jump to navigation

Hinein ins Schicksalsjahr 2012 December 28, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Fun.
1 comment so far

In der Hoffnung, dass nicht alles so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird, wünschen wir Ihnen allen, die diese Zeilen lesen, ein beschwingtes, ein innovatives und vor allem ein nachhaltiges Jahr 2012. Denn vielleicht geht es ja weiter. Mit uns.

image

Eine Weihnachtsgeschichte December 21, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Fun, Wertschöpfung.
1 comment so far

Seit ich vor wenigen Tagen diese Geschichte über die Pinguine hörte (ja, ja – Pinguine, so ein Zufall), möchte ich sie mit Ihnen teilen. Und weil man Weihnachtsgeschichten tunlichst nicht kommentieren sollte, schlage ich vor, Sie nehmen sich einfach das heraus, was Sie brauchen – um anders zu werden. Vom Immergleichen haben wir ja definitiv genug.

Die Consumerization geht weiter. Die IT-Trends 2012 bis 2015 December 16, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Innovation, New World of Work, Trends, Wertschöpfung.
add a comment

Wenn man sich die wie jedes Jahr um diese Zeit blühenden Prognosen der Analysten ansieht und vergleicht, dann wird schnell klar, dass die großen Trends weitergehen. Egal, ob sie es „BYOD“ (Bring Your Own Device) oder „BYOT“ (Bring Your Own Technology) oder „Consumerization of IT“ oder „Enterprise 2.0“ oder „New World of Work“ oder „Self Service IT“ nennen – die Trendwelle, dass Mitarbeiter nicht mehr bereit sind auf ihre privaten Devices und Anwendungen im Geschäftsalltag zu verzichten und die Kontrolle über ihre Arbeitsgestaltung und Tools zurückfordern, weil das Private und das Berufliche in der Praxis auch gar nicht mehr auseinanderzuklauben ist, flacht nicht ab, sondern bricht in Zukunft mit voller Wucht über die Mauern der klassisch hierarchischen Unternehmensführung herein. Und ihre Wucht wird dadurch verstärkt, dass die Workforce, die dafür verantwortlich zeichnet, auch extrem mobil ist, mobil sein muss, um den Anforderungen eines hochdynamischen Marktes gerecht zu werden.

clip_image002

Für viele CIOs ist das das „Horrorszenario schlechthin“ wie Luis Praxmarer die Experton-Prognose kommentiert. Was ihnen Angst macht, sind pikanterweise keine plündernden Mitarbeiterhorden, sondern umgekehrt Mitarbeiter, die jeden Tag mit einem neuen kleinen „Geschenk“ ans Unternehmen aufwarten – eine App hier, ein Device da. Da blocken längerfristig dagegen genau gar nicht hilft und wir in Zukunft mit dieser Vielfalt im Unternehmenskontext umgehen können müssen, empfiehlt die Gartner Group für das nächste Jahr dringendst damit zu beginnen, mit kleineren Pilotgruppen flexible Lösungen und Strategien für den Einsatz von Smartphones, iPads, etc. auszutesten. Die Gartner Group betont laut CIO-News auch,

„Unternehmen dabei zwei Mobil-Strategien brauchen werden: eine für das Szenario "Unternehmen-Mitarbeiter" ("Business to Employee", B2E) und eine für den Fall "Unternehmen-Kunde" ("Business to Consumer, B2C). Bei der Strategie für die eigenen Angestellten gelte es, soziale Aspekte, Geschäftserwartungen, finanzielle Auswirkungen und das Risikomanagement zu bedenken, schreibt Gartner. Für den Umgang mit externen Partnern und Geschäftskunden muss die IT zusätzliche Aufgaben erledigen: Schnittstellen zu Kunden, Management von APIs für den Zugriff auf Unternehmensinformationen und -Systeme, Integration in Anwendungen von Drittanbietern und Partnern.“

Wie dominant die eingangs beschriebenen Trends für die IT-Entwicklung sind, zeigt die Rangliste der Forrester Group, die zwar Business Intelligence an erster Stelle führt, um jedoch im gleichen Atemzug zu betonen, dass es damit zu keiner Renaissance traditioneller BI-Arbeitsweisen kommt, sondern zu einem Vormarsch schlanker, agiler, Cloud-basierter-Lösungen im Sinne einer “Self-Service-BI”!

