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INTERVIEW: Der virtuelle Schreibtisch kommt … November 23, 2009

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Innovation, Interviews, New World of Work, Trends, User-Experience, Wertschöpfung.
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"Ein guter Essay muss einmal um die Welt herum", dachte ich neulich bei mir, als wir uns wieder mal im Café Sperl trafen, um über Virtualisierung zu sprechen – ein Thema, das Hans Berndl und mich seit mehr als einem Jahr verfolgt.

Hier ein kleiner Teaser zum Gespräch. Das komplette Interview gibts in Kürze. Wo? Am ReadyBlog natürlich und im Serverweb.

ReadyBlog: Nach zwei Gesprächen über die technischen Hintergründe (Virtualisierung 2.0 und Virtualisierung im Elchtest – Teile sind hier nachzulesen), standen beim letzten Gespräch – passend zur wirtschaftlichen Lage – die Zahlen im Vordergrund (Virtualisierung mit dem Rechenstift). Worum geht es diesmal?

HBerndl: Es geht eigentlich zweimal um den Virtualisierungsmarkt. Zum einen zeigen die imageneuesten Zahlen – die ich bereits an anderer Stelle vorstellte -, dass dieser kräftig in Bewegung ist. Zum anderen geht es darum, den Blick auf Virtualisierungsaspekte zu lenken, die den Markt in naher Zukunft ganz gehörig durcheinander wirbeln werden. Deswegen möchte ich heute ganz bewusst nicht über Server-Virtualisierung sprechen – ein Thema, das mittlerweile bei den Kunden angekommen ist – auch in Bezug auf Mehrwert und ROI: Man konsolidiert und man spart Kosten.

ReadyBlog: Das Schöne dabei ist, dass die Technologien heute leistbarer sind als noch vor einem Jahr und dass man keine Abstriche mehr machen muss bei den Funktionalitäten.

HBerndl: Leistbarer auch in Bezug auf den Management-Aufwand! Dass sich Virtualisierung am Markt etabliert hat, zeigt sich ja auch darin, dass es mittlerweile auch bei den KMUs ein Thema ist. Die können sich Virtualisierung leisten, weil sie damit nicht nur verfügbarer und wendiger sind, sondern das ganze auch verwaltungstechnisch keinen Mehraufwand bedeutet.

ReadyBlog: Dabei geht es ja auch um Bereitstellung. Im Serverbereich denken wir an Speicher und Rechenleistung. Bei der persönlichen Arbeitsumgebung sind es Funktionen, Features und Oberflächen.

HBerndl: Genau. Es geht um den virtuellen Schreibtisch. Man bekommt einen Tisch zugewiesen – wie hier im Kaffeehaus – und dann kommt jemand und fragt, was man noch braucht, um zu arbeiten. Und man bestellt einen Kaffee und einen zweiten Sessel und diese Oberfläche und jene Funktionalitäten. Bis man sich wohl fühlt und produktiv arbeiten kann.

Ein Blick auf den Virtualisierungsmarkt zeigt, dass der Markt für Server-Virtualisierung in den nächsten Jahren weiter wachsen, während der Markt für Desktop-Virtualisierung geradezu explodieren wird. Laut Forrester Research wächst Server-Virtualisierung von 10% im Jahr 2007, auf 31% im Jahr 2008 und 54% im Jahr 2011. Das bedeutet, dass im Jahr 2011 jeder zweite Server als virtuelle Instanz betrieben wird. Laut Gartner Group wird im gleichen Zeitraum die Anzahl der virtualisierten PCs von 5 Mio im Jahr 2007 auf 660 Mio im Jahr 2011 anwachsen. Sie wird sich also verhundertfachen!

ReadyBlog: Wie erklärst Du dir diese Explosion?

HBerndl: Ganz einfach. Weil Desktop-Virtualisierung erstens noch wesentlich weniger entwickelt und zweitens ein Thema ist, wo Unternehmen in Zukunft enorme Einsparungspotenziale realisieren können. Beispiel: Eine Versicherung XY hat eine Anwendung in Betrieb, die sich alleine nicht virtualisieren lässt und deshalb den ganzen Desktop als virtuelle Instanz zur Verfügung stellt. Oder das Thema Rückwärtskompatibilität oder das Zur-Verfügung-Stellung von kritischen Anwendungen, ohne dass die Daten das Unternehmen verlassen. Man sieht an diesen Beispielen, wie sehr Desktop- und Server-Virtualisierung zusammenhängen, man sieht aber auch, wie sehr sich auf diesem Gebiet Sicherheitsthemen, Compliance-Themen und Verfügbarkeitsthemen die Hand geben.

ReadyBlog: Danke für das Gespräch. In Kürze gehts weiter.

Das Gespräch führte Wolfgang Tonninger

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