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Techno Nerds zum Lutschen oder Kauen? February 26, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Fun.
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Es ist dem umtriebigen Peter Glaser und seiner Glaserei zu verdanken, dass wir die mitunter recht schrullige Gattung der Techno-Nerds nun auch als Süßigkeit jederzeit in Reichweite wissen. Diese spezielle Sorte der Willy Wonka Candy Company – was für ein kultischer Name! – wird wie folgt beschrieben: “a lesser-well known variety, composed of three compartments; green, blue, yellow, and multicolored.” And what?

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Ich wünsche allen ReadyBlog-Freunden ein süßes Wochenende …

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Vertraulichkeiten im Glashaus February 23, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Networking, Security, Trends, User-Experience, Wertschöpfung.
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Spätestens seit der Erfindung der Ich-AG ist nicht mehr ganz sicher, wo der Einzelne aufhört und das Unternehmen anfängt. Gedanken zum Unternehmen 2.0, Teil 1

Wenn Unternehmen darüber nachdenken, wie sie die Kommunikation mit ihren Zielgruppen und Kunden im Zeichen des Web 2.0 neu gestalten und ausrichten, dann sollten sie davon ausgehen, dass der Kunde, um den sie sich bemühen, längst im eigenen Unternehmen sitzt.

Denn der Kunde ist heute vieles, aber zynisch umworbener „König“ ist er nicht mehr. Will er nicht mehr sein. Er schlüpft in die Gestalten des Co-Produzenten, er macht gute und schlechte PR, er ist Rezensent, Kritiker und Konsument in einem. Und: Er ist Mitarbeiter und unterhält sich mit anderen Kunden und Mitarbeitern – über die Produkte seines Arbeitgebers, das Unternehmen, in dem er arbeitet, die Arbeitsbedingungen, etc. – und zwar nicht nur im privaten Rahmen, sondern auch und vor allem in weit gespannten und fein verästelten sozialen Netzwerken, Communities, Foren.

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„Peer-to-Peer“ heißt das Credo des Web 2.0. Dahinter steht nicht nur eine neue Kultur der Kommunikation, sondern auch ein neuer Umgang mit Technologie, „die heute dazu genutzt wird, Informationen und Produkte untereinander und nicht über den Umweg traditioneller Gebilde wie Unternehmen auszutauschen.“ (Jeff Bernoff: Groundswell. Winning in a world transformed by social technologies).

Kein Wunder, dass damit die Loyalität der Kunden aber auch der Mitarbeiter an einem seidenen Faden hängt. Die Kunden wollen individuell interagieren und von klassischen Beschallungssystemen genannt Werbung nichts mehr wissen. Und die Mitarbeiter sind nicht mehr bereit, in ihrem Arbeitsalltag auf Kommunikationsformen zu verzichten, die in ihrem privaten Umfeld bestens eingeführt sind und funktionieren. Die Auswirkungen des neuen Web auf das alte Business sind jedenfalls enorm und für die renommierte Gartner Group der wichtigste Trend des nächsten Jahrzehnts. Diesen unterstreicht auch eine Studie von Symantec, nach der heute 69 Prozent der jungen Arbeitnehmer (sogenannte Millennials) entschlossen sind, die von ihnen bevorzugten Applikationen, Geräte und Technologien auch einzusetzen – und zwar unabhängig davon, ob sie durch die Unternehmens-IT genehmigt sind oder nicht.

Wie weit wird sie gehen, diese „Consumerization of IT“? Wird man in ein paar Jahren IT-Umgebungen mit dem Joystick managen, wie Wilhelm Greiner mit einem Augenzwinkern nahelegt?

Fakt ist, dass heute die neu an Bord kommenden Mitarbeiter Digital Natives sind, die sich von den IT-Abteilungen die Geräte und Technologien, mit denen sie arbeiten, nicht länger vorschreiben und sich auch nicht mit der Meldung aus der gleichen Richtung abspeisen lassen, dass ein Device oder eine Anwendung und damit oft eine Arbeitsweise “in diesem Unternehmen nicht unterstützt wird.“ Fakt ist aber auch, dass ein Gutteil der Diskussion zwischen den Aspekten Sicherheit (Datenschutz) und Komfort hin und her schaukelt, wenn Social-Media- und Unternehmens-Kulturen in dieser Art und Weise aufeinandertreffen.

