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Leading Passion. Die neue Ausgabe des BIZofIT-Magazins ist LIVE! September 24, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Business_Intelligence, Dynamic_Systems, Innovation, Interviews, Microsoft, New World of Work, Studien.
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„Empowerment“ ist ein Schlagwort der Stunde. Weil heute klassische Management-Methoden nicht mehr ausreichen, um langfristig erfolgreich zu sein. Sie müssen durch neue Leadership-Prinzipien ergänzt und zum Teil ersetzt werden, um Unternehmen als lebende und lernende Organismen weiterzuentwickeln und Innovationskulturen, die alle Bereiche des Unternehmens erfassen, zu begründen.  In der Coverstory der neuen Ausgabe des BIZofIT-Magazins gehen wir der Frage nach, welche Führungsqualitäten, Organisationsstrukturen und technologischen Rahmenbedingungen dafür sorgen, dass Kreativität sich entfalten und das Neue hervorbringen kann. Mit anderen Worten: Was muss passieren, damit Innovation und Management nicht auf Kriegsfuß stehen?

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Was Sie sonst noch erwartet? In der Serie CIO TALKS spricht Richard Reiling, Head of BI Development bei der Raiffeisen Bank International, über die Vorreiterrolle von Business Intelligence, wenn es darum geht, Business und IT zusammenzudenken. Im CLOSE UP werfen wir einen Blick auf die neue Generation des Windows Server Betriebssystems und die neuen Freiheiten, wenn es darum geht, Cloud- und On-Premise-Technologien so zu mischen, dass die Stärken eines Unternehmens bestmöglich zur Entfaltung kommen. Und im SPOTLIGHT stimmen wir ein auf die internationale BIG DATA Konferenz in Wien, Anfang Oktober.

Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre!

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Neue Studie zum Arbeitsplatz der Zukunft September 18, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, New World of Work, Studien.
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Es gibt eine neue Studie zum vieldiskutierten “Arbeitsplatz der Zukunft” – durchgeführt in Kooperation des Instituts DIGITAL von Joanneum Research und dem “Kompetenzzentrum – Das Virtuelle Fahrzeug (ViF)” der Tu Graz. Untersucht werden die sozio-technischen Trends und Treiber, die auf Unternehmen, Geschäftsmodelle, Prozesse und damit auch auf den Arbeitsplatz jedes einzelnen Mitarbeiters einwirken.

imageZum Inhalt:
Weil Wissensarbeiter auf die bestmögliche Unterstützung durch eine geeignete Systemumgebung – und das perfekte Zusammenspiel aus Mensch, Organisation und Technologie – angewiesen sind, kommt dem computergestützten Arbeitsplatz der Zukunft als realem "Platz" des Mitarbeiters im Unternehmen eine wesentliche Bedeutung zu. Die in der Studie identifizierten Trends und Treiber werden anhand eines Rasters aus der Future-Internet-Forschung nach ihrem Einflussbereich in die Kategorien Menschen, Daten, Services und Dinge eingeordnet. 16 ausführliche Interviews mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft vertiefen ausgewählte Aspekte wie etwa die wahrgenommenen Unterschiede hinsichtlich der Technologieakzeptanz zwischen älteren und jüngeren Mitarbeitern.

Die rund 150 Seiten umfassende Studie ist im Rahmen des K2-Projekts FuturePLM des Kompetenzzentrum im Juli 2012 im Shaker Verlag erschienen.

McKinsey: Big Data & Innovation September 11, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Business_Intelligence, Innovation, Studien, Trends.
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Das exponentielle Datenwachstum bringt mit sich, dass die Analyse großer Datenmengen (BIG DATA) mitentscheidend sein wird über den Wettbewerbserfolg von Unternehmen. Weil sie darüber entscheiden wird, wie nahe, wie innovativ und wie effizient Unternehmen auf die Bedürfnisse ihrer Kunden reagieren. Diese Diagnose von McKinsey betrifft nicht nur irgendwelche Daten- und Cube-Gurus in den BI-Abteilungen, sondern Fachabteilungen und Führungspersonen quer durchs Unternehmen. Dabei stehen wir erst am Anfang einer Entwicklung, die mit Social- und Multi-Media und dem „Internet der Dinge“ nochmals beschleunigt und angefeuert wird.