Womit sich der Kreis schließt. Ein Kreis, wohlgemerkt, der nicht in Stein gemeißelt wird, sondern federleicht auf einer Wolke sitzt. Denn die Cloud wird uns auf jedem einzelnen Schritt begleiten – auch darin sind sich alle einig.

Wie offen ist Microsoft? December 13, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Competition, Dynamic_Systems, Interviews, Microsoft, Networking.
4 comments

Wir sprachen mit Hans Berndl, seit einigen Monaten neuer Manager Strategisches Marketing und Technology Evangelist bei Microsoft Österreich.

ReadyBlog: Herr Berndl, lieber Hans. wie offen ist eigentlich Microsoft?

imageHBerndl: Ich denke, wir sind mittlerweile sehr offen. Viel offener jedenfalls als noch vor 10 Jahren, man merkt die Veränderung,

ReadyBlog: Auf einer Skala von 1 bis 10 – wo steht ihr da?

HBerndl: Würde uns heute eine 8 geben – in unserem Öffnungsprozess gegenüber der Open Source Community, der mit Windows 2000 begonnen hat – als wir erstmals und unter ganz bestimmten Bedingungen unseren Source Code an öffentliche Einrichtungen in Österreich weitergegeben haben. Wobei man sagen muss, dass gerade im kommerziellen Bereich die Polarisierung noch eine Weile anhielt. Das hat sich mittlerweile stark verändert. Heute gibt es bei Microsoft mehr als 1000 Mitarbeiter, die fokussiert in und mit diesen Communities arbeiten bzw. diese fördern. Aktuelles Beispiel aus diesem Jahr ist die Veröffentlichung von 20.000 Zeilen Windows Server Code, damit Linux auf einer Microsoft Plattform laufen kann und umgekehrt – auch mit dem Ziel, Virtualisierung auf beiden Plattformen zu ermöglichen.

ReadyBlog: Microsoft schafft offene Plattformen, Microsoft kommuniziert mit Open Source Communities, Microsoft macht sich stark im Bereich Open Data. Da hat sich offensichtlich einiges getan und trotzdem ist es so, dass die verbreitete Wahrnehmung immer noch eine andere ist. Wie erklären Sie sich das?

HBerndl: Gute Frage. Offensichtlich ist es so, dass die „Perception“ viel mehr von emotionalen als von rationalen Faktoren beeinflusst wird. So werden Dinge als offen wahrgenommen, die eigentlich gar nicht offen sind. Ein gutes Beispiel liefert Apple, das – trotz seines geschlossenen Ansatzes – in der Open Source Community sehr gerne verwendet wird, weil man sich darüber als Persönlichkeit definieren kann. Das ist eine große Ironie. Sie zeigt, dass „Coolness“ oder „Offenheit“ keine Plattformattribute sind, sondern Kommunikationsattribute, die über Communities vermittelt werden.

ReadyBlog: Was hat Microsoft da falsch gemacht?

HBerndl: Was die Community-Arbeit angeht, hat Microsoft zu lange versucht, alles zu kontrollieren. Aber Communities gehorchen anderen Gesetzen als Partner-Netzwerke. Das mussten wir erst lernen. Und dass wir es gelernt haben, zeigt die Geschichte von Social Media. Da zählt Microsoft zu den Pionieren, die eine Blogging-Kultur im Unternehmen nicht nur toleriert, sondern auch gefördert haben. Entscheidend jedoch ist, dass wir nicht nur Gutes tun, sondern es auch zeigen und thematisieren. Denn ohne Kommunikationsanstrengung wird sich an der Wahrnehmung nicht viel ändern.

ReadyBlog: Was war eigentlich ausschlaggebend für diesen Switch in Richtung Öffnung?

