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The Good, the Bad and the Ugly – das neue Microsoft Metro UI polarisiert July 25, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Innovation, Microsoft, New World of Work, Trends, User-Experience.
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Auf der Microsoft Worldwide Partner Conference, die gerade in Los Angeles über die Bühne ging, sorgte eine „Slide“ für ziemliches Aufsehen, aber auch für Beunruhigung – wie der BlogPost von ZDNet Autor Adrian Kingsley-Hughes verrät. Es zeigt den neuen „Metro-Look“ (oder „Immersive UI“, wie Mary Jo Foley es nennt) und die Vision von Microsoft, die Benutzererfahrung über alle Devices hinweg zu vereinheitlichen.

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Pikant dabei ist, wie Adrian Kingsley-Hughes richtig betont, dass Microsoft dafür den Kurs um 180 Grad ändert und nicht mehr wie bislang gewohnt vom PC-Design ausgeht, sondern vom Kachel-UI des Windows Phone 7, das nun auf alle anderen Geräte übertragen werden soll. Ein Schwenk – wenn Sie so wollen – von einem deduktiven Ansatz (vom Allgemeinen auf das Besondere) auf einen induktiven – vom Besonderen auf das Allgemeine. Was Herrn Kingsley-Hughes dabei aufstößt, ist dieses „One-size-fits-it-all“ – eine Nivellierung, wie er meint, die nicht der Realität entspricht, in der unterschiedliche Devices für unterschiedliche Gebrauchsszenarien geschaffen werden. Und – so folgert Herr Kingsley-Hughes – unterschiedliche Gebrauchsszenarien verlangen nun einmal unterschiedliche User Interfaces.

Das wirkt auf den ersten Blick schlüssig. Auf den zweiten Blick mitnichten. Da erinnert Kingsley-Hughes an “Blondie” alias Clint Eastwood, der nur die eine Hälfte des Geheimnisses kennt, um den Goldschatz zu heben. Die andere Hälfte liegt in diesem Fall in einem Kommentar zum Post, der klar macht, dass dieser Zugang eben nicht bedeutet, dass wir in Zukunft mit Gorilla-Armen ausgestattet die Kacheln über einen 30-Zoll-Bildschirm bewegen müssen, um einen PC zu bedienen.

So a tablet has a different purpose than a phone and both of those have a different purpose than your desktop or laptop. That much IS a given. That is not at issue.
The issue is simplifying everything so you only need ONE skill set to operate ANY of those devices. This way, you learn how to use your PC or laptop, and later you can pick up a phone or tablet and pretty much immediately be able to use them without having to learn a new interface. Having a common interface and underlying code base only simplifies writing code.

Die Diskussion zeigt, worum es geht: nicht um Schönheitskorrekturen an der Oberfläche oder das Design im neuen Badezimmer (Kacheln! sic), sondern um die Zukunft der Interaktion.

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Die Menschmaschine. Zum 100. Geburtstag von Marshall McLuhan July 19, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Trends, User-Experience.
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Wir sind so elastisch. Anpassungsfähig. Unglaublich. Jeden Tag erlernen wir den Umgang mit neuen Werkzeugen. Jeden Tag eignen wir uns neue Kulturtechniken an und können uns darüber kindisch freuen. Kindisch, weil wir glauben, dass nichts etwas kostet. Kindisch, weil wir dabei Mantra-artig das Diktum von Marshall McLuhan vor uns herbeten, dass „das Medium die Botschaft ist“, ohne es je gedanklich durchdrungen zu haben.

Denn sonst würden wir verstanden haben, dass die Werkzeuge/Medien uns unter der Hand verändern, unabhängig vom Material, das wir damit bearbeiten, unabhängig vom Programm, das wir wählen, unabhängig von den Inhalten, die wir bevorzugen: „the content of a medium is just the juicy piece of meat carried by the burglar to distract the watchdog of the mind.“

Was uns McLuhan damit sagen will, ist nichts anderes, als dass die Werkzeuge/Medien, die wir benutzen, das Material/die Inhalte verändern, die wir damit transportieren. „Our equipment takes part in forming our thoughts“ – das erkannte schon Friedrich Nietzsche, als er 1879 zum ersten Mal eine Schreibmaschine über mehrere Wochen lang in seiner Enklave in Neapel benutzte.

„Wozu die Aufregung?“, fragen Sie? Ganz einfach. Es geht in der Geschichte, die McLuhan 1962 mit der “Gutenberg Galaxis” beginnt und die 2010 von Nicholas Carr in seinem Buch “The Shallows” weitererzählt wird, nicht nur um Veränderung. Es geht auch um Verlust. Und es sieht so aus, als ob dieser Verlust die gesamte Geschichte der Medien- und Technologieaneignung begleitet:

„A new medium is never an addition to an old one, it always develops some cognitive skills at the expense of others.“

Werkzeuge erweitern und steigern unsere physischen, sensorischen und kognitiven Möglichkeiten. Keine Frage. Keine Frage aber auch, dass der Teil von uns, den sie ersetzen, verbessern, erweitern, seine Funktion sukzessive einbüßt, sich taub anfühlt. Denken Sie an das Navigationsgerät im Auto, an das wir unseren Orientierungssinn überantworten.

