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Matt Ridley: When ideas have sex July 30, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Competition, Innovation, Networking, Wertschöpfung.
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Vorsicht beim Übersetzen! Matt Ridley fragt nicht, was Ideen sexy macht, sondern er fragt sich, was passieren muss, dass Ideen Sex miteinander haben. Das ist ein entscheidender Unterschied. Ob eine Idee sexy ist, darüber entscheidet heute ihre Viralität, die im Zeichen der Social Media nicht nur an den “Views”, sondern vor allem an den “ReTweets” und “Likes” gemessen wird. Das ist die Marketing-Seite der Ideen, wenn Sie so wollen, und die interessiert Matt Ridley nicht.

Ihn interessiert der innovative Aspekt, der Moment, in dem Neues entsteht. Und so beschreibt er – ausgehend von den Bedingungen der Möglichkeit, dass sich Ideen gegenseitig befruchten – die Geschichte der Innovation als eine Geschichte des Tausches. Das ist der zweite essentielle Unterschied bei der Übersetzung. Denn ein Tausch besteht aus “Geben” und “Nehmen”. Damit beginnt alles. Und mit dem bloßen “Weiterleiten” haben wir nichts geleistet, und auch nichts gewonnen!

Viel Spaß und Inspiration mit dem Vortag von Matt Ridley!

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Microsoft bringt neues Bindeglied für die Cloud July 23, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Innovation, Kosten, Microsoft, Security, Trends, Wertschöpfung.
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Als Bob Muglia letztes Jahr im Herbst bei einem hochkarätigen Event vor 100 Top-CIOs der Welt Frage und Antwort stand, war er von Microsoft COO Kevin Turner vorgewarnt worden, dass das kein Heimspiel wird: “Bobby, it could be a little bit rough. Steve did it, and I’ve done it, and we kindly had a hard time with these guys.” Und so war es dann auch: Als Schaf unter Wölfen konnte sich Bob gut behaupten und führte eine ungeschminkte, aber doch sehr inspirierende Konversation. Bis zu dem Punkt als einer der anwesenden CIOs aufstand und quer über den Tisch auf Bob mit dem Finger zeigte, um seine Attacke zu unterstreichen:

“Bob, you don’t get it! We never want another upgrade from Microsoft again.”

Bob blieb gewissermaßen die Spucke weg. Wie konnte er diese Wortmeldung anders interpretieren als einen Angriff auf Microsoft´s Kerngeschäft? Was er in diesem Moment übersah, war, dass dieser CIO einfach frustriert war aufgrund der vielen Updates, die man vor allem als Großkunde zu installieren und zu verteilen gezwungen ist, wenn man Microsoft Software einsetzt – Security Patches, Service Packs, Bug Fixes, etc.

Look”, setzte dieser CIO fort, um sich zu erklären: “We want the features, we love the function that you give us. But you put all the burden on us. You make us deploy all the infrastructure, you make us do all the work. We want this as a service. We want you to take that on.

Bob Muglia erinnert sich so genau daran, weil er in diesem Moment spürte, dass hier eine ganze Industrie neu gedacht werden wollte: “It was really at that moment I got it; I got what cloud computing was all about. What he was asking for was for me to deliver IT as a service.”

Das neue Azure-Bindeglied von Microsoft

Mit der neuen Azure Appliance, die letzte Woche vorgestellt wurde, reagiert Microsoft nun punktgenau auf diesen CIO-Vorstoß. Sie verbindet “die Skaleneffekte sowie die Kostenvorteile der Public Cloud mit den Vorteilen der Private Cloud wie Datenhoheit und Standortwahl”, wie Ulrich Roderer auf SearchDataCenter.de hervorhebt. Denn mit der neuen Azure Appliance können große Unternehmen, Service Provider, Microsoft-Partner und öffentliche Einrichtungen jetzt Azure als Private Cloud auch in ihren eigenen Rechenzentren hosten. “It’s like a cable set-top box for the corporate data center. Instead of having to install alerts and patches every month, corporate customers won’t have to worry because Microsoft will do it for them”. (Seattle Times)

Die Partner-Industrie zeigt sich jedenfalls begeistert, wie das Statement von Marc Silvester, Senior Vice President & GTO von IT Service Provider Fujitsu, unterstreicht: “It’s very apparent to us on a global basis that the public cloud is nice and achievable, but a private cloud is absolutely a necessary step for enterprise-class customers. “Customers like banking, retail, defense, government, local governments, [federal] government, they won’t go straight to public cloud. They may go over time, but they want to learn within their own supplier relationships.”

