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Tanzen auf glühenden Datenkohlen January 27, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Business_Intelligence, Trends, Wertschöpfung.
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Dass Information ein zentraler Unternehmenswert ist, kostet heute vielen nur ein müdes Lächeln. Dabei ist diese Aussage viel weniger ein Gemeinplatz als eine Kampfansage gegen den Datenmüll, der mit jedem Mausklick zunimmt. Die reflexartige Anhäufung von Daten, die durch immer günstiger werdende Speichermedien angeregt wird, verstellt die Sicht auf das Wesentliche. Datensätze können jedoch Schätze sein, wenn sie ausgewertet werden und damit Unternehmen wendiger und Reaktionen präziser machen.

Wer glaubt, dass es hier nur um Schnelligkeit und Echtzeit geht, der negiert dabei die entscheidende Einheit, in der Produktivität gemessen wird: den Menschen und die Bedingungen, in denen er seine Kreativität entfalten kann. Überfüllte Posteingänge belasten ihn ebenso sehr wie der Terror des Gleichzeitigen, der keine Unterscheidung kennt zwischen dem, was dringend und dem, was wichtig imageist. Aktuelle Studien belegen, dass mittlerweile 1/3 aller Krankenstände stressbedingt sind. In einer solchen Situation kann es nicht darum gehen, immer größere Portionen immer schneller zu servieren, sondern nur darum, die Rezepte zu verfeinern und gut aufbereitete Informationshappen dann auf den Tisch zu stellen, wenn man Hunger hat. (Wie man krankhaften Informationshunger besser nicht stillt, lesen Sie hier.)

Die Zeit der Universalgelehrten ist vorbei. Das liegt nicht an den Gelehrten, sondern an den unermesslichen Datenhalden, die dafür vom Einzelnen zu durchstreifen wären. Was uns bleibt, sind Informationsnischen, in denen wir uns komfortabel einrichten können. Oder wir setzen auf Tools, die uns helfen, Spezialwissen miteinander zu vernetzen und komplexe Datensätze in einfachen Ansichten (Dashboards) aufzubereiten und zugänglich zu machen, ohne die vertraute Arbeitsumgebung verlassen zu müssen.

Die neue Welt des Arbeitens braucht Menschen, die Informationen verarbeiten und nicht Daten bewusstlos in sich hinein schaufeln. Sie braucht keine Verdauungsmaschinen, sondern Systeme, die Daten selektieren, aufbereiten und zusammenstellen, und Menschen, die in virtuellen Arbeitsräumen miteinander verbunden sind und relevante Daten heranziehen, um präzise Entscheidungen zu treffen. Die richtige Reihenfolge lautet: Daten, Informationen, Handlungen, Wissen. Denn Wissen kommt vom Tun und nicht umgekehrt, wie uns viele einreden wollen. Wissen ist eben nicht „anwendbare“ Information, sondern entsteht durch „angewandte“ Information.

Wohlgemerkt, wir reden hier nicht von isolierten Datensilos, in denen bereinigte Daten vor sich hin dämmern. Wir reden von gelebtem Knowledge Management – einer Disziplin, die von der Yankee Group, einem amerikanischen Beratungsunternehmen folgendermaßen definiert wird: „Es schafft die effiziente Verbindung von denen, die wissen, mit denen, die Wissen benötigen und die gleichzeitige Umwandlung von persönlichem in organisatorisches Wissen.“

Diese Umwandlung wird in einem dynamischen Arbeitsmarkt mehr und mehr zur Schlüsseldisziplin für Unternehmen. Nicht nur, weil es darum geht, Anreize zu schaffen, das vom Mitarbeiter erworbene Wissen ins Unternehmen zurück zu spielen, sondern auch, weil Unternehmen umso produktiver sind, je besser es ihnen gelingt, diese Prozesse der Wissensgenerierung nicht hierarchisch, sondern in Teams abzuwickeln. Je bunter diese Teams, umso besser. Denn Wissen wird mehr, wenn man es teilt.

Übrigens: Diesen Beitrag gibts auch im Standard nachzulesen!

Daten effizient visualisieren mit Visio 2010: ein Ausblick January 25, 2010

Posted by twistedtwin156 in Business, Business_Intelligence, Innovation, User-Experience, Wertschöpfung.
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Dem zu Unrecht bestehenden Schattendasein von Microsoft Visio haben wir im Ready Blog ja schon einmal einen Beitrag gewidmet. Dass es sich dabei um ein wirklich geniales Tool handelt, zeigt das folgende Video: komplexe Prozesse anschaulich visualisieren und mit Daten verknüpfen ist keine Fleißaufgabe für Mitarbeiter, die zu viel Zeit haben. Sondern manchmal die Entscheidung, ob sich der viel beschworene “Aha-Effekt” im Meeting oder bei der Präsentation einstellt – oder eben nicht.

Natürlich sind Bullet Points immer noch erlaubt…aber ist das nicht so 2009?

Auf den Geschmack gekommen? In der Visio Toolbox gibt es die Testversion und viele Templates zum Herunterladen.