HBerndl: Ganz klar die Bedürfnisse der Kunden. Früher hat sich jeder Hersteller eine möglichst homogene Landschaft gewünscht. Mit der Idee dahinter, dass ein Kunde erst dann ein glücklicher Kunde ist, wenn er alles von ihm hat. Die Realität schaut aber anders aus. Die Welt, in der wir heute leben, ist im Grunde heterogen. Jeder Kunde hat mehrere Hersteller im Haus und daraus entsteht der Bedarf, dass die Dinge zusammenspielen – und zwar auch wieder in alle Richtungen. Stichwort: Interoperabilität. Das heißt, dass wir extrem offene Back-Ends brauchen, um die enorme Diversifizierung am Front-End auszugleichen.

ReadyBlog: Das impliziert für Microsoft ja auch einen völlig neuen Marktzugang.

HBerndl: Unsere Arbeit wird dadurch definiert, was unsere Partner und Kunden brauchen. Vor diesem Hintergrund ist Ausgrenzung keine Option, denn es gibt heute kein Projekt ohne Integrationsbedarf. Und Integration bedeutet auch, dass man mitunter bereit sein muss, einmal die zweite Geige zu spielen, wenn es eine bestimmte Kundensituation verlangt. In dieser Hinsicht hat sich Microsoft stark verändert, auch weil wir heute Business-Modelle fahren, die einen ganz anderen Blick auf den Wettbewerb verlangen …

ReadyBlog: … auch im Zuge der Cloud?

HBerndl: Exakt. Die Cloud-Entwicklung hat dabei einen entscheidenden Anteil, weil sei völlig neue Geschäftsmodelle und Zugänge verlangt. Einen Paradigmenwechsel, im Zuge dessen aus Konkurrenten auch Partner werden können und Partner sich mitunter neu ausrichten müssen. Ganz einfach, weil konventionelle Software, die man im Packerl verkauft, andere Partnerschaften verlangt als Software , die über eine vom Hersteller aufgebaute Infrastruktur und über Cloud-Mechanismen in den Markt gebracht wird.

ReadyBlog: Und trotzdem gibt es so etwas wie eine ideologische Bastion, wo der Kampf zwischen geschlossenen Appliances und offenen Plattformen ausgetragen wird. Pikanter Weise im Namen der Usability. Dabei geht es um viel mehr – nämlich um den generativen Aspekt von Computer-Plattformen, der laut Jonathan Zittrain („The Future of the Internet and how to stop it“) nach und nach auf der Strecke bleibt. Es ist eine Grundsatzentscheidung wie die zwischen LEGO und PLAYMOBIL. Geht der Trend wirklich in Richtung Systeme, die zwar perfekt funktionieren, aber geschlossen sind? Mit anderen Worten: Wird man sich offene Systeme in Zukunft noch leisten?

HBerndl (lacht): Der Vergleich mit LEGO und PLAYMOBIL gefällt mir. Ich bin eindeutig der LEGO-Typ. Also weniger Vorgefertigtes, dafür mehr Freiheit. Ich glaube, dass es in Zukunft beides geben wird, weil man bei geschlossenen Systemen (wie zb den Amazon Kindle), die Content möglichst einfach kaufbar und konsumierbar machen wollen, immer wieder an den Punkt kommt, an dem man etwas tun will, was der Hersteller vielleicht nicht vorgesehen hat.

ReadyBlog: Du meinst eine Art Hacker-Zugang zu den Dingen, wie ihn anlässlich der SIME-Konferenz in Wien Pablos Holman in seinem Vortrag sehr anschaulich als Schlüssel zur Innovation vorstellte?

HBerndl: Sicher ist, dass sich der Zugang verändert hat. Wenn Sie einmal hinter die Hypes schauen, die uns am Device-Sektor beschäftigen, dann werden Sie feststellen, dass sich das Userverhalten heute dahingehend verändert hat, dass nicht mehr das Gerät/Device im Mittelpunkt steht, sondern das, was ich damit alles machen /anstellen kann. Deshalb haben auch die Smartphones diesen Durchbruch – denn im Prinzip sind sie wie ein tragbarer PC (es ist mein Telefon, mein Chat, mein Internet, etc.) – alles in Einem – mit einem etwas anderen Formfaktor und Userinterface. Was hier passiert, ist eine Konsolidierung von unterschiedlichsten Bedürfnissen an einem Punkt.