Für einen Mann mit einem Hammer hat jedes Problem die Form eines Nagels

Beim Hammer haben wir kein Problem damit, dass er unsere Hand taub macht. Wie aber verhalten wir uns gegenüber Technologien, die viel intimer sind? Die die Art beeinflussen, wie wir Informationen suchen, lesen, interpretieren, mit Menschen interagieren, unsere Gedanken formen, Emotionen entwickeln, Erinnerungen aufbewahren?

Bei der Beantwortung dieser Fragen sollten wir besser nicht mit Tool-Unterstützung rechnen. Auch viel strapazierte Analogien werden uns nicht weiterhelfen. Unsere Erinnerung funktioniert nicht wie eine Speicherkarte. Sie konstituiert unser Menschsein und lässt sich auch nicht outsourcen. Unser Hirn ist kein Computer. Einen Text scrollen ist etwas anderes als einen Text lesen. Einem Such-Algorithmus folgen ist etwas anderes als suchen. Computer-kodierte Freundschaften funktionieren anders als Beziehungen.

Unsere kognitive Anpassungsfähigkeit ist enorm. Zweifellos. Aber damit haben wir noch nichts gewonnen. Weil es nicht darum geht, dass wir werden, sondern was aus uns wird. Schneller, als uns im Nachhinein lieb sein wird, wird es nur mehr „Digital Natives“ geben. Und hoffentlich den entscheidenden Unterschied, den wir erinnern. Because we are more than “the sex organs of the machine world.”

Im Flow bleiben mit der richtigen User Experience July 13, 2011

Posted by twistedtwin156 in Business, Innovation, Interviews, Kosten, New World of Work, User-Experience, Wertschöpfung.
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Bei den Schlagworten “social” und “cloud” stellen sich ja bereits erste Abnutzungserscheinungen ein – zu viele Social Media Consultants geben gute Tipps für ganz tolle Facebook-Kampagnen und zu viele Anbieter präsentieren wunderbare Cloud Computing-Visionen. Da tut es gut, sich ein Produkt anzusehen, das sich dieser Technologien bedient, dabei aber auch noch konkreten Nutzen stiftet – nämlich die ungeliebte Aufgabe der Zeiterfassung für Mitarbeiter angenehmer zu gestalten und damit auch noch dem Unternehmen zu erlauben, Kundenprojekte früher und besser abrechnen zu können. Wir haben mit Christian Ekhart gesprochen, dem Geschäftsführer von icomedias, dem Microsoft-Partner hinter flow.timer.

Flow is the mental state of operation in which a person in an activity is fully immersed in a feeling of energized focus, full involvement, and success in the process of the activity.

– Mihály Csíkszentmihályi

BusinessReadyBlog: Herr Ekhart, die Zeiterfassung in Projekten zählt nicht unbedingt zu den Lieblingsaufgaben von Mitarbeitern, sondern wird eher als notwendiges Übel wahrgenommen. Warum soll das bei flow.timer anders sein?

Christian EkhartChristian Ekhart: flow.timer ist Bedienbarkeit. Keine komplizierten Masken, sondern das Wesentliche an der richtigen Stelle. Wir kennen das ungeliebte Übel und haben selbst mit unbrauchbaren Systemen gelitten. Daher auch flow.timer und das Konzept des Social Time Tracking. Zeiterfassung im Team.

Produktivität ist kein Schlagwort, da hilft flow.timer erkennbar. Der größere Aspekt dabei: Aufgaben notieren – alles in Projekten und automatisch mit allen Zuordnungen – und dann sofort aus dem Kopf bekommen. In der Arbeit etwas erledigen und dann auch ohne langes Aufschieben sofort erfassen und damit auf einmal erledigen. Da bleibt nichts liegen, nichts wird vergessen und da ist nichts lästig. Das Feedback unserer Kunden bestätigt das: Die Nutzer erkennen das und schätzen flow.timer.

Besonders gut werden die flow.timer Social Tags angenommen. Da können Arbeiten gemeinsam beschrieben werden, mit Texteingabe und Schlagworten. Das sind die Tags zum Anklicken. Das spart viel Tippen und schafft so gleich bessere und einheitlichere Einträge. Und das vermeidet Diskussionen und Erinnerungslücken bei Abrechnungen. So kann man mit flow.timer auch mehr abrechnen, weil einfach besser erfasst wurde. Das Team macht öfter benutzte Begriffe zu Tags. Also Social Tagging in der Zeiterfassung von Projekten und Aufgaben. Das ist neu.

