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Enterprise 2.0: Alter Wein in neuen Schläuchen? June 21, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Business_Intelligence, Trends, User-Experience, Wertschöpfung.
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Gedacht als Fortsetzung zu einem Blogpost von Ende Mai (Enterprise 2.0: Wo stehen wir?) versuchen wir an dieser Stelle einen Perspektivenwechsel und blicken hinter die Kulissen, mit der der neue 2.0-Hype die Bühne verstellt.

Denn um dem Potenzial des Enterprise 2.0 auf die Schliche zu kommen, ist es zunächst einmal notwendig festzuhalten, was daran wirklich neu und vor allem, was daran wirklich revolutionär ist. Darum bemühten sich auch die Keynotes zur Enterprise 2.0 Konferenz, die letzte Woche in Boston über die Bühne ging.

Denn seien wir uns ehrlich: Zusammenarbeit oder Collaboration – wie es Neudeutsch heißt – hat es im Unternehmen immer gegeben und sie wird nicht dadurch forciert, dass man einen Facebook-Unternehmensaccount anlegt bzw. eine Fanpage ins Netz stellt. Zusammenarbeit beginnt, indem man Mitarbeiter für ein Projekt begeistert, und nicht damit, dass man die neuesten Social Media Tools implementiert. Zugegeben: die neuen Werkzeuge sind vielleicht cooler, viraler, dynamischer und flexibler als die alten. Aber sie sind erst dann in der Lage, die Kernprozesse im Unternehmen zu verändern und zu beschleunigen, wenn es eine Kultur der Zusammenarbeit gibt, zu der sich alle bekennen.

Richtig: ein Kulturwechsel ist angesagt und kein belangloser Tool-Shift an der Oberfläche. Dazu gehört auch, dass wir aufhören, die vielzitierten „Millennials“ als die Einzigen zu betrachten, die den Umgang mit Social Media Tools beherrschen bzw. im Unternehmenskontext einfordern. Denn nur weil sie aufschlussreiche Exemplare dieser neuen 2.0-Gattung sind, sind sie noch lange keine Experten. Fakt ist, dass sich die jungen Arbeitskräfte von heute nicht mehr von den IT-Abteilungen vorschreiben lassen, mit welchen Geräten sie arbeiten dürfen – Stichwort: BYOT (bring your own technology) – Fakt ist aber auch, dass es heute viele Menschen gibt, die älter als 28 sind und diesen Social Media Atem in ihrer Arbeit leben.

Anstatt Generationen gegeneinander auszuspielen und in post-pupertären Facebook-Posen zu erstarren, wäre es nicht nur in diesem Fall sinnvoller, jene Verhaltensweisen und Einstellungen etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, die geeignet sind, den Business-Nutzen von Social Media voranzutreiben. Das rät Sandy Kemsley in einem aktuellen Blogpost zur Enterprise 2.0-Konferenz und spricht mir damit aus dem Mund:

It’s more about your attitudes towards contribution and autonomy: I like to give back to the community, I’m an independent thinker, and I work for myself. All of these drive me to contribute widely in social media: here on my business blog (occasionally cross-posted to Intelligent Enterprise and Enterprise Irregulars), my personal blog, on Twitter, on Flickr, on Facebook, on YouTube, on FourSquare… wherever I can either connect with people who I want to be connected with, or where it amuses me to broadcast my thoughts and creations.

Tools alleine machen jedenfalls keinen Sommer.

Und auch das Datum tut es nicht. Wien, am 21.6.2010. 13 Grad. Regen.

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