Und hier gibts die ganze Rede von Bob Muglia (von der auch die Eingangsanekdote stammt):

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Das soziale Intranet & The Long Tail of Information July 19, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Business_Intelligence, User-Experience, Wertschöpfung.
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Es gehört heute zum guten Ton, sich über die Informationsflut zu beklagen, von der wir uns jeden Tag aufs Neue bedroht fühlen. Auch, weil es an Kulturtechniken und Tools mangelt, um diese in den Griff zu bekommen. Dabei ist als relativ gesichert anzunehmen, dass diese Überflutung mit Information weniger eine Folge ihrer Überproduktion ist, sondern eher eine Folge ihrer exzessive Verteilung im Zeichen des Social Web: „Information ist das einzige Asset im Unternehmen, das mehr wird, wenn man es teilt“ – großartig! Doch wer ist bereit, sich mit den negativen Effekten einer FastFoward-Kultur herumzuschlagen?

Was im privaten Umfeld mitunter nervend ist, kann im Unternehmensumfeld erfolgskritisch sein. Denn es geht heute mehr denn je darum, Kulturen und Mechanismen zu definieren und zu leben, die es ermöglichen, Information nicht nur großflächig zu verteilen, sondern anzureichern, zu selektieren und so aufzubereiten, dass sie von unterschiedlichsten Stakeholdern angezapft und weiterverarbeitet werden kann. Der „Weiterleiten“-Button im E-Mail trägt jedenfalls eher zu einer Verschärfung denn zu einer Lösung des Problems bei – genauso wie der „ReTweet“-Button im Twitter oder der „Like“-Button im Facebook.

Auf der anderen Seite bringt es nichts, dieser explosiven Situation mit rückwärtsgewandten Utopien zu begegnen und stereotyp den Untergang der Qualität zugunsten der Quantität zu beklagen, während man seine Kreativität allein darauf verwendet, immer neue Bedrohungsmetaphern an die Wand zu malen, die unsere Misere beschreiben. Die inflationäre Rede von “Daten-Tsunamis” und “Daten-Gaus”, die uns drohen, zeigt nur, dass die traditionellen Methoden der Archivierung und Aufbereitung und Feilbietung des Wissens nicht mehr greifen. Die Rede ist von klassischen, eindimensionalen Intranets, die – einem Bottom-Down-Ansatz folgend – vorgefertigte Informationen für wiederkehrende Aufgaben zur Verfügung stellen.

Oscar Berg spricht in einem hochinteressanten Blogbeitrag von der Notwendigkeit einer neuen Art des „Sozialen Intranets“, das den wissensbasierten Arbeitsabläufen Rechnung trägt, die heute laut Studie der Work Foundation bereits von 70% der Mitarbeiter in Unternehmen gelebt werden.

The social intranet is not just about adding a layer of social collaboration tools; it is a platform that combines the powers of push with the powers of pull to supply anyone who participates and contributes within an extended enterprise with the information, knowledge and connections they need to make the right decisions and act to fulfill their objectives. It equips everyone with the tools that allows them to participate, contribute, attract, discover, find and connect with each other to exchange information and knowledge and/or collaborate. It connects information demand with information supply in knowledge-intensive businesses, something which can only be done by involving all employees in the information supply, removing bottle-necks created by the production model (such as approval workflows and that everything must fit in a central taxonomy) and enabling employee-to-employee information exchange.

Die Definition zeigt, dass wir es tunlichst unterlassen sollten, diese neu aufkommenden Arbeitskulturen auf einen oder wenige Aspekte zu reduzieren. Denn das „Facebook für das Unternehmen“ wird nicht erfolgreich sein, indem man Features kopiert, sondern dadurch, dass man neu erworbene Kulturtechniken ernst nimmt und mit Blick auf die Unternehmensbedürfnisse übersetzt und anwendet. Microsoft SharePoint ist zweifellos ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

Teamwork & Personal Cloud July 14, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Microsoft, New World of Work, Trends, User-Experience.
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“Die Cloud wird die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Geschäfte machen von Grund auf verändern” – wir haben uns an solche und ähnliche Sätze gewöhnt, wenngleich sie schwammig sind und mitunter vom Wesentlichen ablenken. Denn Unternehmen machen keine Geschäfte. Das ist der springende Punkt. Es sind die Mitarbeiter, die sie tätigen und vorantreiben.