Als Barack Obama den Präsidentschaftswahlkampf gewonnen hatte, wurde viel darüber geschrieben, wie perfekt er die Web-2.0-Klaviatur bedient und für seine Zwecke genutzt hatte. Die andere Seite der Medaille zeigt, wie er – im Weißen Haus seiner Träume angekommen – aufgrund der rigiden Sicherheitsbestimmungen seinen gewohnten Arbeitsstil von einem Tag auf den anderen aufgeben musste. Was Obama in Washington widerfuhr, ist in der Arbeitswelt heute ein Normalzustand: dass viele Mitarbeiter privat bessere technologische Möglichkeiten vorfinden als bei ihren Arbeitgebern.

Auf der anderen Seite darf nicht übersehen werden, dass die, die nach punktgenauen Services rufen, oft die ersten sind, die Datenschutzverletzungen oder Sicherheitsrisiken thematisieren. Und dass heute 70% der Einbrüche in Informationssysteme von eigenen oder ehemaligen Mitarbeitern erfolgen, wie eine Studie der Gartner Group belegt.

Wer heute Web 2.0 sagt, muss auch Identity 2.0 (empfehlenswert dazu die ppt-“Tour de Force” von Dick Hardt!) sagen und umsetzen. Denn ohne ein integriertes Management der Identitäten (Personen, Ressourcen, Leistungen, Zugriffsrechte) wird man die Dynamik, die hier von Benutzerseite gefordert wird, nicht managen und absichern können. Der „Fall Obama“ zeigt stellvertretend, dass hier noch viel zu tun ist.

Denn die Öffnung der Unternehmensgrenzen ist nicht wieder rückgängig zu machen. Wir sitzen alle im Glashaus. Unternehmen genauso wie der Einzelne. Und wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen …

Diesen Beitrag können Sie wieder im Standard nachlesen!

Google Buzz ist Outlook Social Connector February 17, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Business_Intelligence, Innovation, New World of Work, Trends.
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Angesichts des Hypes rund um Google Buzz geht eine Entwicklung aus dem Hause Microsoft hierzulande beinahe unter: die Rede ist von dem Outlook Social Connector (OSC), den Microsoft im November 2009 vorstellte und der seit heute auch als Public Beta zum Download bereitsteht.

imageWas Google mit Gmail kann, schafft Microsoft mit Outlook: nämlich die vorhandenen E-Mail Kontakte in ein soziales Netz zu integrieren und damit die beiden wichtigsten Kommunikationsweisen des modernen Internet zusammenzuführen.

>>> zum Video

Das Praktische dabei: “Nutzer verschiedener Social Networks können bei eingehenden Nachrichten im Outlook gleich auch im Web die Kontakte knüpfen. Mit einem Mausklick.”

Doch hier geht es um viel mehr als um praktische Dinge. Es geht darum, aus welche Applikation in Zukunft unser zentraler Einstieg in die Welt der sozialen Netzwerke sein wird. Und da hat Microsoft mit Outlook und einer betont leisen Testphase, in der auch die Privacy-Issues der User sehr ernst genommen werden, keine schlechten Karten – wie auch Mary-Jo Foley heute in einem ZDNet-Artikel betont:

“Google Buzz has been panned widely by users for violating privacy concerns and complicating their inboxes, instead of simplifying them. The Office of the Privacy Commissioner in Canada is currently investigating Google Buzz for privacy-related violations. Microsoft takes a lot of heat for pre-annoucing products and holding back from introducing them until they’ve conducted months of beta testing. Sounds like Google might do well to take a page from Microsoft’s book on that front, given that Buzz seemingly never made it into public beta before its introduction….”

Zugegeben: ich bin zerrissen, was dieses Thema angeht. Auf der einen Seite bin ich davon überzeugt, dass solchen News-Aggregatoren die Zukunft gehört. Auf der anderen Seite wäre es mir lieber, wenn wir einen anderen Container als das Mail-System dafür nutzen würden.

