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Die Cloud-Gretchen-Frage: IaaS oder PaaS? February 25, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Microsoft, Trends, Wertschöpfung.
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Wer in den Genuss der positiven Cloud-Effekte in Bezug auf Bereitstellung, Mobilität, Skalierbarkeit, Agilität und Kostenersparnis kommen will, sollte sich über seine eigenen Cloud-Bedürfnisse im klaren sein. Denn es macht sehr wohl einen Unterschied, ob ein Unternehmen/Anwender

  • Office-, CRM-, ERP- oder Collaboration -Anwendungen aus der Cloud beziehen will,
    (Stichwort: SaaS – Software as a Service)
  • einen Anwendungsserver oder eine Laufzeitumgebung für die Entwicklungsabteilung braucht
    (Stichwort: PaaS – Platform as a Service) oder plant,
  • CPUs, Storage oder Datenbanken in die Cloud zu legen.
    (Stichwort: IaaS – Infrastructure as a Service).

Alles klar? Mitnichten! Während Software als Service (SaaS) noch relativ leicht zu verstehen ist, bereitet die Unterscheidung zwischen IaaS und PaaS immer wieder Probleme. Die Grafik zeigt: Alles eine Frage der Abstraktion – also, wo man ansetzt.

Während Software as a Service (SaaS) den höchsten Abstraktionslevel bietet, indem fertige Anwendungen aus der Steckdose kommend unmittelbar genutzt werden können, erfüllt Plattform als Dienst (PaaS) die Anforderungen derjenigen, die benutzerdefinierte Anwendungen als Dienste erstellen, ausführen und beliebig skalieren möchten. Im Vergleich dazu liefert Infrastructure as a Service (IaaS) nur das Minimalpaket, indem Rechen-, Speicher- und Netzwerkinfrastruktur (Firewalls, Load-Balancer etc.) meist in Form von virtuelle Maschinen zur Verfügung gestellt werden, für deren Inhalte (Software) man jedoch selbst verantwortlich ist. Infrastruktur als Dienst (IaaS) ähnelt also dem traditionellen Hosting, bei dem Unternehmen die Hostumgebung als logische Erweiterung des firmeninternen Datencenters nutzen, ihre Server dort jedoch genauso warten müssen, als handelte es sich um firmeninterne Server.

Das ist auch der entscheidende Punkt und erklärt, warum Microsoft sich vor allem auf SaaS- und PaaS-Angebote konzentriert.

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IaaS versus PaaS – ein Beispiel, das beinahe alles erklärt 
Animoto, ein Start-Up-Unternehmen im Bereich viraler Video-Dienste, kann mit Hilfe von IaaS innerhalb von nur 3 Tagen 3500 Server hinzuziehen, um 750.000!!! neue User zu bedienen. Auf den ersten Blick ein voller Erfolg. Der zweite Blick zeigt jedoch, dass ca. 50% der bezahlten Server gar nicht richtig genutzt wurden. Es bedarf einer weiteren Investition in das Ressourcen-Management, um die Betriebskosten um 20% zu senken. Mit PaaS – wie es Microsoft mit Windows Azure forciert anbietet – hätte man die gleichen Resultate Out-of-the-Box beziehen können, weil das PaaS-Cloud-Angebot eine Ebene weiter abstrahiert und damit das intelligente Ressourcen-Management inkludiert ist.

Die hochinteressante Broschüre, aus der auch diese Grafik stammt, heißt: The-Economics-of-the-Cloud und liegt als PDF-Dokument hier zum Download bereit.

Lesen Sie dazu auch die neueste Ausgabe unseres BIZ-of-IT-Magazins. Sie steht diesmal ganz im Zeichen der Cloud.

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Das Projekt Emporia oder: Wie “Social Media Nachrichten” entstehen February 21, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Innovation, New World of Work, Trends, User-Experience, Wertschöpfung.
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Eine aktuelle Studie der Universität Leipzig bestätigt einen unübersehbaren Trend: Von 6.000 Jugendlichen im Alter von 12-19 Jahren nutzen 70 Prozent zwei oder mehr Social-Plattformen. Und das nicht nur, um zu kommunizieren. Sie “lesen” Social Media, wie andere Leute die Zeitung. Das heißt, sie nutzen die “Nachrichten” aus den Social Media, um sich ihre Welt zu bauen. Mit diesen neuen “Weltbilder” und wie man “klassische News” und “persönliche Nachrichten” zusammendenken kann, damit beschäftigen sich die die Microsoft FUSE Labs (Future Social Experience) und im Speziellen das Projekt Emporia. Emporia ist eine lernfähige Software, die Ihre News nach Interessen und Relevanz zusammenstellt.