BusinessReadyBlog: flow.timer nutzt die Cloud-Plattform von Microsoft, Windows Azure. Was ist dabei der Vorteil für den Kunden, oder ist die Cloud einfach ein Hype, den man mitmachen muss?

Christian Ekhart: Cloud und Azure waren die logische Konsequenz aus dem Wunsch: flow.timer überall rein im Browser benutzen und keine Software installieren müssen. Und immer verfügbar, weil flow.timer ausfallsicher in verteilten Rechenzentren von Microsoft in der EU betrieben wird. Das heißt auch: Verschlüsselung und europäischer Datenschutz. Auch das ist für uns ein Alleinstellungsmerkmal von Microsoft und Azure. Mit der mobilen App für Windows Phone 7 haben wir einen weiteren Grund für die verteilte Nutzung von Azure.

BusinessReadyBlog: Bei flow.timer werden immer wieder die Themen User Experience (UX) und User Interface (UI) betont – was waren die Beweggründe, sich im Design dem Metro-Design von Windows Phone 7 zu verschreiben?

Christian Ekhart: User Experience sorgt für freundliche und zufriedene Nutzer. Das geht viel weiter als nur hübsche und bunte Grafik. Der Erfolg und die Akzeptanz einer Software hängen wesentlich davon ab. UX wurde von Beginn in der Konzeption als zentrales Element behandelt und hat bei flow.timer Funktion, Anordnungen und Bedienbarkeit bestimmt. Die Interaktion findet mit dem Bildschirm statt, nicht mit dem Quellcode. Wir sagen dazu „schön schmeckt besser“. Windows Phone 7 und Metro waren für uns die Reduktion auf das Wesentliche. Keine Rätsel und komplizierte Benutzerführung, sondern ein klares Design mit prägnanten und verständlichen Beschriftungen. Das haben wir so nur beim Metro-Konzept gesehen und auf das Web und flow.timer erweitert. Das kommende Windows 8 und das neue Office werden auch diesen Weg gehen. flow.timer kombiniert das mit Funktionen aus Social Networks. Also Social Tagging, Bilder von Nutzern oder eine Projekt-Ampel zur schnellen Orientierung. User Experience eben.

Danke für das Gespräch.

Mehr Info gibt es auf http://www.flowtimer.net oder im folgenden Video:

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Cartoon: The History of Search – und die Kunst des Teilens July 7, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Fun, New World of Work, Trends.
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Heute morgen über den aktuellen Cartoon von geek & poke gestolpert. Sie erzählen darin in ihrer unnachahmlichen Art die Geschichte der Suchmaschinen und ihrer Optimierung (SEO). Das ist treffend, doch nicht ganz. Denn der Gedanke “I want to kill her” ist nicht auf der Höhe der Social Media. Eher müsste es heißen “I want to embrace her till she is dead”. Zu-Tode-Umarmen – das funktioniert. Es geschieht jeden Tag im Social Web, wenn wir nicht aufpassen. Ähnliches gelingt übrigens auch mit wichtigen Dingen/Wahrheiten. Auch sie muss man nicht mehr (aus)-löschen wie in alten Zeiten. Es genügt oft schon, wenn man sie teilt: “I will share them till they’re dead”.

Wir leben in einer neuen Kultur des Teilens. Sie wird nur gelingen, wenn wir dabei die 3 Grundfragen des Teilens nicht aus den Augen verlieren: wann teilen wir, was teilen wir und mit wem teilen wir es. So einfach. So schwierig. So schön. Wer alles mit jedem und sofort teilt, wird am Ende leer sein. Pure Oberfläche. Und an allen Ecken und Enden erschlossen.

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VIDEO-Interview: CRM als Integrationsmotor July 4, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Business_Intelligence, Interviews, Referenz, Wertschöpfung.
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Obwohl Augustin Network und Quehenberger Logistics in der Transportbranche große Namen sind, ist die neu formierte Augustin Quehenberger Group ein junges Unternehmen, das 2010 durch die Fusion der beiden entstanden ist. Welche organisatorischen, technischen und kulturellen Hürden genommen werden müssen, um ein CRM-System als Integrationsmotor zu implementieren, darüber sprachen wir mit Hermann Költringer, GF Business Development, Quehenberger Eastern Europe GmbH und Mark S. Kaslatter, Managing Director beim Microsoft Partner ksection.

Auszüge aus dem hochinteressanten Interview gibt es hier als VIDEO:

Das komplette Gespräch finden Sie hier – im aktuellen BIZofIT-Magazin.

Und die Case Study dazu können Sie hier nachlesen.

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