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Brave New World of Work? September 30, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Innovation, Microsoft, New World of Work, Trends, User-Experience, Wertschöpfung.
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„O, wonder! How many goodly creatures are there here! How beauteous mankind is! O brave new world, that has such people in’t!“

So heißt es im Drama Der Sturm von William Shakespeare. Warum ich diesen Titel wähle hat einen simplen Grund: Denn nicht alles was auf den ersten Blick glänzt, erweist sich beim näheren Hinschauen als Juwel. Die Neue Welt des Arbeitens ist in aller Munde. Und wie bei jedem Hype gibt es eine Vielzahl an Bedeutungen, die mitschwingen und eine Vielzahl an Trittbrettfahrern, die versuchen, dieses vielschichtige Thema für ihre eindimensionalen Zwecke zu instrumentalisieren.

Kurz: Es besteht die massive Gefahr des Etikettenschwindels! Die Gefahr, dass Unternehmer die neue Welt des Arbeitens dazu missbrauchen, von ihren Mitarbeitern zu verlangen, dass sie immer verfügbar, jederzeit bereit, total flexibel, hochdynamisch, für alles verantwortlich sind – ohne selbst etwas dafür zu investieren.

P1030508-2Dabei ist die neue, kreative Arbeitskultur eine zarte Pflanze, die sorgsam behandelt und laufend gegossen werden will – mit Vertrauen, mit Freiraum, mit Zuversicht. Dazu braucht es nicht nur weitblickende Vorgesetzte und Arbeitsbedingungen, die nicht zum Burnout führen. Dazu braucht es auch mündige Mitarbeiter, die auch dann ihre Leistung bringen, wenn ihnen ihr Chef nicht über die Schulter schaut.

Hinter der neuen Welt des Arbeitens lauert die schrecklich schöne neue Welt des Arbeitens, wie Aldous Huxley sie beschrieben hat. Von Shakespeare zu ihm ist es nur ein kleiner Schritt. Ein Blickwechsel in Richtung zynischer Manipulation von Arbeit.

Microsoft wagt den Schritt mit dem neuen Office am Wienerberg, das in wenigen Tagen eröffnet wird. Achtsam. Weitblickend. Vielfältig. Weil die neue Welt des Arbeitens sich nie über einen Singular erschließen kann. Sie ist ein Studienfeld zur Diversität von Arbeitsstilen, Kulturen und Persönlichkeiten. Und sie wird es hoffentlich bleiben!

Unsere Coverstory zum Thema geht nächste diese Woche am 6. Oktober 2011 im Business-of-IT-Magazin LIVE. Wir freuen uns auf viele Leser und eine anregende Diskussion.

PS: Dieses Foto knipste ich vor einer Woche im Centro Cultural de Belem in Lissabon. Während eines Kurzurlaubs in Portugal. Trennungen werden durchlässig. Privates und Berufliches vermischen sich.

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