In ihrer Studie sieht McKinsey 5 Bereiche, in denen Big Data in Zukunft punkten wird:

First, big data can unlock significant value by making information transparent and usable at much higher frequency. Second, as organizations create and store more transactional data in digital form, they can collect more accurate and detailed performance information on everything from product inventories to sick days, and therefore expose variability and boost performance. Leading companies are using data collection and analysis to conduct controlled experiments to make better management decisions; others are using data for basic low-frequency forecasting to high-frequency nowcasting to adjust their business levers just in time. Third, big data allows ever-narrower segmentation of customers and therefore much more precisely tailored products or services. Fourth, sophisticated analytics can substantially improve decision-making. Finally, big data can be used to improve the development of the next generation of products and services. For instance, manufacturers are using data obtained from sensors embedded in products to create innovative after-sales service offerings such as proactive maintenance (preventive measures that take place before a failure occurs or is even noticed).

Details finden Sie hier:
· Download Executive Summary (PDF–922KB)
· Download Full Report (PDF–6MB)

Kommentare zum Gartner Cloud Hype Cycle 2012 September 6, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Interviews, Studien, Trends.
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Auf die Idee brachte mich ein Facebook-Eintrag von Martina Grom in der cloudusergroup. Ich wollte mal auf die andere Seite des Gartner Cloud Hype Cycles 2012 schauen und einen Blogpost schreiben, der die Kommentare dazu sammelt. Der Rest war einfach: ich schrieb ein Rundmail und wartete. Das Tolle dabei: 50% meiner Adressaten fanden Zeit, trotz knappen Zeitraums von nur wenigen Tagen, ein kurzes Statement zu schicken – das eine oder mehrere der Fragen beantwortet: Was bedeutet er für Sie? Was sticht Ihnen besonders ins Auge? Was überrascht sie? Was verwundert Sie?

Mein Dank geht an alle Mitwirkenden: Thanks for Conversation!

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clip_image004   Wolfgang Ennikl: CEO der cubido business solutions gmbh

„Wir arbeiten ja schon längere Zeit mit Cloud Services und da gibt es schon ein paar Dinge, die mir auffallen. 1) Im Hype Cycle ist “Cloud-E-Mail” am Peak, was mich verwundert. Dachte, dass wir da schon viel weiter sind – beim Umsetzen, dort, wo die Kurve flach nach oben steigt. 2) “BigData” würde ich an ähnlicher Stelle positionieren. Spannend, wenn es möglich wird,  große Datenmengen und sensible Daten zu mischen. 3) Am meisten Zukunft haben für mich der Bereich “Database Platform as a Service (dbPaaS)” – weil man hier dem Kunden sehr viel Transparenz und Sicherheit bieten kann. 4) Und zu guter Letzt möchte ich noch die “MDM-Solutions in the Cloud” erwähnen, weil es besonders spannend sein wird, wie der Weg in Richtung Realisierung sich gestaltet. Das kann man sich noch gar nicht so richtig vorstellen. ”

clip_image005   Martina Grom, Management at atwork it / Office365 MVP

„Gartner zeigt mit seinem neuen Hype Cycle sehr schön, das Unternehmen Cloud Services in die Unternehmensstrategie aufnehmen. Damit ist es nicht mehr die Frage ob, sondern wie Cloud Services in das Unternehmen integriert werden. Die Entscheidung wird dabei von der Technik abgekoppelt und das Unternehmen im Gesamtbild betrachtet. Gut finde ich, dass im Gartner Cycle Public E-Mail-Dienste mit so einem hohen Wachstum gesehen werden – etwas, was ich nur bestätigen kann: das Interesse nach den Office 365 E-Mail Diensten und Lync Online ist sehr hoch. Das Service, die hohe Verfügbarkeit und die kontinuierliche Betreuung stehen hier im Vordergrund.“