Deshalb entscheidet sich die Produktivität eines Unternehmens auch am Arbeitsplatz seiner Mitarbeiter und nicht in den inflationären Workshops seiner Manager. Und deshalb ist auch die Keynote von Microsoft Corporate Vice President Brad Brooks bei der gerade stattfindenden Partnerkonferenz in Washington D.C. zum Thema “Personal Cloud” so besonders interessant.

Weil sie zeigt, wie die Cloud es schafft, unsere durch unzählige Devices, Anwendungen und Services (Bing Search Results, Windows Phone 7, Skydrives, Photo Galleries, Workspaces, Folders, Onenote Pages, etc.) fragmentierten persönlichen Identitäten ohne unser Zutun zu synchronisieren, zusammen zu bringen und den in unterschiedlichen sozialen Netzen verstreuten Content mit einem Windows 7 PC und Messenger als Integrationsdrehscheibe zu managen. Lassen Sie sich nicht davon irritieren, dass vieles in diesem Video eher in den Bereich der Unterhaltung als in den Bereich des Business zu gehören scheint. Das hat alles seine Ordnung, denn die “Consumerization of IT” ist nicht aufzuhalten. Und wen sollte es stören, wenn unsere IT-Landschaften in Zukunft mit dem Joystick gemanagt werden?

Die 19 abenteuerlichsten Straßen der Welt July 9, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Fun.
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Urlaub bedeutet Abschalten. Und Abschalten heißt offline sein. So einfach ist das – in der neuen Welt des Freizeitens. Pünktlich zum Ferienbeginn eine kleine Anregung für jene, die das Abenteuer suchen und dabei ihr Auto nicht verlassen möchten: Die 19 schwierigsten und gefährlichsten Straßen der Welt. Wobei die Gefahr natürlich auch mit dem Gewicht zu tun hat, mit dem man sich in die Kurven legt.

Die Caracoles (die Nr. 15 in dieser Liste), die sogenannten Schneckenkehren in den Anden, bin ich unzählige Male hinauf und hinuntergekrochen, mit dem Auto und mit dem Bus. Schweißtreibend war es allemal. Aber das größte Abenteuer wartete dort auf mich, wo ich versuchte, zu Fuß über die Grenze zu gehen. Ich kam mir vor wie ein Schnecke, die ihr Haus verloren hat. Es dauerte mehr als eine Stunde bis man mich durchließ – und das auch nur, weil ich jemanden fand, der mit seinem Auto für mich bürgte. It’s a strange world. Isn’t it?

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Wir freuen uns auf Ihre Urlaubsberichte! Mit und ohne Auto …

Business Intelligence: Ein Schlag ins Pokerface July 6, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Business_Intelligence, Fun, Trends, Wertschöpfung.
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“Die Welt ist alles, was der Fall ist.” Mit diesem Satz begann Ludwig Wittgenstein vor knapp 100 Jahren seinen berühmten Tractatus Logico Philosophicus. Er war die erste Sprosse einer Leiter, die er eiligst wegwarf, nachdem er sie erklommen hatte. Denn wer versucht, die Welt auf Tatsachen und Daten zu reduzieren, wird schnell merken, dass Wesentliches nicht gesagt werden kann. Wittgenstein war auch ein Schweiger, ein Pokerspieler im besten Sinn des Wortes. Denn er hatte damals – und das wusste vielleicht nicht mal er – für seine zweite philosophische Großtat ein beeindruckendes Blatt in der Hand.

Für einen Pokerspieler wie Phil Hellmuth steht alles, was der Fall ist, in den Gesichtszügen und Gesten seines Gegenübers. Er ist laut Time Magazine einer der erfolgreichsten Vertreter seiner Zunft. War es zumindest bis vor einem Jahr, als sein Ruhm plötzlich Risse bekam und er begann, immer häufiger zu verlieren. Wer Poker für ein Glücksspiel hält, wird sich sagen, dass das Glück eben ein Vogerl ist. Aber eine solche Erklärung lässt Mr. Hellmuth nicht gelten: “Was it his cards? No, Hellmuth says, pacing the floor of his suite at New York City’s Plaza Hotel. imageHe blames the new breed of math nerd, those guys using a mountain of sortable data from the millions of hands played online to dominate the game. “The reason I won 11 bracelets is my ability to read opponents,” he explains. “These new guys are focused on the math. And they are changing everything.”