Denn diese Integration könnte mehr Fluch als Segen bringen, wenn unsere zeitversetzte Kommunikation über E-Mail permanent mit Status-Meldungen aus den sozialen Netzwerken überlagert wird. Es bleibt abzuwarten, wer dann noch produktiv sein und sich als reifer Anwender behaupten kann. Provokativ formuliert: Wer zwischen Business-Social-Media (LinkedIn) und Junk-Social-Media (Facebook) unterscheiden kann.

Können Sie es? Bzw. glauben Sie, dass diese Unterscheidung wichtig ist?

Was ist nur los mit Business Intelligence? February 12, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Business_Intelligence, Trends, Wertschöpfung.
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Nach 5 Jahren an der Spitze findet sich BI im neuen CIO-Technologie-Ranking nur mehr am 5. Platz. Und Gartner Analyst Mark McDonald stellt sich zurecht die Frage: “Was ist passiert?”image

Passiert ist, dass Business Intelligence zunehmend nicht mehr als Technologie, sondern als Management-Qualität betrachtet wird.

Kein Wunder, dass wir heute weniger von Business Intelligence und mehr vom “intelligenten Business” oder vom intelligenten Unternehmen sprechen. Dass wir an das nahtlose Zusammen-spiel von Menschen, Prozessen und Werkzeugen denken, wenn wir an Business Intelligence denken. Dass Business Intelligence nicht mehr etwas ist für Würfel-Spezialisten im stillen Data-Mining-Kämmerlein, sondern am Front-End angekommen und collaborativ erfahren und eingesetzt wird.

Das hat auch mit den Entwicklungen rund um das Web 2.0 zu tun, im Zuge derer auch klassische Investitionsmodelle mitunter obsolet werden. Denn Technologie muss heute nicht nur schnell implementiert werden können. Sie muss sich auch schnell beweisen können. „Fail fast or scale fast“ – damit brachte David Chappell auf den Punkt, was heute als “Utility-Computing” in aller Munde ist: Es geht auch bei BI um den konkreten Nutzen und nicht im Intelligenz, die sich in den Spiegel schaut und teilnahmslos lächelt.

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“Gartner’s Business Intelligence und Performance Management Framework” macht deutlich, was im Bereich BI alles zusammenspielen muss, wenn nicht das Funktionieren, sondern der damit erzielte Business-Wert im Zentrum steht.

Business Intelligence ist nicht tot. Ich kann Sie beruhigen. Business Intelligence ist nur in der Praxis angekommen.

Nicht überzeugt? Dann lesen Sie das Original von Mark McDonald: Without Business in Business Intelligence, BI Is Dead!

Mobilität beginnt im Kopf February 9, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Trends, User-Experience.
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“Was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben.” Sie kennen dieses Sprichwort? Höchstwahrscheinlich auch aus leidvoller Erfahrung. Denn vor lauter „Mobilsein-Wollen“ vergessen wir allzu leicht, dass Mobilität und Effizienz mitunter auf Kriegsfuß stehen. Die eine zählt die Schritte, die andere nur die, die man nicht doppelt oder nutzlos macht.

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Wer die Qualität des nächsten Schritts im Auge hat, weiß auch, dass Mobilität im Kleinen beginnt. Denn oft ist es nicht die aufwendig geplante Geschäftsreise, die Kopfzerbrechen bereitet, sondern die unscheinbare Episode im Geschäftsalltag, die einem den Nerv zieht. Wer von Termin zu Termin hetzt, ist auf eine Infrastruktur angewiesen, die ihm folgen kann und ihn nicht allein lässt – irgendwo am Flughafen, im Korridor zwischen zwei Besprechungen oder im Stau auf der Autobahn, gestrandet im Offline wie ein Schiffbrüchiger auf einer Insel, während er tatenlos zusehen muss, wie wichtige Kontakte, Daten und Ressourcen an ihm vorbeifließen.