Readyblog: Was bedeutet das in Bezug auf unsere Unterscheidung Plattform vs. Appliance. Kann es sein, dass Offenheit an unterschiedlichen Stellen Unterschiedliches bedeutet.

HBerndl: Ich glaube, wenn wir von offenen Plattformen sprechen, dann meinen wir vor allem die implementierten Infrastrukturen – das Back-End, das keiner sieht –, weil sich dort entscheidet, was am Front-End für den User möglich ist. An dieser Stelle kommt Cloud-Computing und auch die ganze Open Data Bewegung, die sie vorher schon kurz erwähnten, ins Spiel. Wir haben das ODGI-Format entwickelt (d.i. ein Framework, mit dem man unterschiedlichste Daten zur Verfügung stellen kann, Anm. Business Ready Blog) und mit Azure eine offene Plattform, auf der öffentliche Daten aller Herren Länder einfach und vor allem kostengünstig zur Verfügung gestellt werden können, um dann wiederum über eine Android-App, eine Windows-Phone-App, eine iPhone-App, eine PC-App oder einen Browser abgerufen zu werden.

Readyblog: Das heißt, dass wir das Thema Offenheit nicht so sehr über die Endgeräte diskutieren sollten. Nehmen wir das Thema Unified Messaging, das für Microsoft auch im Zusammenhang mit der neuen Welt der Arbeit eine besondere Rolle spielt. Wenn ich es als Anbieter nicht schaffe, alle Kanäle – und ich meine wirklich alle! – zusammenzubringen, dann habe ich meine Aufgabe nicht gemacht. Man kann es sich einfach nicht leisten, irgendein Teil wie zB das iPhone nicht zu integrieren.

HBerndl: Wenn man sich vorstellt, welche Vielzahl an Devices heute in den Unternehmensalltag drängt – Stichwort Enterprise 2.0 und BYOT („Bring your own technology“) – und wenn man sich anschaut, welche Entwicklungsumgebungen Microsoft heute auf seiner Cloud-Plattform unterstützt, dann sieht man, wie offen wir heute sind und dass es von unserer Seite de facto keine Ausgrenzungen mehr gibt. Egal, ob du auf .NET oder Java oder mit PHP oder Ruby entwickeln willst, wir unterstützen dich. Auch viele Open Source Projekte laufen auf unserer Technologie.

Readyblog: Und was kannst du in deiner Funktion konkret dazu beitragen?

HBerndl: Meine Aufgabe ist es, raus zu gehen, die Microsoft Welt zu verlassen, die Vorurteile wegzulegen und gemeinsam mit der Open Source Community neue Business-Modelle zu erarbeiten. Und dabei natürlich immer wieder die Frage zu stellen, welche Rolle Microsoft dabei spielen kann. Da gibt es verschiedene Optionen – vorne bei den Development-Tools oder den Apps, bei den Interfaces zu den Daten oder bei den tragfähigen Plattformen. Momentan ist es jedenfalls so, dass wir einer der wenigen Player sind, die eine offene Plattform für Open Data bzw. Open Government kostengünstig zur Verfügung stellen können.

Readyblog: Das heißt, dass die Wahrnehmungsveränderung am Markt, von der wir die ganze Zeit sprechen, bei der eigenen Wahrnehmung beginnt – indem man sich selber relativiert?

HBerndl: Genau! Man muss sie bei sich zulassen. Es ist ein Blickwechsel vom Produktmarketing zum strategischen Marketing – verbunden mit einer langfristigen Perspektive. Im Unterschied zu früher kümmere ich mich heute nicht mehr um einzelne Produkte, sondern um übergreifende Themen, Technologie-Stacks. Und Teil meines Jobs ist es eben, dass ich mich mit anderen Technologie-Providern auseinander setze, Positionen und Technologien vergleiche und dabei auch den eigenen Standpunkt relativere, um neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu finden. Denn es wäre schade, wenn wir aufgrund von ideologischen Barrieren oder Vorurteilen unseren Beitrag zu einer offeneren Welt nicht leisten würden.

