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Business Intelligence: Ein Schlag ins Pokerface July 6, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Business_Intelligence, Fun, Trends, Wertschöpfung.
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“Die Welt ist alles, was der Fall ist.” Mit diesem Satz begann Ludwig Wittgenstein vor knapp 100 Jahren seinen berühmten Tractatus Logico Philosophicus. Er war die erste Sprosse einer Leiter, die er eiligst wegwarf, nachdem er sie erklommen hatte. Denn wer versucht, die Welt auf Tatsachen und Daten zu reduzieren, wird schnell merken, dass Wesentliches nicht gesagt werden kann. Wittgenstein war auch ein Schweiger, ein Pokerspieler im besten Sinn des Wortes. Denn er hatte damals – und das wusste vielleicht nicht mal er – für seine zweite philosophische Großtat ein beeindruckendes Blatt in der Hand.

Für einen Pokerspieler wie Phil Hellmuth steht alles, was der Fall ist, in den Gesichtszügen und Gesten seines Gegenübers. Er ist laut Time Magazine einer der erfolgreichsten Vertreter seiner Zunft. War es zumindest bis vor einem Jahr, als sein Ruhm plötzlich Risse bekam und er begann, immer häufiger zu verlieren. Wer Poker für ein Glücksspiel hält, wird sich sagen, dass das Glück eben ein Vogerl ist. Aber eine solche Erklärung lässt Mr. Hellmuth nicht gelten: “Was it his cards? No, Hellmuth says, pacing the floor of his suite at New York City’s Plaza Hotel. imageHe blames the new breed of math nerd, those guys using a mountain of sortable data from the millions of hands played online to dominate the game. “The reason I won 11 bracelets is my ability to read opponents,” he explains. “These new guys are focused on the math. And they are changing everything.”

im Bild: Phil Hellmuth, fotografiert von Gregg Segal für Time

Wohlgemerkt: hier wird nicht nur eine neue Spielkultur beschrieben, die das Internet-Gaming mit sich gebracht hat. Hier geht es um die Rolle, die unsere Intuition in Zukunft bei Entscheidungen spielen wird. Fakt ist, dass wir es uns heute im Unternehmenskontext einfach nicht mehr leisten können, Entscheidungen nur “aus dem Bauch heraus” zu treffen. Fakt ist aber auch, dass wir niemals genug Daten anhäufen können, um ohne Intuition auszukommen. Vor diesem Hintergrund wäre der leicht trotzig wirkende Phil bestens beraten, über die Sommerferien ein bisschen Mathematik zu pauken.

Und all jenen, die glauben, dass ihre Intuition sie niemals im Stich lässt, sei dieser Web-Lauyout-Vergleich nahegelegt, auf den mich Gerry McGovern brachte. Obwohl sich beide Varianten auf den ersten Blick nur marginal unterscheiden, kommt es bei einer der beiden Versionen zu einer Verdopplung!! der Click-Through-Rate (CRT).

Schauen Sie. Voten Sie. Und staunen sie ….

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Comments»

1. Tweets that mention Business Intelligence: Ein Schlag ins Pokerface « Business Ready Blog -- Topsy.com - July 6, 2010

[…] This post was mentioned on Twitter by derStandard.at/Web. derStandard.at/Web said: RT @readyblog: ReadyBlog: Business Intelligence: Ein Schlag ins Pokerface – http://wp.me/pQJAX-ec […]


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