Listen to the Consumer … January 22, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Business_Intelligence, Innovation, Microsoft, Trends, User-Experience.
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“The Consumerization of IT – and of Microsoft” – so nennt Mary-Jo Foley ihren gestrigen Beitrag auf ZDNet über ein Thema, das nahtlos anknüpft an unseren letzten Blogpost. Im Zentrum steht dabei nicht die Frage, wie “Consumerization” am besten zu übersetzen wäre – auch wenn ich mich über ihre Vorschläge freue –, sondern, welche Auswirkungen das neue Web auf das alte Business hat und welches Produktivitätsumfeld Unternehmen ihren Mitarbeitern heute bieten müssen, um ihre Loyalität und Leistungsbereitschaft nachhaltig sicherzustellen.

Einschlägige Studien belegen, dass es bei diesem Thema eben nicht um die privaten Befindlichkeiten der Anwender, sondern um nichts weniger als um den Arbeitsplatz und die unternehmerische Produktivität der Zukunft geht.

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Die Realität schaut nämlich heute oft so aus, dass wir zuhause mit leistungsstarken und die Kreativität fördernden Systemen arbeiten, während wir uns im Büro leider viel zu oft noch mit altertümlichen Anwendungen, stockenden Prozessen, anwenderfeindlichen Richtlinien und lähmenden Mobilitätsbarrieren herumschlagen müssen.

Vor diesem Hintergrund besteht die eigentliche Revolution der letzten Jahre, dass der Anwender zum entscheidenden Motor für technologische Entwicklungen geworden ist. Der Anwender, der seine Usability-Lektion gelernt hat und sehr genau weiß, was er von Technologie erwarten darf; und der – je nachdem – in die Rolle des Konsumenten, des Mitproduzenten, des Verkäufers oder des Mitarbeiters schlüpfen kann, wie es ihm gefällt.

Sichern Sie sich die hochinteressante Präsentation zur “Consumerization der IT” als DOWNLOAD und wundern Sie sich nicht weiter, dass Microsoft auch bei der Entwicklung von Seesmic Look, dem brandneuen Twitter-Client von Web 2.0-Star Loic Le Meur, der ebenfalls gestern der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurde, seine Hände im Spiel hatte. 

BYOT: Woran CIOs 2010 auch denken sollten … January 19, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Kosten, New World of Work, Trends, User-Experience.
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Wenn von den großen Herausforderungen die Rede ist, denen CIOs 2010 gegenüberstehen, dann streiten sich Virtualisierung und Cloud Computing im Normalfall um die vordersten Plätze. Übersehen werden dabei gerne die Digital Natives, die in der zweiten Reihe nicht mehr still sitzen, sondern aufstehen und zunehmend die Themen vorgeben, mit denen sich IT-Abteilungen heute und spätestens morgen zu beschäftigen haben.

Einen wichtigen Trend, dessen Motor sie sind, nennt Patrick Gray, von TechRepublic, BYOT – oder Bring Your Own Technology – und sieht ihn ihm das Zeichen, dass im Kampf um die besten Arbeitskräfte der Generationswechsel in vielen Unternehmen bereits in vollem Gange ist. BYOT meint im Grunde nichts anderes, als dass die Arbeitskräfte von heute nicht mehr bereit sind, sich von den IT-Abteilungen die Geräte vorschreiben zu lassen, mit denen sie arbeiten, und sich auch nicht mehr von der Meldung aus der gleichen Richtung abspeisen lassen, dass ein Device oder eine Anwendung und damit oft eine Arbeitsweise “in diesem Unternehmen nicht unterstützt wird.

Das Problem dabei aus der Sicht moderner Unternehmensführung: Die Digital Natives sitzen am längeren Ast. Denn sie wissen genau, was sie technologisch erwarten dürfen und werden, wenn sie gut sind, in jenen Unternehmen anheuern, wo sie die Arbeitsumgebung vorfinden, die sie brauchen, um kreativ/produktiv zu sein.

Unternehmen, die sich dagegen wehren, übersehen laut Gray einen entscheidenden Punkt: dass nämlich der BYOT-Trend langfristig zu einem Sinken der internen Support-Aufwände führt, weil eben die neuen User in Gestalt der Digital Natives eine enge Beziehung zu ihren persönlichen Werkzeugen haben und durchaus bereit und in der Lage sind, diese auch selbst zu warten. Vorausgesetzt natürlich, die IT-Abteilung bietet die Rahmenbedingungen für deren produktive Nutzung:

“In the long run, BYOT is actually a very good deal for IT. BYOT gets IT out of the role of supporting huge fleets of dull grey business laptops, and for the rather meager price of letting users choose a device that they feel a personal connection to, actually improves the image of corporate IT. A cost-neutral approach of letting people pick their own technology even becomes a big corporate differentiator, presenting your company as forward-thinking when all you’ve done is reduce your IT infrastructure and “bought users off” by letting them pick the hardware they actually choose to support themselves! Gone are the hoards of steely faces growling “unsupported,” and also gone are the IT headaches associated with the thankless job of supporting end-user hardware.”

Und wo stehen wir in Österreich? Spüren Sie diesen Trend?

Microsoft Business Intelligence Conference 2010: auf nach New Orleans! January 16, 2010

Posted by twistedtwin156 in Business, Business_Intelligence, Events, Wertschöpfung.
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Soeben wurde der Termin und die Location für die nächste Microsoft Business Intelligence Conference fixiert!

imageVon 7.-10. Juni 2010 werden in New Orleans die neuesten Entwicklungen rund um die Microsoft BI-Plattform präsentiert. Die Anmeldung ist bereits möglich und bis Ende Februar gilt außerdem ein Early-Bird-Angebot!

Weitere Informationen und Anmeldung >>

Die Verflachung der Welt January 13, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, New World of Work, Trends, User-Experience.
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Spätestens seit 2005, als ein gewisser Thomas L. Friedman in die Welt hinausposaunte, dass die Erde eine Scheibe ist (The World Is Flat!) und niemand über ihn lachte, wissen wir, dass mit unserem Weltbild irgendetwas nicht mehr stimmt. Was ist geschehen? Während Columbus 1492 die Rundheit der Welt voraussetzte als er – auf der Suche nach einem neuen Seeweg nach Indien – Spanien in Richtung Westen verließ und dabei Amerika entdeckte, reiste Friedman 513 Jahre später nach Indien und entdeckte Bangalore als einen Vorort von Boston.

imageDie Verflachung der Welt, die Friedman konstatiert, meint, dass heute mehr Menschen als je zuvor die technologischen Möglichkeiten haben, um auf Augenhöhe miteinander zu kommunizieren, in Wettbewerb zu treten oder – was noch besser ist – auf vielfältige Art und Weise zusammenzuarbeiten – über System-, Plattform- und Unternehmensgrenzen hinweg. Dank dem PC als Massenmedium, dem World Wide Web auf Basis Glasfaser und einer neuen Generation an Workflow-Software, die man für ein paar Euro im Monat auch mieten kann, können hunderte Millionen Menschen heute das tun, was die Computer seit langem versprechen: „plug & play“.

Und wie sie es tun! In Bangalore genauso wie in Dalian, einer Stadt nordöstlich von Peking mit 22 Universitäten und mehr als 200.000 Studenten, werden heute jene Arbeitskräfte ausgebildet, die schon morgen im Zuge eines globalen Re-Sourcing (Outsourcing, Homesourcing, etc.) unsere Jobs übernehmen können, ohne auf eine Aufenthaltsgenehmigung angewiesen zu sein. Die Bildungsoffensive, von der bei uns geträumt wird, ist in Asien seit Jahren Realität – 60% der weltweiten Bachelor-Abschlüsse an technischen Universitäten beweisen es.

Diese dritte Welle der Globalisierung betrifft uns alle, weil der Wettbewerb der Information global entschieden wird. Wer heute nur darauf aus ist, so gut es geht sein eigenes Süppchen zu kochen, wird in einer Welt dynamischer Koalitionen, die sich entlang von Projekten formieren, nicht reüssieren können. Der Begriff des Information Worker bezeichnet heute keine bestimmte Berufsgruppe mehr. In einer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft sind beinahe alle damit beschäftigt, Informationen so gut es geht zu sortieren, zu verarbeiten, zu vernetzen und daraus neue Services zu entwickeln. Auch, weil die Informationsschleusen von gestern, hinter denen man Geheimwissen hortete, heute nonstop geöffnet sind.

Globalisierung heißt auch, dass sich Information nicht mehr verstecken lässt. Und das ist gut, solange wir uns vor ihr verstecken können. Wir leben in dieser Welt der Information wie Fische im Wasser und bekommen von der Überflutung durch sie nichts mit – solange wir nicht auftauchen, Luft holen und offline sind. Das steht übrigens auf der Rückseite der Verflachungs-Medaille und ist, zweifellos, der Anfang einer anderen Geschichte.

Diese gibt es übrigens auch im Standard nachzulesen!

CES 2010: Neues aus der Kategorie “will haben” January 7, 2010

Posted by twistedtwin156 in Events, Fun, Trends, User-Experience.
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Stimmt schon: Weihnachten ist vorbei…aber man wird sich ja noch was wünschen dürfen! 🙂 image

In Las Vegas werden auf der CES 2010 gerade die neuesten Trends und Gadgets rund um Media und Entertainment gezeigt. In der schon traditionell von Microsoft bestrittenen Keynote haben Steve Ballmer und Robbie Bach unter anderem einen Windows Tablet präsentiert! Die Hardware kommt von HP, darauf läuft Windows 7.

Eine weitere Kooperation mit HP betrifft Bing, die auf allen neu ausgelieferten HP-PCs die Standard-Suchmaschine sein wird. Also – Bing it on!

Für alle, die es verpasst haben: die CES 2010-Keynote ist online verfügbar unter http://www.microsoft.com/presspass/events/ces/

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