Wir können heute beinahe überall arbeiten, weil wir uns von überall in den Kommunikationsstrom einklinken können. Wir haben uns abgenabelt von den störenden Netzwerkkabeln und sind drahtlos eingebunden und verbunden. Das Internet hat laufen gelernt, ist mobil geworden und das ist zweifellos die große Revolution unserer Tage. Ohne sie wäre der ganze Social Media Hype nicht denkbar. Denn was wären TWITTER oder FACEBOOK ohne das mobile Internet?

Die neue Mobilität mit ihren Möglichkeiten betrifft uns alle. Sie verlangt neue Kommunikationsstrukturen aber auch neue Organisationsformen in Unternehmen – zweifellos. Mitarbeiter, die zuhause, im Kaffehaus, unterwegs, am Wochenende und dazwischen auch mal im Büro arbeiten, sind heute in vielen Bereichen nicht mehr die Ausnahme sondern die Regel. Das verlangt ein gehöriges Maß an Beweglichkeit – vom Unternehmen genauso wie vom Einzelnen – und Eigenverantwortung. Auch wenn es darum geht, sein eigenes Tempo zu finden und vielleicht auch einmal stehen zu bleiben, für einen Moment „nicht auf dem Laufenden zu sein“, die Verbindung abzubrechen.

„Bewegung“ heißt unser Modus des Online-Seins. Wir hetzen von einem Link zum anderen und vergessen, dass es neben dem Scan-Modus, in dem wir alles überfliegen, auch noch einen Lektüre-Modus gibt, in dem wir uns zurücklehnen und irgendwo hängen bleiben; dass Beweglichkeit im Kopf beginnt und wir nicht unbedingt und für jeden ersichtlich zappeln müssen, um produktiv zu sein.

Wenn „Always On“ keine Möglichkeit mehr ist, sondern eine Direktive, dann wird Geschäftigkeit schnell zur trügerischen Gestalt unserer Produktivität. Neben mir am Flughafen wartet ein Geschäftsmann auf seine Frau und füllt die Wartezeit mit TETRIS und TWITTER. Er füllt sie tragischer Weise bis zur letzten Sekunde. Weil er vergessen hat, was die Qualität des Wartens sein könnte.

Ob er sich je wieder erinnern wird? Das letzte Wort ist nicht gesprochen. Denn wir haben gelernt, dass unsere Aneignung von neuen Technologien im Normalfall drei Phasen durchläuft: In einer ersten lehnen wir sie ab, in einer zweiten gebrauchen wir sie, weil es cool ist oder schick (Watch this Video!), und in einer dritten nutzen wir sie, weil es Sinn macht.

Vor diesem Hintergrund wiederhole ich meine Frage: Was wären TWITTER oder FACEBOOK ohne das mobile Internet? Sie wären weniger, zweifellos, sie wären aber auch mehr. Und wir? Wir wären vielleicht mobiler, weil wir nicht jede Aktivität mit einem TWEET kommentieren müssten. Wir wären weniger „meta“ und wieder mehr „präsent“. Doch zunächst müssen wir durch den Unsinn hindurch. Es gibt keine Abkürzungen.

Auch diesen Beitrag können Sie wieder im Standard nachlesen!

Apple iPad: Great, phenomenal, tremendous, unbelievable, really nice…ahm…rather not :) February 2, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Competition, Fun, Trends, User-Experience.
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Zur Abwechslung ein Blog-Tipp: Der umstrittene Henry Blodget polarisiert in seinem Business Insider Blog immer wieder mit Kommentaren zu aktuellen Trends der High Tech- und Web-Welt.

Natürlich sind manche Beiträge nicht ganz ernst zu nehmen oder zumindest zu hinterfragen. Aber der Zugang ist jedenfalls interessant und eine erfrischende Abwechslung zu anderen Online-Medien (in Österreich), die gerne einmal ganze Pressemeldungen kopieren und deren Redakteure einzig durch gefährliches Halbwissen beeindrucken.

Auch im Business Insider gefunden – die folgende Zusammenfassung der anderen Art der iPad Präsentation. In drei Minuten werden die verwendeten Superlative und Füllworte ad absurdum kondensiert. Dass sich die Reaktionen von Analysten und Konsumenten eher im lauwarmen Bereich abgespielt haben, lasse ich einmal dahingestellt.

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