clip_image007  Marcus Izmir: CxO migroup

„Manche zeitlichen Parameter der Kurve sind mir unverständlich – so hat z.B. der 1:1 Ersatz von E-Mail bereits heute das Plateau der Produktivität erreicht – ob dedicated oder nicht. Collaborative Dienste wie Yammer, Tibbr, Greenhouse, … sind ebenso heute verfügbar und finden dort, wo richtig genutzt, produktives Plateau. Vielleicht ist es mehrheitlich noch 5-10 Jahre entfernt, aber nicht aus technischen sondern aus rein kulturellen Aspekten. Gartner revidiert die Abschätzung der Cloud-E-Mail-Adaption für 2014 von 20% (Schätzung 2011) auf 10%! Was soll uns das sagen? Ich gehe davon aus, dass die Cloud-Penetration deutlich SaaS-lastiger ausfallen wird, als wir das heute annehmen.“

clip_image008  Thomas Kunz: Subpractice Head and Technical Sales for Cloud Computing Services & Platforms at Atos International

„Ich bin immer ein wenig unglücklich über Begriffe, die – zumindest für mich – ein bisschen zu allgemein sind, verglichen mit der generellen Granularität des Hype Cycle. Z.B. Cloud/Web Platforms, oder Cloud Advertising. Da nimmt sich Gartner doch immer wieder mal die Freiheit heraus, etwas in die Welt zu setzen, was niemandem sonst eingefallen wäre. Das ist aber schon der einzige Kritikpunkt, den ich habe. Ansonsten bietet der Hype Cycle doch eine ausgezeichnete Orientierungshilfe. Themen wie „Private PaaS“ und „Cloud-Optimzed Application Design“ sind meiner Meinung nach völlig richtig positioniert (wenngleich ich Private PaaS persönlich bereits höher eingestuft hätte). Development in der Cloud wird langsam wirklich Enterprise-tauglich (und damit meine ich Big Enterprise und durchaus nicht nur Azure-basiert). Interessant wird wohl in nächster Zeit, was sich – neben Azure – durchsetzen kann. Überraschend ist für mich, dass Gartner „Community Clouds“ noch in einem derartigen Frühstadium sieht; es ist alles da, was dazu nötig ist (auch Security Maßnahmen sind heute ohne übermäßigen Aufwand möglich); nahezu ebenso überraschend die Positionierung von „Cloud Brokerage“, „Middleware“ und „Cloud Management Platforms“ – allerdings spüren wir System Integratoren das derzeit am eigenen Leib ;-)”

clip_image009  Harald Leitenmüller: Chief Technology Officer, Microsoft Österreich

„Was mir beim ersten Blick ins Auge sticht, ist folgendes: Da gibt es Cloud-E-Mail ganz oben auf dem Peak und SaaS, also Software as a Service, ist schon ziemlich vorne im flachen Bereich. Ich behaupte, dass der wichtigste und schlagkräftigste Repräsentant von SaaS heute Cloud-E-Mail ist. Die Frage, die ich mir stelle: warum sind die nicht am gleichen Punkt bzw. warum sind die in der Kurve so weit auseinander? Offensichtlich gibt es da im Hintergrund andere, für mich nicht nachvollziehbare Definitionen, die den Zugang bestimmen und für diese Diskrepanz verantwortlich sind.“

clip_image011  Peter Lieber: Serial Entrepreneur in der Software/IT Branche (u.a. SparxSystems Central Europe, LieberLieber, 4biz.at)

„Dank Gartner wird im Hype Cycle jeder, der das Thema Cloud auch nur streift, seinen Platz finden. Grundsätzlich ist die Branche aber zur Erkenntnis gekommen, dass Nachhaltigkeit, Loyalität und Kontinuität auch Werte sind, die von hoher Relevanz für weitblickende Geschäftsmodelle sind und es nicht mehr nur um „First-Come-First-Earn“ mit Ellbogentechnik geht. Ergänzend möchte ich sagen, dass ich mich mit unserem Partner Microsoft in allen Phasen des Hype Cycles gut aufgehoben fühle.“

