jump to navigation

CMS – Content-Maschinen-Salat August 8, 2013

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Trends, User-Experience.
trackback

Technologie allein wird nichts ändern. Zumindest nichts zum Besseren. Darüber sollten wir uns heute – nach mehr als einem Vierteljahrhundert der IT-Verehrung – eigentlich einig sein. Technologie ist ein Mittel zum Zweck, ein Tool und keine Target. Dass diese Verwechslung von Mittel und Zweck stattfindet, ist nicht zufällig, sondern in unserer Kultur verankert. Wachstum – ein Zweck? Geschwindigkeit – ein Zweck? Sie kennen den Sketch von  Helmut Qualtinger, der in einem Taxi sitzt und schneller dorthin kommen will, ohne zu wissen, wo dieses Dort ist?

Bild054

Gerry McGovern erzählt in seinem neuesten Blogpost von einem Meeting, in der über die Anschaffung eines neues Content-Management-Systems entschieden werden soll. Da reicht eine einfache Frage aus dem Management, um den Raum in betretenes Schweigen zu hüllen: “Warum brauchen wir eigentlich ein neues CMS und was genau erwarten wir uns davon?” Die Stille kommt daher, weil die klassischen Antworten auf diese Frage keine Antwort geben: “Wir brauchen es, weil es gut in das bestehende IT System passt”.” “Wir brauchen es, weil es coole, neue Features gibt.” “Wir brauchen es, weil es neu ist, und der Rest wird sich zeigen.” “Wir brauchen es, weil allein der  Einsatz dieses Werkzeugs unsere Arbeitsweisen verändern wird.”

Da läuft etwas grundsätzlich falsch in der Beschaffungschronologie. Auch bei Content-Management-Systemen, die immer komplexer werden und vom Anwender oft für die einfachsten Prozeduren des Kreierens, Editierens und Löschens von Inhalten mühsame Verrenkungen verlangen. Warum müssen wir immer noch unsere intuitive Vorstellung von kreativen Arbeitsweisen über Bord werfen, nur weil das System, das wir bedienen, dies verlangt? So wie Straßen Verkehr kreieren, sorgen Content-Management-Systeme im Normalfall für noch mehr Content, anstatt uns zu helfen, mit der Information, die da ist, besser umzugehen; einfach, weil Vorschau- und Delete-Prozesse oft sträflich vernachlässigt werden.

A typical CMS is like a digestive system with no capacity to poop. The Web has turned millions of organizations into accidental publishers, whose strategy has often been to buy technology to deal with this. But that’s no strategy. Strategy begins with a purpose. What is the true benefit to us—and more importantly—to our customers?

Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer ein vorbildlicher Hinweis, den ich kürzlich auf einem deutschen Bahnhof entdeckte. Zwinkerndes Smiley

About these ads

Comments»

1. Staci - March 19, 2014

Toller Bericht Ich lese euer Blog wahrhaftig oftmals und
wurde selten enttäuscht. Macht weiter so und bis demnächst!
Nur mal so nebenbei: Im Safari läuft wordpress.com nicht so toll.
Mag man da was machen? Den Webbrowser benutzen doch
unglaublich viele Leser eurer Internetpräsenz. Grüße aus Mcgaheysville !!

2. I am ready! - April 5, 2014

Der Blog-Post erinnert mich an meinen Freund “Pilli”.

Der hat auch immerfort über Dinge wie Maschinenbau,
Wälzlager oder auch CMS – Content-Maschinen-Salat , wovon ihr an diesem Ort schreibt, gesprochen.
Ich werde ihm diesen tollen Beitrag mal schicken.
Wollt ich nur mal loswerden. Der Beitrag war echt erbaulich und hat mich an damals erinnert.


Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 453 other followers

%d bloggers like this: