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IT-Verbote schrecken Nachwuchs ab November 1, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Innovation, New World of Work, Studien, Trends, User-Experience, Wertschöpfung.
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Der Weg vom Web 2.0 zum Enterprise 2.0 scheint unaufhaltsam. Technologien, die einmal da sind, wird man nicht einfach wieder los, indem man sie negiert. Auch, weil dahinter ein Generationenwechsel im Unternehmenskontext vollzogen wird, der die Sache zusätzlich aufheizt.

Fakt ist, dass der demografische Wandel nicht aufzuhalten ist und bereits heute ein großer Wettlauf um die besten Arbeitskräfte eingesetzt hat. Fakt ist aber auch – wie wir schon an früherer Stelle schrieben -, dass sich heute die jungen Arbeitskräfte von den IT-Verantwortlichen nicht mehr sagen lassen wollen, mit welchen Geräten sie arbeiten dürfen oder dass ein Device oder eine Anwendung (und damit eine Arbeitsweise!) “in diesem Unternehmen nicht unterstützt wird” – Stichwort: BYOT (bring your own technology).

Laut CIO News wird dieser Trend nun vom Cisco Connected World Report mit neuen Zahlen belegt: Ihm zufolge “erwarten sieben von zehn Studenten, dass ihre Arbeitsgeräte wie Büro-PCs und Smartphones auch privaten Zugang zu sozialen Netzwerken erlauben.” Konkret “würden 29 Prozent der Studenten nicht für ein Unternehmen arbeiten, das die Nutzung sozialer Medien während der Arbeitszeit mit Arbeitsgeräten verbietet. Ebenfalls etwa ein Drittel ist bei der späteren Jobsuche Flexibilität, Zugang zu sozialen Medien oder die Nutzung privater Geräte am Arbeitsplatz wichtiger als das Gehalt. Rund 64 Prozent der Studenten wollen gar ihren späteren Arbeitgeber im Bewerbungsgespräch zu den Richtlinien für soziale Medien und der Nutzung privater Geräte am Arbeitsplatz befragen.” 

Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, reicht es für Unternehmen nicht aus, einen Feigenblatt-Account bei Facebook oder Twitter zu eröffnen. Enterprise 2.0 bedeutet, dass man den kulturellen Paradigmenwechsel ernst nimmt, der mit der neuen Welt des Arbeitens einhergeht. Und Paradigmenwechsel heißt, dass man dabei nicht mit peripheren Anpassungen und Schönheitskorrekturen auskommt. Es ist ein Schritt vom Industriezeitalter hinein in die moderne Wissensökonomie, der verlangt, dass man sich vom Mythos der absoluten Kontrolle und der durchgehenden Formalisierbarkeit von Prozessen verabschiedet. Weil die Kreativität der Wissensarbeit auf Freiräumen, Vertrauen und Selbstverantwortung beruht. So einfach, so kompliziert.

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