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Digital Leadership – 3 Schlüsselkompetenzen für Führungskräfte November 9, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, New World of Work, Trends, Wertschöpfung.
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Die Miniserie am “Reflections on Work and Live”-Blog von Franz Kühmayer liest sich wie ein Kommentar zu unserer Coverstory im BIZofIT-Magazin: Leading Passion. Wobei damit keine Wertung ausgesprochen, sondern nur eine Perspektive eingebracht wird. Ebenso gut (und chronologisch wahrscheinlich sogar korrekter) könnte es natürlich heißen, dass unsere Coverstory die Miniserie von Franz Kühmayer kommentiert. Was festzustellen ja schon wieder müßig ist, wenn man erstens bedenkt, dass dem guten Franz das ziemlich “powidl” sein wird und zweitens, dass wir alle durch unsere späte Geburt ohnehin dazu verdammt sind, mehr oder weniger geistreiche Kommentatoren und Kompilatoren zu sein und nicht die genialen Schöpfer – weil ja alles schon irgendwie einmal dagewesen (post- oder 2.x) ist.

Doch kommen wir zum Punkt. Wir gehen immer mehr auf im großen Geflecht namens Internet. Wir nutzen es täglich, sind Teil davon und merken dadurch auch immer weniger, wie sehr es uns selbst verändert.* Dazu Franz Kühmayer:

“Es verändert unsere Art, miteinander zu kommunizieren, es verändert unser Verständnis von Wissen und Arbeit, und die Art, wie wir denken und handeln. Gerade für Führungskräfte gilt es daher, einen allzu beschränkten Blick auf Gadgets und Technologien zurückzustellen, und sich statt dessen intensiv mit den gesellschaftlichen, kulturellen und somit letztlich wirtschaftlichen Veränderungsbewegungen auseinanderzusetzen.”

Und hier sind sie. Die 3 Blogeinträge zu den 3 Schlüsselkompetenzen für das Leben in der Multimediamaschine:

  1. Ein radikal neues Verständnis von Wertschöpfung
  2. Eine neue Ethik im Spannungsfeld zwischen Offenheit und Vertraulichkeit
  3. Ein integrativer Zugang zu Kommunikation

* Dass die Werkzeuge, die wir benutzen, unser Gehirn formen, ist übrigens eine Erkenntnis, die schon Friedrich Nietzsche hatte, als er 1879 halbblind in einem Zimmer in Genua die Schreibmaschine bearbeitete, die ihm ein Feund zur Verfügung stellte. Nicholas Carr hat diese Geschichte in seinem Buch “The Shallows. What the Internet is doing to our brains” übrigens wunderbar weitererzählt.

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Comments»

1. Franz Kuehmayer - November 13, 2012

Vielen Dank fürs Aufgreifen der Miniserie!

Nur mit einer Diagnose stimme ich nicht überein: Dass alles schon mal da gewesen wäre und wir eigentlich nur noch Aggregatoren seien. Ich ahne, es ist ohnehin nicht ganz ernst gemeint, aber mir ist dennoch wichtig zu entgegnen: Umso wichtiger ist unsere Rolle und die Rolle der in dieser Serie angesprochenen Führungskräfte als Ermöglicher von Innovation und Kreativität. Die unzähligen Möglichkeiten, die das Web uns zur Vernetzung bietet, sollten nicht nur dazu genutzt werden, vorhandenes zu kompilieren oder graduell verändert erneut wiederzugeben, sondern sollten uns steter Quell an Inspiration sein, tatsächlich Neues zu (er)finden. Dies also nur als Ergänzung und möglicherweise als Hinweis auf eine 4. Schlüsselkompetenz ;-)

Wolfgang Tonninger - November 13, 2012

Danke Franz für dein Feedback. Ich ahnte, dass ich damit bei dir auf Widerstand stoße. ;-) Worauf ich hinauswollte, ist eine Absage an den Genie- und Schöpfungsbegriff. Ich glaube auch nicht, dass das Copyright in irgendeiner Form zu halten ist, Das sind alles Eigentumsmarkierungen, die in diese Welt nicht mehr zu passen scheinen. Sie kamen und gingen mit der Moderne. Wo leben wir? In der Hypermoderne, die der Postmoderne folgt.
Aber du siehst schon: wir bleiben immer darauf bezogen. Und Facebook: Erfunden von einem, der ein Geek und ziemlich asozial war? Ein Treppenwitz der Geschichte? Du schreibst von den “unzähligen Möglichkeiten, die das Web uns bietet” – und genau darin liegt der Hund begraben. Wir brauchen nur 3 oder 4 oder 40 – aber nicht unzählige. Mass Collaboration? Wir hatten Mass Media und Mass Markets und dann kam das Web 2.0. Und wir dachten einen Augenblick, dass es vorbei ist, mit der Massenmenschhaltung. Und jetzt das. Diese Art der massenhaften Vernetzung: Wird Sie uns inspirieren? Oder wird Sie uns den letzten Raum nehmen, in dem wir einen klaren Gedanken fassen konnten? Brauchen wir sie: die Fischerchöre der dialogischen Vernunft?
Wir sollten uns treffen …


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