ReadyBlog: Wir wünschen dir und Microsoft dabei viel Erfolg! Danke für das Gespräch.

Katapult Webcast: Thalia goes Office 365 December 9, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Interviews, Referenz, Wertschöpfung.
add a comment

Sehr informatives VIDEO mit Thalia Geschäftsführer Robert Hadzetovic und Marcus Izmir, CEO der migroup zu den Hintergründen der Office365-Implementierung bei Thalia. Was die Cloud ist, was sie ausmacht und was sie bringt.

Meeting 2.0. Die neue Ausgabe des BIZofIT-Magazins ist LIVE! December 6, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Innovation, Interviews, Kosten, New World of Work, Trends, Wertschöpfung.
add a comment

“The most valuable assets of a 20thcentury company were its production equipment. The most valuable asset of a 21st-century institution, whether business or non-business, will be its knowledge workers and their productivity.” – Peter F. Drucker –

Mit den Bedürfnissen der Wissensarbeiter verändert sich auch die Bedeutung des Unternehmens: Von der Arbeitskontrollanstalt zur kommunikativen Drehscheibe. Was brauchen Wissensarbeiter heute, um produktiv zu sein? Und was brauchen Unternehmen dazu, um die neuen Spielregeln der Produktivität unterstützen, ohne ihren eigentlichen Kurs zu verlassen. In unserer Coverstory und im Business TV – zu Gast beim Yachtenbauer Frauscher – gingen wir dieser Frage nach.

image

Blättern Sie in der neuen Ausgabe des Business-of-IT Online-Magazins und wagen Sie mit uns den Blick über den Tellerrand hinaus. Sie werden sehen: es lohnt sich!

Ist das die Zukunft? Mehr oder weniger? December 1, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Innovation, New World of Work, User-Experience.
add a comment

Die meisten Visionen der Zukunft erzählen weniger über sie als über die Köpfe, denen sie entspringen. Da macht die “Productivity Future Vision” von Microsoft – eine Mischung aus Stanley Kubrick und David Lynch, wie Nicholas Carr in seinem Blog bissig anmerkt- leider keine Ausnahme. Was wir hier erleben ist eine solipsistische Träumerei, eine klinische, hochstilisierte Zukunft, die es hoffentlich und hoffentlich natürlich so nicht geben wird. Was immer sich die Macher dabei gedacht haben, der neuen “Welt der Arbeit” erweisen sie damit jedenfalls einen Bärendienst. Denn wer traute sich in einer solchen Welt denn wirklich leben?

Ein wachsamer Freund und Blog-Mitstreiter aus dem Hause Microsoft entgegnet mir, dass es darum gar nicht geht. Er vergleicht das VIDEO mit einem “Concept Car”, wie man es von futuristischen Automobilmessen her kennt. Es transportiere die technischen Möglichkeiten und die enormen Anstrengungen, die Microsoft unternimmt, diese voranzutreiben. Nicht mehr, nicht weniger. Ich gebe ihm kopfschüttelnd recht.

Denn warum dann der Titel? Wäre da nicht ein Prise “Mehr” angebracht? Und: ist das wirklich alles? Nicholas Carr zitiert in einem anderen Post den früheren Apple Designer Bret Victor, der meines Erachtens auf den Punkt bringt, woran die meisten Visionen über zukünftige Benutzerschnittstellen kranken:

“Pictures Under Glass sacrifice all the tactile richness of working with our hands, offering instead a hokey visual facade. Is that so bad, to dump the tactile for the visual? Try this: close your eyes and tie your shoelaces. No problem at all, right? Now, how well do you think you could tie your shoes if your arm was asleep? Or even if your fingers were numb? When working with our hands, touch does the driving, and vision helps out from the back seat. Pictures Under Glass is an interaction paradigm of permanent numbness. It’s a Novocaine drip to the wrist. It denies our hands what they do best. And yet, it’s the star player in every Vision Of The Future.”

Doch urteilen Sie selber! Ich be-greife nichts …

%d bloggers like this: