem Nachbeten huldigten als der Freisetzung von Ideen. Ein schwedisches Projekt zeigt, wie es gehen könnte. Und FastCompany wirft die Frage auf, warum das, was für die Förderung von Kreativität und Zusammenarbeit in Firmen recht ist, nicht auch für Schulen billig ist.
Am 20. März um 18:30 Uhr gibt es zur “GENERATION Y – was sie fördert und was sie fordert” eine Diskussionsrunde an der FH Krems.
IMC Fachhochschule Krems, Am Campus Trakt G, Hörsaal E.06
Anmeldung bitte bis 15. März 2012 unter: events@fh-krems.ac.at
Mehr dazu im Blog von Michael Bartz.
Szenarios mit freundlicher Genehmigung von Rosan Bosch (Design) und Kim Wendt (Fotos)
Thalia mit Office 365 auf neuen Wegen February 16, 2012
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Die Entscheidung lag auf der Hand: Anstatt weitere Back-End-Investitionen in eine Serverinfrastruktur zu setzen, die nach heutigen Maßstäben nur unter größten Aufwänden adäquat abzusichern ist, wollte man sich verstärkt auf die Kernkompetenzen konzentrieren und IT so einzusetzen, dass sie möglichst direkt am Frontend der Mitarbeiter wirksam wird. Da kam die Public-Cloud mit Office 365 für die Thalia Buchhandel GmbH gerade recht.
Die Referenz dazu ist in Kürze online. Das Video gibt es schon jetzt!
Know-how auf Rädern February 13, 2012
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IT wird immer leichter, mobiler und interaktiver. Mit dem OfficeNow! Caddy Workshop macht Microsoft nun voll funktionsfähige Schulungsumgebungen für das neue Arbeiten transportier- und direkt beim Kunden aufbaubar. Das Ganze gibts kostenlos für Teams, Gruppen, Abteilungen und natürlich auch für das Management in Unternehmen. Bei Bedarf auch für andere Themen wie CRM, BI oder Enterprise Search.
Wieviel Transparenz ist gesund? February 7, 2012
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“Transparenz” heißt das Zauberwort der Stunde. Aber wie viel von ihr vertragen wir? Soll wirklich alles gläsern sein – der Mensch, das Haus, das Office? In der neuen Welt des Arbeitens
gibt es viel Glas an den Wänden (die damit keine richtigen Wände mehr sind), weil wir keine Abgrenzungen brauchen, sondern Durchgänge. Die wenigsten bedenken dabei, dass es ohne Abgrenzungen auch keine Durchgänge mehr gibt. “Das Kind mit dem Bade ausschütten” nennt man so etwas – wenn wir in unserem Transparenzwahn vergessen, dass es die anderen, dunklen, abgeschirmten Räume geben muss, um die Qualität der Durchsichtigkeit erfahrbar zu machen. Räume, in die man sich zurückziehen kann. Denn wer – außer der Facebook-Gemeinde – will schon alles und zu jeder Zeit teilen?
Es gibt Dinge, die passieren am Besten im Hintergrund. Wenn der nicht mehr da ist, ist alles vordergründig. Wollen wir das?
Ein Microsoft Mitarbeiter hat mir erzählt, dass in Meetings hinter Glas immer wieder zu sehen ist, wie Augenpaare nach außen schweifen, wenn jemand vorbeigeht. Das beruhigt mich. Es wäre doch eigenartig, wenn es anders wäre. Warum nicht die Angebote nutzen? Gläser sind keine Einwegscheiben. Sie laden ein, nicht nur hinein- sondern auch durch sie hinauszuschauen. Sollen wir nun so tun, als ob es diese Einladung zur Abschweifung nicht gäbe? Obwohl wir sie in den Augenwinkeln notieren. Wären wir dann soweit – für die neue Welt des Arbeitens? Oder ist es ok, dass wir neugierig sind? Was aber mit der Abschweifung? Und warum dann nicht gleich die Vorhänge zuziehen? Warum so tun, als ob es sie gäbe – die Vorhänge? Warum so tun, als ob es sie nicht gäbe – die Abschweifung?
Wir sollten diese Fragen ernst nehmen. Damit wir uns in Zukunft nicht – wie im Artikel The Downsides of Working in a Glass Office beschrieben – in das Auto im Parkhaus zurückziehen müssen, wenn wir mit unserem Kunden ein Vier-Augen-Gespräch führen wollen.
thx ourhero for foto
Microsoft und seine Astronauten February 2, 2012
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Bill Hilf war Linux durch und durch. Als Senior Architect von IBM baute er zur Jahrtausendwende Linux- und Open Source-basierte Infrastrukturen für große Unternehmen und gegen alles, was nach Microsoft roch. Bis im Jahr 2004 ein Anruf kam, der Folgen hatte. Für ihn und mehr noch für Microsoft.
“Microsoft called up and said: ‘We don’t understand this open source stuff. And we need people who do,’” Hilf remembers. “I was like the first astronaut on the planet.”
Ein paar Jahre später, es war im Sommer 2008, saßen Bill Gates, Ray Ozzie und Sam Ramji, der Chefstratege in Sachen Open Source – der übrigens von Bill Hilf (Foto) an Bord geholt wurde – mit anderen Experten zusammen, um über die rechtliche Rahmenbedingungen nachzudenken, die eine Öffnung in Richtung Open Source ermöglichen sollten. Die Sitzung verlief sehr
kontrovers – bis Bill Gates plötzlich aufstand, zum Whiteboard ging und ein Diagramm zeichnete, das zeigte wie die Sache funktionieren konnte – “from copyrights to code contribution to patents, and he said — in no uncertain terms — that the company had to make the move”, wie das Wired Magazin in dem empfehlenswerten Artikel “Meet Bill Gates, the Man Who Changed Open Source Software” sehr anschaulich beschreibt.
Sam Ramji erinnert diesen Moment als einen, der für die Neuausrichtung von Microsoft maßgeblichen Anteil hatte: “He (Bill Gates) was given little to no credit by the open source community — or anyone in the tech industry — for really understanding open source and why it can be important, how it can be a competitive advantage, and why when your competitors start to use it, you have to too. He really got it, and in that moment, he taught us all.”
Warum ich diese Geschichte erzähle?
Weil ich im O´Reilly Radar gerade über eine andere Headline gestolpert bin, die ohne diese Szene und Astronauten wie Bill Gates, Bill Hilf, Ray Ozzie und Sam Ramji erst möglich wurde: “Microsoft’s plan for Hadoop and big data” lesen wir da und ich gebe sie als Frage weiter an Georg Droschl, Datenbankspezialist bei Microsoft Österreich.
BusinessReadyBlog: Herr Droschl, was ist die Big Data Strategie von Microsoft?
GDroschl: Zuerst mal die Frage: Warum überhaupt Big Data? Und was ist das überhaupt? In den letzten drei Jahren haben wir gleichviel Daten neu erstellt, wie in der gesamten restlichen Menschheitsgeschichte. Und der Großteil der Daten, nämlich 70–80%, liegt heute „unstrukturiert“ vor, was bedeutet, dass diese Daten nicht über klassische relationale Datenbanken zu managen sind. Das verstärkt den Druck auf Unternehmen und IT-Abteilungen, die ohnehin schon stark gefordert sind, weil sie mehr Produktivität mit weniger Budgets erzielen sollen.
BusinessReadyBlog: Warum steht dabei Apache Hadoop im Zentrum?
GDroschl: Fakt ist, es gibt ein “Open Source Large Distributed Computing Framework“ namens Hadoop, das für die Speicherung und Verarbeitung großer Datenmengen extrem gut geeignet ist. Microsoft steht hinter diesem Framework und integriert es in die Microsoft Applikationsplattform, konkret in SQL Server, für den es sein Mitte 2011 einen Connector gibt. Wichtig ist, dass die Nutzer hier möglichst flexibel sind und Daten, die Hadoop entnommen werden, über die Microsoft Business Intelligence Möglichkeiten in SQL Server ausgewertet werden können. Diese Möglichkeit gibt es direkt in Hadoop nicht. Andererseits gibt es auch die Möglichkeit, Daten in Hadoop zurück zu speichern, um sie dort weiter zu verarbeiten. Das volle Potenzial ergibt sich durch eine Integration mit der Datenbankinfrastruktur im Unternehmen.
BusinessReadyBlog: Was bedeutet das für Microsoft Kunden?
GDroschl: Dass sie das Beste aus beiden Welten – Big Data und relationale Welt – nutzen können. Wenn Hadoop auch auf Azure zur Verfügung steht, haben Kunden beinahe unbegrenzte Skalierungsmöglichkeiten. Heute wird Hadoop z.B. im Bereich Social Media von Unternehmen wie Facebook eingesetzt, wo täglich 15 Terabyte an Daten dazukommen. Aber auch kleinere Unternehmen wie die deutsche 1&1 setzen auf Hadoop und Big Data. Das sind die Speerspitzen, zweifellos, aber in den nächsten Jahren ist aufgrund des enormen Datenwachstums mit einem breiteren Einsatz zu rechnen.
Danke für das Gespräch.
Wie cool ist Co-working? January 26, 2012
Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Networking, New World of Work, Trends, Wertschöpfung.add a comment
Dass die neue Welt der Arbeit kein Synonym ist für das Arbeiten im Home-Office, hat sich ja mittlerweile herumgesprochen. Ein Aufatmen ist zu hören – von Unternehmerseite genauso wie von Seiten der Mitarbeiter, die wissen, wie es ist, wenn man daheim allmählich den Verstand verliert. “Home Office kann zum Wahnsinn führen” schreibt Michael Bartz in seinem NWoW-Blog – und da bedeutet Co-working für viele eine Art Rettungsanker bzw. einen wichtigen Moment sozialer Kontrolle, wenn einem die Freiheit zu Kopf steigt und die Selbstkontrolle nicht mehr greift.
Dazu DiePresse: “Denn mit der Freiheit ist es so eine Sache. Die will gut ausgehandelt sein, vor allem mit sich selbst. Und vor allem dann, wenn man als kreativer Freelancer arbeitet. Zuerst denken viele: Wozu im Büro sitzen, wenn man doch mit Laptop und Handy überall arbeiten kann? Dann wird schnell klar: So einfach ist das Arbeiten im Kaffeehaus oder am Küchentisch dann doch nicht. Denn ewig lockt die wahre Freiheit, das Schwimmbad, das Buch, das Kino – und schneller, als man für möglich hält, hat man seine Aufschiebe-Technik derart perfektioniert, dass man nur mehr faulenzt, wenn andere arbeiten und arbeitet, wenn andere faulenzen. Und im Ernstfall wird man durch das viele alleine Arbeiten auch ein wenig schrullig obendrein. Also sucht man sich erst recht wieder kollegiale Nestwärme und marschiert reuig dorthin, wo man hergekommen ist: ins Büro. Nicht in das archetypische Büro der Krawattenträger, Kantinen und des gelangweilten „Mahlzeit!“-Hin- und Hergeraunes, sondern in ein Gemeinschaftsbüro, in einen „Co-working Space“, wie man neuerdings sagt.”
Das Interessante dabei ist, dass Co-working Spaces nicht nur Freelancern, Startups, Selbständigen oder prekär Beschäftigten eine Plattform bieten, wo sich gut arbeiten und netzwerken lässt, sondern neuerdings auch ganz “normalen” Angestellten, weil – wie Michael Bartz betont – nicht jeder die Möglichkeit hat, jene mentale und geistige Abgrenzung vorzunehmen, die für ein produktives Arbeiten notwendig ist, wenn die räumliche Abgrenzung, die der Arbeitgeber bietet, immer mehr aufgeweicht wird.
Doch aufgepasst: es handelt sich hier nicht um die Wiedergeburt des Büros aus dem Geiste der neuen Arbeitswelt. Co-working stellt die klassischen Hierarchien auf den Kopf. Was hier passiert, ist ein Miteinander, das aus der Not ein Tugend macht. Peer-to-Peer-Kommunikation in Reinkultur. Doch bis diese neuen Co-working-Plattformen die alten Unternehmensstrukturen ersetzen, wird es noch eine Weile dauern. Und bis dahin tun wir so, als ob alles beim Alten wäre – nur eben auf den Kopf gestellt. Denn hier bezahlen wir, um arbeiten zu können. Und arbeiten nicht, um bezahlt zu werden.
An update is available for your mind January 20, 2012
Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Competition, Fun, Microsoft, New World of Work.add a comment
Vor knapp einem Jahr prognostizierten wir in diesem Blog das Ende der Ideologien – angesichts ganz neuer Produktivitätsnetzwerke, die die Unternehmensgrenzen porös werden lassen. Und doch gibt es sie noch immer. Die Gegensätze. Die Ideologien.
Die einen sehen in Open Source nur die anti-kommerzielle Bewegung, was zu kurz greift, die anderen eine Option nur für jene, die zu viel Zeit und Geld haben. Was ebenfalls zu kurz greift. Die einen glauben sich mit einem Mac die Freiheit zu kaufen, um kreativ zu sein (gefühlte 80% der Open Source Entwickler arbeiten auf Mac, was eigentlich ziemlich schräg ist), die anderen (ich denke an Jonathan Zittrain) sehen darin eine Appliance, die den User zu einem Konsumenten in einem höchst komfortablen, aber geschlossenen System macht. Die einen sehen in Microsoft den bösen Monopolisten, die anderen den einzigen Plattformanbieter, der unsere End-to-End-Bedürfnisse (inklusive alles iDevices!) integrieren kann.
Mit Hans Berndl, seit kurzem Manager für Strategisches Marketing und Technology Evangelist bei Microsoft Österreich, sprachen wir – ebenfalls hier auf diesem Blog – sehr offen darüber, wie offen Microsoft eigentlich ist und wie Microsoft in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Dabei wurde eines klar: Die Öffentlichkeit funktioniert wie ein Boulevardmedium und die Wirklichkeit als Singular gehört abgeschafft. Ein Nachtrag zu diesem Gespräch erreichte mich gestern in Form eines Cartoons, das ich Ihnen nicht vorenthalten will.
Vom Immobilienportal zur Datendrehscheibe January 17, 2012
Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Interviews, Wertschöpfung.add a comment
Der erste Schritt in Richtung internationaler Skalierung passierte bereits 2001, als man für ein Großprojekt mit einem Hamburger Bankhaus ein redundantes Rechenzentrum aus dem Boden stampfte. Nur war die Zeit und vor allem die Technologie noch nicht reif, den Ideen von Markus und Alexander Ertler, den Geschäftsführern der ERESNET GmbH, auch ein geeignetes Business-Modell entgegenzuhalten: „Damals erkannten wir auch, dass wir unsere Infrastruktur und Expertise auch für potenzielle Mitbewerber nutzen können. Das war ein völlig neuer Zugang. Die geeignete Technologie dafür kam erst Jahre später mit der Cloud.“
Inzwischen ist die ERESNET als Immobilienportalbetreiber der unumstrittene Marktführer in Österreich und dabei, sich mit Hilfe der Cloud-Technologie als Datendrehscheibe für den
internationalen Markt neu zu erfinden. Die Hausaufgaben wurden jedenfalls in einer Art und Weise gelöst, die Respekt verdient. Denn um den Anforderungen der Immobiliebranche und der Cloud-Technologie gleichermaßen gerecht zu werden, wurde nicht nur das Datenbankmodell so adaptiert, dass die Antwortzeiten trotz riesiger Datenmengen konstant bleiben. Auch das Business-Modell wurde an die Herausforderungen eines internationalen Immobilienmarktes angepasst: „Uns geht es um eine Professionalisierung der Immobilienwirtschaft. Und dafür ist es notwendig, dass jeder Marktteilnehmer die Daten und Werkzeuge bekommt, die er für seine Arbeit braucht – ob das nun eine Maklersoftware ist oder ein Portal oder eben eine Echtzeitschnittstelle, über die er seinen Kunden die Daten zur Verfügung stellt. Wer in dieser Hinsicht offen ist für Kooperationen auf unterschiedlichen Ebenen und diese auch skalieren kann, wird in Zukunft erfolgreich sein.“
Lesen Sie mehr in der lesenswerten und soeben LIVE gegangenen Case Study.