Ralf Herbrich, Chef des Microsoft FUSE Labs (Future Social Experience) in Cambridge, im LiveBlog über den Umgang mit “Social-Informations”:

Social Media machen es möglich, dass kleinere, weniger zentrierte Kommunikationsnetzwerke entstehen. Jeder Nutzer kann zum Autor von Information werden. Außerdem entsteht eine Echtzeitkommunikation zwischen Autor und Leser. Darüber hinaus sind die Nachrichten durch das gemeinsame Interesse der Benutzer an diesem Thema miteinander verwoben.”

Wie diese geheimnisvolle Verbindung und damit der neue News-Reader für Windows Phone 7 funktioniert, erklärt Ralf Herbrich im folgenden Interview:

Neue Gruppe “Microsoft Business Intelligence Austria” auf Xing February 15, 2011

Posted by Georg Droschl in Business, Business_Intelligence, Innovation, Microsoft, Trends, User-Experience, Wertschöpfung.
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Während sich der Business Ready Blog dem Blick über den Tellerrand widmet, haben Interessierte an “Microsoft Business Intelligence” mit einer neuen Gruppe auf Xing ein Forum bekommen.

Business Intelligence ist fester Bestandteil in den meisten Unternehmen, und wird gerne von Geschäftsführung, in den Fachabteilungen und bereichsübergreifend genutzt, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dafür bieten Microsoft und seine Partnerunternehmen eine breite Produktpalette, die in Österreich erfolgreich eingesetzt wird.

In der Gruppe “Microsoft Business Intelligence Austria” sollen gleichermaßen Produktinformationen sowie Erfahrungen aus dem praktischen Einsatz ihren Platz finden. Wir laden Sie als Anwender, Interessierte, Experten, Berater und Hersteller mit Verbindung zu Microsoft Business Intelligence in Österreich herzlich ein, sich an der Diskussion zu beteiligen und für die Gruppe relevante Informationen, Neuigkeiten und Diskussionsbeiträge einzubringen!

http://www.xing.com/net/msatbusinessintelligence

BI: Gartner Magic Quadrant 2011 February 14, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Business_Intelligence, Microsoft, Trends, User-Experience.
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Die neue Gartner Rangliste für Business Intelligence führt Microsoft an erster Stelle im Leader-Segment, was die “ability to execute” angeht. Und sie bestätigt ganz nebenbei, dass die großen IT-Trends sich auch in den Teilbereichen widerspiegeln. Die “Consumerization of IT” ist keine Eintagsfliege. Sie ist die logische Antwort der Business-Anwender auf die neuen Herausforderungen in immer dynamischeren Märkten. Sie wollen das Heft in die Hand nehmen und mehr Kontrolle bei der Auswahl der Werkzeuge, die sie einsetzen. Und: Sie reihen dabei Einfachheit und Intuitivität der Bedienung (“ease-of-use”) an erster Stelle; ein Indiz übrigens auch für die fortschreitende Standardisierung bei den Analyse-und Mining-Funktionalitäten.

“BI tools must be simple, mobile and “fun” in order to expand use and value … BI tools must be intuitive to use without the need for IT assistance. Ease of use was the No. 1 driver of purchasing in 2010 and will only accelerate as a key requirement in the future.”

Eine entscheidende Aufgabe des CIO wird laut Gartner dabei sein, die IT-Abteilung für den Anwender in Richtung Self-Service so zu öffnen, dass keine neuen BI-Silos entstehen. Ein Plattform-orientierter Zugang könnte dabei behilflich sein – auch wenn es darum geht, klassische BI-Tools mit Collaboration- und Social-Media-Tools zu verbinden. Ein Umstand, der das Blatt von Microsoft noch einmal verbessert.

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> Zum Magic Quadrant for Business Intelligence Platforms

Die IT neu erfinden. CIO-Agenda 2011 February 8, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, New World of Work, Studien, Trends, Wertschöpfung.
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So titelte Mark P. McDonald seinen Kommentar zur CIO-Agenda 2011. Und er erscheint mir so wichtig, dass ich einige Teile davon kurzerhand übersetzt habe und Ihnen hier in Deutsch zur Verfügung stelle:

“Es ist der Zeit, die IT neu zu erfinden, denn wir erleben sowohl Technologie- als auch Business-seitig einen so tiefgreifenden Wandel, der CIOs dazu zwingt, nicht weiter nach neuen Antworten auf alte Fragen zu suchen, sondern neue Fragen zu stellen und zu beantworten. Zu diesem Schluss kamen Dave Aron und ich in Folge einer weltweiten Umfrage unter 2014 CIOs (mit einem IT-Gesamtetat von 160 Milliarden Dollar) in 50 Ländern und 38 Industriezweigen, die wir von September bis Dezember 2010 durchführten.