im Bild: Phil Hellmuth, fotografiert von Gregg Segal für Time

Wohlgemerkt: hier wird nicht nur eine neue Spielkultur beschrieben, die das Internet-Gaming mit sich gebracht hat. Hier geht es um die Rolle, die unsere Intuition in Zukunft bei Entscheidungen spielen wird. Fakt ist, dass wir es uns heute im Unternehmenskontext einfach nicht mehr leisten können, Entscheidungen nur “aus dem Bauch heraus” zu treffen. Fakt ist aber auch, dass wir niemals genug Daten anhäufen können, um ohne Intuition auszukommen. Vor diesem Hintergrund wäre der leicht trotzig wirkende Phil bestens beraten, über die Sommerferien ein bisschen Mathematik zu pauken.

Und all jenen, die glauben, dass ihre Intuition sie niemals im Stich lässt, sei dieser Web-Lauyout-Vergleich nahegelegt, auf den mich Gerry McGovern brachte. Obwohl sich beide Varianten auf den ersten Blick nur marginal unterscheiden, kommt es bei einer der beiden Versionen zu einer Verdopplung!! der Click-Through-Rate (CRT).

Schauen Sie. Voten Sie. Und staunen sie ….

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Interview: Die Cloud ist in Österreich angekommen July 1, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Events, Interviews, Kosten, Microsoft, Security, Trends, Wertschöpfung.
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Die Cloud ist ein Hype, das steht fest. Aber ist sie auch solide – fragen sich viele. Wir sprachen mit Bernhard Obernosterer, Head of Production und Mitglied der Geschäftsleitung bei der mii GmbH, über seine Erfahrungen in der Cloud-Praxis.

BusinessReadyBlog: Herr Obernosterer, gestern veranstaltete die mii, einer der ersten Microsoft Accelerated Online Services Partner in Österreich, gemeinsam mit Microsoft und Deloitte Consulting eine Cloud Conference für Unternehmenskunden. Ist sie schon so weit, die Cloud? Und für welche Business-Szenarien ist sie besonders interessant?

Bernhard Obernoster, mii gmbh

BObernosterer: Man kann sagen, dass mit den brandneuen und seit Juni verfügbaren Office- und SharePoint-Services (von Microsoft kurz BPOS genannt (Business Productivity Online Suite)) die Cloud auch in Österreich angekommen ist – und zwar für Unternehmen jeder Größenordnung. Die Szenarien sind vielfältig. Die Cloud kann eine Alternative sein für Kunden, die mit den immer rascheren Produkt-Lifecycles nicht mehr Schritt halten oder sich einfach die teure Wartung nicht mehr leisten wollen, genauso wie für Kunden, die im Zuge eines Mergers ganz schnell 100 neue Arbeitsplätze brauchen.

Entscheidend ist, dass die Cloud eben nicht als Infrastrukturthema daherkommt, sondern als Produktivitätsthema gehandelt wird. Es ist faszinierend, wie schnell Sie ihren Anforderungen gerecht werden können. So kann z.B. ein Geübter/Geschulter innerhalb von 15 Minuten die Plattform für eine Webkonferenz einrichten und den Teilnehmern zur Verfügung stellen und das zu einem sehr fairen Preis. Ähnlich ist es bei den Collaboration-Anforderungen wie z.B. Projektportale, Meeting-Workspaces oder einfach nur eine gemeinsame Dokumentenablage für die tägliche Zusammenarbeit. Was uns als mii gmbh sehr freut ist die Tatsache, dass der Mensch und seine Wünsche/Anforderungen/Probleme bzw. die Prozesse des Unternehmens wieder in den Vordergrund rücken. Mühsame Server/Software/Hardwarediskussionen werden zukünftig definitiv der Vergangenheit angehören.

BusinessReadyBlog: Ich glaube, es gibt viele Menschen da draußen, die keine Ahnung haben von den Größenordnungen, um die es hier geht. Mit welchen Kosten ist für eine Business-Productivity-Online-Suite (BPOS) – bestehend aus Exchange Online, SharePoint-Online, Office Communications Online und Office Live Meeting – pro Arbeitsplatz pro Monat zu rechnen?

BObernosterer: Das Wesentliche hierbei ist, dass sie keine klassischen Lizenzen per User oder Server mehr zahlen, sondern für die Nutzung des Dienstes zur Kassa gebeten werden. So verrechnet Microsoft die Kosten pro Monat pro User. Und ganz wesentlich ist es zu verstehen, dass in diesen Kosten auch die Wartungskosten bereits inkludiert sind bzw. die umgelegten Kosten für die von Microsoft notwendige Hardware.

