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Cloud Computing: Von eckigen Kreisen und Wolken, die keine sind April 1, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Fun, Trends.
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Neulich fiel ich aus allen Wolken – als mir klar wurde, dass die “Private Cloud” nicht ein Rechenzentrum ist, das in die Wolke gehoben und dort dediziert betrieben wird, sondern umgekehrt dafür die Cloud ins Rechenzentrum geholt und dort On-Premise betrieben wird. Dass man also im Rechenzentrum die Wolke sozusagen nachbaut und damit das Prinzip der Bereitstellung von IT-Infrastruktur als Service (IaaS) in den eigenen Unternehmenswänden umsetzt. Warum? Um Mitarbeiter mündiger, Kosten bewusster, IT-Verteilung einfacher und Unternehmen, die ihr Rechenzentrum bereits gut entwickelt haben, im Umgang mit der Cloud noch wendiger zu machen. Microsoft hat dafür eine Abkürzung, die sich nicht zu verstecken braucht: SCVMMSSP 2.0. (Wer den Namen aussprechen/ausschreiben kann und uns seine Anschrift verrät, dem schenken wir das Büchlein: “Cloud Computing for Dummies”)

Neulich passiert jetzt laufend. Denn als ich letzte Woche hier am BusinessReadyBlog großspurig die These formulierte, dass es den Rechenzentren wie den Wasserrädern gehen wird, die Ende des 19. Jahrhunderts in sich zusammenfielen und langsam aus der amerikanischen Industrielandschaft verschwanden, war ich von ihrer technopoetischen Halbwertszeit überzeugt. Heute weiß ich, dass ich damals so etwas wie einen Cloud-Deffekt hatte. Er stellt sich ein, wenn man zu lange in den Himmel schaut.

Mir geht es schon viel besser. Ich kann sehen, dass dieser wie beinahe jeder Vergleich hinkt. Obwohl er schön anzuschauen ist. Nach wie vor. Es macht nichts, dass es weiterhin Wasserräder geben wird. Mir macht es nichts. Die Zukunft der Cloud wird hybrid sein. Und die IT ist etwas anderes als der elektrische Strom. IT aus der Steckdose? Von wegen. Dafür ist sie wohl ein bisschen zu intelligent. IT als Service? Allemal. On-Premise in der Private Cloud. Oder aus der Wolke über die Public Cloud. Die Verwirrung bleibt dieselbe. Und das Prinzip bleibt es auch. Es heißt: Computing-On-Demand. Bedarfsgerechter Bezug von IT. Nutzungsabhängige Bezahlung von IT.

Dank der Cloud werden wir uns in Zukunft innerhalb pulsierender Infrastrukturen bewegen und die IT wird uns folgen wie ein Schatten. Kabellos. Schon wieder so eine Metapher. Gut, dass man nicht über sie stolpern kann.

Comments»

1. Thomas Schumacher - April 1, 2011

Michael Pauly hat in seinem Cloud-Blog bei T-Systems gerade einen interessanten Beitrag veröffentlicht (“Alles nur TCO – reicht das?”), der sich damit befasst, wie man die ganzen Cloud-Modell kostenseitig betrachten kann. Als Informatiker stellt er sich die Frage, ob “das Thema Cloud zuerst in einigen Marketingabteilungen entstanden ist?”. Insgesamt gibt es in dem Bereich wohl noch viel Klärungsbedarf… http://bit.ly/frdFyJ


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