Es ist Zeit, die IT neu zu erfinden, weil CIOs heute ihre Anwendungen und Infrastrukturen über Internet-basierte Services beziehen können und sich nicht mehr länger durch geringe Budgets, hohe Infrastrukturausgaben und belastende Legacy-Anwendungen, die CIOs und IT über Jahre hinweg in ihrer Entfaltung hemmten, knebeln lassen.

So gaben die IT-Verantwortlichen an, die neuen Cloud-Technologien sehr viel schneller adaptieren zu wollen als sie es ursprünglich planten: Aktuell betreiben drei Prozent der CIOs ihre IT mehrheitlich in der Cloud oder als Service (SaaS). Die Umfrage zeigt jedoch, dass in den nächsten vier Jahren ein rasantes Wachstum dieses Anteils auf 43 Prozent zu erwarten ist. Das bedeutet, dass beinahe jeder zweite CIO plant, den Großteil der für das Geschäft erforderlichen Anwendungen und Infrastruktur über die Cloud zu beziehen.

Warum? Weil die leichtgewichtigen Technologien und IT-Modelle, die im Rahmen der Cloud angeboten werden, es den CIOs erlauben, sich mehr auf Wachstums- und Strategieeffekte zu konzentrieren, die von der Unternehmensspitze eingefordert werden. Dabei gehen sie davon aus, dass sie die erforderlichen Budgets für Infrastrukturanpassungen und neue IT-Projekte vor allem durch Umverteilungsmaßnahmen werden lukrieren müssen.

Informationstechnologie wird zur Business-Technologie

Die Neukonzeption der IT beginnt für den CIO damit, dass er die IT-Abteilung neu zusammenstellt und ihren Beitrag zum Unternehmen neu definiert. Die Idee der Re-Imagination kommt aus der Unterhaltungsindustrie, wo kreative Köpfe immer wieder bekannte Geschichten hernehmen und die entscheidende Frage stellen: „Was wäre, wenn?“ Indem man Situationen, Charaktere und Abläufe verändert, kann man alte Geschichten mit neuem Leben füllen, neue Möglichkeiten des Geschichtenerzählens schaffen und das Publikum neu fesseln.

Vor dem Hintergrund der neuen Cloud-Angebote haben CIOs die große Chance, die IT neu zu erfinden, indem sie auf bestehende Ressourcen blicken und sich die Frage stellen: was wäre möglich, wenn man sie anders beziehen und einsetzen würde.

Wer sich als CIO diese Frage ernsthaft stellt, wird neue Türen aufstoßen und neue Möglichkeiten entdecken, aus der IT einen Business- und Innovations-Motor zu machen und ihre Wertigkeit langfristig zu erhöhen.”

Die Wahl liegt bei Ihnen.

Mehr dazu auch auf der Gartner Website und in diesem Gartner Press Release.

Wie können Banken und Versicherungen in Social Media investieren? February 2, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Events, Interviews, Networking, New World of Work, Trends.
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Zu diesem Thema lud der Finanzmarketing-Verband Österreichs am 20. Jänner in die Bawag Zentrale am Georg Coch-Platz, wo Social Media-, Marketing-, Banking- und IT-Experten in einer Podiumsdiskussion aufeinander trafen. Wohlgemerkt: Zur Debatte stand das WIE und nicht das imageOB, denn über den Handlungsbedarf ist man sich in der Branche längst einig. Zu groß ist die Gefahr, in Zeiten sinkenden Vertrauens die Kunden bei der Meinungsbildung von Finanzprodukten und deren Anbietern sich selbst zu überlassen.

Mit dabei war auch Martin Spona, Business Development Manager Financial Services, Microsoft Österreich, mit dem wir uns erst im September ausführlich darüber unterhielten, wie man den Wandel im Bankensektor gestalten kann. Das komplette Interview mit Martin Spona finden Sie hier – auf unserer neuen Plattform für Entscheider: The Business of IT.

Einen näheren Bericht zur Veranstaltung finden Sie im Versicherungsjournal.

Die Diskutanten am Podium waren:

  • Konstantin Kasapis, Moderation / Abteilungsleiter Internet Marketing BAWAG P.S.K.
  • Klement Cabana, moodbrightener consulting / marketing  & communications
  • Dominic Multerer, Marketingberater und -referent / MULTERER Consulting
  • Mag. Alexander Neumayer, Bankstratege, Banking-Blogger und Gründer einer Social Media-Plattform für lokale Neuigkeiten
  • Dipl.-Ing. Martin Spona, Business Development Manager Financial Services / MICROSOFT Österreich GmbH
  • Michael Witsch, Vertriebsleiter / Skandia Österreich
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