Weiters sind mit diesem Modell ganz neue Angebote möglich. So gibt es die Möglichkeit eine LightVersion der Dienste zu beziehen. Lassen Sie mich ein Beispiel geben:

imageNicht jeder im Unternehmen braucht ein vollwertiges Outlook. In vielen Fällen reicht Outlook Web Access vollkommen aus und dafür zahlen Sie auch weniger. Ebenso bei Sharepoint. Wenn ich „Inhalte nur lese“, dann kann ich hier ebenso eine Light-Variante zu einem günstigeren Preis beziehen. Werden alle 4 BPOS-Dienste gleichzeitig bezogen, gibt es sogar noch den Vorteil von günstigeren Paketpreisen.

Die genauen Preise belaufen sich wie folgt und sind für alle Partner gleich, was es auch leichter für den Kunden macht. Dabei ist eines klar: auch von Microsoft Partnern verlangt der Einsatz von Cloud Services ein massives Umdenken.

BusinessReadyBlog: Nehmen wir ein klassisches Kundengespräch: Mit welchen Einwänden werden Sie am häufigsten konfrontiert?

BObernosterer: In Europa wird sicher auch kulturbedingt der Sicherheitsaspekt sehr stark hervorgehoben, manche meinen: überbewertet. Und ich gebe ihnen recht. Denn in der Praxis hat jeder Cloud-Anbieter bestimmte ISO-Auflagen zu erfüllen. Und das sind zum Teil so strenge Zertifikate, die viele Unternehmen aus eigener Kraft gar nicht erreichen würden. Natürlich wird es Unternehmen geben, die ganz besonderen Sicherheitsanforderungen unterliegen (Stichwort: Compliance), aber das ist die Minderheit bzw. wird man dort im Detail zu prüfen haben, welche Dienste in die Cloud verlagert (z.B. Webkonferenzen in der Wolke) und welche lokal betrieben werden.

Wir als mii gmbh arbeiten hier sehr eng mit einem sehr bekannten Unternehmen zusammen, das den Schwerpunkt in der Unternehmensberatung/Wirtschaftsprüfung hat, wo wir genau diese Aspekte gemeinsam beleuchten.

Spannend finde ich auch die Frage, vor wem ich mehr Angst haben muss. Vor dem eigenen Administrator im Unternehmen, der auf Grund seiner Rechte überall einsehen kann/darf oder von einem professionellen Cloud-Betreiber, dessen primäre Aufgabe es ist, die Umgebung zur Verfügung zu stellen und keinen inhaltlichen Bezug zum gehosteten Unternehmen hat. Ich, ganz ehrlich, hätte vor der internen IT mehr Angst – aber darüber lässt sich sicherlich stundenlang diskutieren.

BusinessReadyBlog: Tatsache ist, dass durch die neuesten Entwicklungen in der Cloud kein Stein auf dem anderen bleibt. Das betrifft – wie von Ihnen bereits angedeutet – auch die Art und Weise, wie man als Microsoft Partner sein Geld verdient. Da gibt es wie überall auch Bremser. Es gibt aber auch Partner wie die mii, die sehr offensiv in das Thema hineingehen. Warum?

BObernosterer: Ganz einfach: Weil damit der Kunde beim Erwerb der Software- und Infrastrukturpakete keine Einstiegshürden mehr überwinden muss und sich gemeinsam mit dem Partner auf seine Business-Prozesse und -Anforderungen konzentrieren kann. Das bringt für beide Seiten eine ganze Menge. Der Kunde wird damit zu einem Partner und der Partner fühlt sich nicht mehr als bloßer Box-Mover, sondern in seinen Kernkompetenzen gefordert. Eine klassische Win-Win Situation, wie ich meine.

Die mii geht diesen Weg schon seit mehreren Jahren. Während in der Vergangenheit viele unserer Projekte daran scheiterten, dass der Kunde zwar etwas ändern, jedoch nicht über Infrastruktur-Investitionen nachdenken wollte, können wir heute mit unserem Service-orientierten Zugang direkt dort ansetzen, wo es um das Business geht und über den Mehrwert, der mit den Lösungen erzielt werden soll. Und was gibt es Schöneres, als gemeinsam mit dem Kunden dort zu beginnen, wo der Schuh drückt?

Danke für das Gespräch.

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