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“My office is where I am” – ein Erfahrungsbericht April 21, 2011

Posted by twistedtwin156 in Business, Fun, Microsoft, New World of Work, Trends, Wertschöpfung.
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Das ist nur ein Test. Kein Grund zur Panik. Oder doch? Seit drei Wochen testen wir in unserem Team bei Microsoft Österreich, wie sie sich anfühlt, die neue Welt des Arbeitens. Sicher, wir profitieren clip_image001schon lange von den flexiblen Arbeitszeiten und der Möglichkeit, von überall produktiv zu sein, dank Laptop und Smartphone. Und wir wissen auch, dass der 9-to-5 Job “gefesselt” am Schreibtisch nicht die Zukunft darstellt.

Aber wie fühlt es sich wirklich an, dem Gewohnheitstrieb (mein Tisch, mein Platz, …) und dem Herdentrieb (mein Team sitzt um mich herum) entgegen zu wirken? Morgens aufzustehen und nicht “automatisch” ins Office zu fahren? Erst nach einem Blick in den Kalender zu entscheiden, wo und wie ich meine Termine und Aufgaben für den Tag am produktivsten erledige?

Bild: Unsere Schreibtische wurden “unzugänglich” gemacht

Das große Vorbild dazu liefert die niederländische Microsoft-Niederlassung in Amsterdam – das Video unten gibt einen interessanten Einblick in die Architektur, aber vor allem die Kultur, die nötig ist, um ein solches Konzept erfolgreich zu machen. Wie kann ich ein Unternehmen führen, in dem alle auf gemeinsame Ziele hinarbeiten, auch wenn ich die Mitarbeiter nicht ständig im Zugriff habe? Wenn ein Büro “nur mehr” Begegnungsstätte ist, aber nicht mehr der vorrangige Ort, an dem Arbeit erledigt wird? Wie geht das Management mit dem Kontrollverlust um, wenn es darauf vertrauen muss, dass die Mitarbeiter ihre Aufgaben erfüllen, ohne dass es ihnen dabei über die Schulter schauen kann?

Große Fragen – aber zurück zu unserem kleinen Test. Folgende Punkte haben sich für mich in den letzten Tagen herauskristallisiert:

  • Die Wahrnehmung der Anderen: Home Office = Freizeit: Erzählen Sie einmal Freunden, Sie machen öfters Home Office. Von “Fein, dann kannst ja ausschlafen” bis zu “Arbeitest du auch einmal was?” ist an Reaktionen alles dabei. In Österreich wird offensichtlich nur im Büro gearbeitet. Und das, obwohl überarbeitet sein schick ist – in den Nachtstunden von zu Hause auch noch schnell ein paar E-Mails schicken macht einen super-busy Eindruck. Aber bitte nur als Zusatzbelastung zum Zeit-Absitzen im Büro.
  • Aufwändigere Tagesplanung: Manchmal kann es ganz angenehm sein, sich keine Gedanken über die Planung seines Tages machen zu müssen. Aufstehen, ins Büro fahren, und dann einfach einmal schauen, was so anfällt. Dort zu arbeiten, wo ich am produktivsten bin, heißt eben auch: mir Gedanken machen, was ich heute eigentlich erreichen will.
  • Interaktion im Team: Trotz Video-Chat und Online Meetings darf der persönliche Kontakt nicht auf der Strecke bleiben. Wir sind im Team ohnehin viel bei Kundenterminen unterwegs, aber man hat sich doch öfters im Büro gesehen. Ein schneller Kaffee da, ein Mittagessen dort. Man glaubt nicht, was das ausmacht. Inzwischen freue ich mich schon fast auf die seltenen Tage im Büro mit internen oder Team-Meetings…naja, wie gesagt – fast Smile.
  • Selbstversorgung: Anfangs noch ein belächelter Einwand mancher Kollegen (“Und wo krieg ich was zu essen her?”), stellt sich die Infrastruktur im Büro doch als sehr komfortabel heraus. Der Obstkorb zum Beispiel, oder die Kantine gegenüber – ganz zu schweigen von der Kaffeemaschine. Kleine Dinge, die allzu leicht vergessen werden.

Zusammengefasst – ich genieße die neue Welt des Arbeitens. Schon in zwei Monaten wird das Microsoft-Büro in Wien umgebaut, damit auch die Räumlichkeiten diese Arbeitsweise unterstützen. Eine spannende Umstellung – ich freue mich darauf!

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