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Interview: Zum ROI von Einhörnern oder: wie man den Social Media Erfolg messen kann April 14, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Interviews, New World of Work, Trends, Wertschöpfung.
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Über Social Media Visionen und Realitäten sprachen wir mit Mag. Martina Grom, Geschäftsführerin des IT-Dienstleistungsanbieters und Microsoft Gold Partners atwork, die ihr Know how seit über zehn Jahren erfolgreich bei der Beratung, der Umsetzung und Wartung von IT-Lösungen einsetzt und erst kürzlich – als eine von 8 ExpertInnen weltweit – zum “Most Valuable Professional (MVP) für Office 365” ernannt wurde.

ReadyBlog: Frau Grom, Sie hielten diese Woche einen Vortrag auf der FH-Wien über Social Media abseits von Marketingkampagnen und versahen diesen mit dem wunderschönen Untertitel “Every time you ask for the ROI of Twitter a unicorn dies“. Was tun? Stehen ROI und Kommunikation im Falle der Social Media tatsächlich auf unversöhnlichem Kriegsfuß oder geht es vielleicht darum, dass wir unseren ROI-Begriff anpassen bzw. erweitern?

image MartinaG: In Social Media geht es vor allem um Kommunikation und wie man miteinander umgeht – das ist schwer zu messen. Klassische Messmethoden für Reichweitenmessung sind da vielleicht nicht mehr der richtige Ansatz und wir müssen uns neue Maßgrößen erschaffen. Reichweite um jeden Preis kann nicht die Lösung sein, wir wollen ja in Kontakt treten und uns austauschen, Informationen teilen. Der Nutzen von Information kann nicht an der Anzahl der Follower gemessen werden – der Einfluss zählt. So wie wir den Umgang mit dem Internet lernen mussten – von der zweidimensionalen Konsumseite zum Kommunikationskanal des Web 2.0, so haben wir jetzt auch die Chance, die Messungen zu hinterfragen. Ein gelungener Mix aus allem wird ein guter Weg sein.

ReadyBlog: Für viele Unternehmen erschöpft sich ihr Social Media Engagement in der Erstellung einer Facebook-Fanpage. Dabei sind das eigentlich interessante ja sogenannte Facebook Apps, die eine Tiefenintegration auf Datenebene leisten. Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht bzw. worauf sollte man dabei achten?

MartinaG:
Für die diesjährigen Big>Days haben wir für den Microsoft Learning Partner ETC die Facebook App „Cloud Yourself“ implementiert. Die App war nicht auf Facebook beschränkt, sondern das „Erlebnis“ stand im Vordergrund: Besucher der Big>Days konnten sich in der Cloud-Yourself-Leinwand fotografieren lassen und ein Statement zur Cloud abgeben. Foto und Spruch wurden dann auf Facebook geladen, wo sie angesehen werden konnten. Auf jeder Station der Big>Days Roadshow wurde dann ein Preis verlost. Die Facebook App war also in ein Erlebnis integriert – Besucher konnten auch gleich ihre Fotos ansehen. Damit blieben wir nicht nur auf Facebook beschränkt. Für ETC war die App ein wunderbarer Multiplikator: sie konnten die Anzahl der Fans verdreifachen UND haben zusätzlich auch die für das Unternehmen relevante Zielgruppe erreicht.

ReadyBlog: Was sagen Sie Firmen, die ihren Mitarbeitern Social Media verbieten? Oder anders gefragt: gibt es ein Unternehmen 2.0 ohne Web 2.0?

MartinaG: Unternehmen unterschätzen leider sehr oft das Potential ihrer Mitarbeiter. Wenn der Zugang zu Social Media in Unternehmen unterbunden wird, muss dadurch nicht unbedingt die Produktivität gesteigert werden. Social Media ist ein weiterer Kommunikationskanal, den es zu nutzen gilt. Viele Kampagnen und Werbemaßnahmen können durch die Integration von Mitarbeitern in die Kommunikation aufgeladen werden. Das heißt: es muss nicht immer nur die Markenbekanntheit das Ziel sein – es kann auch um Korrekturen des Firmen-Image gehen oder um das Ansprechen neuer Mitarbeiter.

Danke für das Gespräch.

Comments»

1. App-Flash » Interview: Zum ROI von Einhörnern oder: wie man den Social Media … - April 14, 2011

[…] den Originalbeitrag weiterlesen: Interview: Zum ROI von Einhörnern oder: wie man den Social Media … Medien zum Thema   Medien by […]


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