Eine Revolution ohne Bedienungsanleitung January 11, 2012
Posted by Wolfgang Tonninger in Business, New World of Work, Trends, User-Experience.add a comment
Ist es eine Kommunikationsrevolution, eine Informationsrevolution oder gar eine mobile Revolution? Sind es die sozialen Medien, die neuen Arbeitswelten, die Cloud-Services, die Devices im Vordergrund oder die semantischen und geolokalen Implikationen dahinter, die alles auf den Kopf stellen? Die Experten sind uneins – auch, weil alles zusammenspielt. Denn ohne eine aus allen Fugen geratene Kommunikation verbunden mit einer totalen Mobilmachung würde es die Informationsrevolution, die bei näherem Hinsehen vor allem eine Informationsmisere ist, wohl nicht geben.
“Distraction is the only thing that consoles us for our miseries, and yet it is itself the greatest of our miseries.” Blaise Pascal
Die NEWS aus allen offiziellen und persönlichen Informationskanälen werden uns auch 2012 überfluten. Das steht fest. Es liegt an uns, wie wir damit umgehen und was wir daraus machen. Fest steht auch, dass ohne Selbstbeobachtung und Selektion gar nichts mehr geht. Wir müssen unseren Umgang mit den neuen Räumen, Freiheiten, Medien und Technologien jeden Tag aufs Neue in Frage stellen und unseren eigenen Rhythmus finden, um nicht an allen Ecken und Enden erschlossen und damit entweder total verfügbar oder total verrückt zu werden.
Denn eines ist klar: Je mehr Nachrichten wir zulassen, umso weniger Aufmerksamkeit können wir den einzelnen Meldungen widmen. Je mehr wir reden, umso weniger bleibt zu sagen. Und je beweglicher wir sind, umso weniger Raum bleibt, um Luft zu holen. Blaise Pascal, der französische Philosoph des 17. Jahrhunderts, ging so weit zu behaupten, dass alles Unglück daraus resultiert, dass wir nicht still in einem Zimmer hocken können.
Wie dem auch sei – die Ablenkungen und Zerstreuungen, die auf uns jeden Tag hereinbrechen, sind größer als je zuvor. Und wenn wir heute still in einem Zimmer hocken, dann wissen es all unsere Facebook-Freunde. Oder wir haben es mit Glaswänden ausgestattet, damit uns die anderen dabei zusehen können. Ohne Exhibitionismus geht heute fast gar nichts mehr. Auch, weil er für viele zum Synonym für Kommunikation geworden ist. Was wir dabei vergessen, ist, dass Transparenz nur wahrgenommen werden kann, wenn es daneben das Opake/Undurchlässige gibt.
Pico Iyer spricht in der New York Times vom 29.12.2011 von sogenannten „black-hole-resorts“, die überall auf der Welt aus dem Boden schießen und affige Preise dafür verlangen, dass es im ganzen Hotel kein Internet gibt.
Die Revolution kommt ohne Bedienungsanleitung. Und die Gegenrevolution ist uns wie immer auf den Fersen.
Hinein ins Schicksalsjahr 2012 December 28, 2011
Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Fun.1 comment so far
In der Hoffnung, dass nicht alles so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird, wünschen wir Ihnen allen, die diese Zeilen lesen, ein beschwingtes, ein innovatives und vor allem ein nachhaltiges Jahr 2012. Denn vielleicht geht es ja weiter. Mit uns.