Alpbach: ein Lagebericht zur neuen Welt des Arbeitens September 3, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Microsoft, New World of Work, Referenz, Studien, Wertschöpfung.
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Debrief: “Das Neue Arbeiten” – nennt Michael Bartz (Prof. International Business and Export Management, IMC FH Krems) seine Zusammenfassung der in einem Alpbacher Arbeitskreis diskutierten Daten und Fakten. Fakten. Sie haben richtig gehört. Denn zur Diskussion standen die ersten Resultate eines Forschungsprojekts, in dessen Rahmen die IMC FH Krems das Microsoft Praxisprojekt am Wienerberg für drei Jahre begleitet. Mit dem Ziel, den Einfluss des neuen Arbeitens auf das Unternehmen, seine Mitarbeiter und Kunden zu messen – und am Ende einen Return of Investment (ROI) neuer Arbeitsformen zu berechnen. Die Zahlen nach einem Jahr stimmen jedenfalls positiv. Ich zitiere:

“Der Bedarf an Arbeitsplätzen im Büro reduzierte sich um 25%. Stattdessen wurden kollaborative Flächen (Social Areas, Meeting-Räume, etc.) um das Dreifache vergrößert; gleichzeitig konnte die Gesamtfläche des Büros reduziert werden. Dadurch werden mit dem neuen Bürokonzept ca. 15% Facilitykosten jährlich eingespart (Miete, Betriebskosten, Reinigung, Energie, etc.). Dieser Kostenblock stellt in den meisten Unternehmen nach Personal den größten Kostenblock dar. – Die Mitarbeiter sind mit dem neuen Nutzungs- und Flächenkonzept im neuen Büro messbar sehr zufrieden. Die Zufriedenheit mit der Raumsituation im Unternehmen machte einen Sprung von 30% nach oben seit dem Einzug in das neue Büro.

Ebenfalls finanziell belastend für Unternehmen sind Reisekosten. Diese konnten bei Microsoft in Österreich um 30% reduziert werden durch Umstellung auf Microsoft Lync Online Meetings. Der Umstellungsprozess auf Online Meetings begann bereits 2010. Zweiter positiver Effekt: Durch die Ausbreitung der Lync Online-Meeting-Technologie etablierte sich schrittweise ein vermehrt virtuelles Arbeiten in der Organisation. Mit der Eröffnung des neuen Büros im Oktober 2012 schlüpfte die Organisation dann in die passende neue Bürohülle. Die Neuerung dabei war, dass ab diesem Zeitpunkt virtuelles Arbeiten auf Distanz nicht nur toleriert sondern explizit gewünscht und zum Kernprinzip des Arbeitens bei Microsoft Österreich wurde.

Das „Umlegen des Schalters“ hin zu konsequentem virtuellen Arbeiten führte im ersten Jahr nach der Umstellung zu keinerlei Produktivitätsverlusten. Im Gegenteil konnte sogar ein weiterer Produktivitätsanstieg von 5% verzeichnet werden (Das korreliert mit der Erfahrung, dass in den meisten Organisationen zum Beispiel die Arbeitszeit um 10 bis 15% steigt bei Einführung neuer virtueller Arbeitsformen). Gleichzeitig kletterte der Indikator für „Kreativität im Job“ um 5% hinauf; Kreativität im Job ist ein wichtiger Treiber zur Steigerung der Lösungskompetenz einer Organisation (neben z.B. Diversität). Und der Indikator für „Spaß im Job“ verdoppelte sich mit dem Umstieg auf das „Neue Arbeiten“.

Auch die Zeitbilanz der Mitarbeiter schaut nach der Umstellung auf das „Neue Arbeiten“ bereits nach wenigen Monaten wesentlicher günstiger aus: Es hätte nicht überrascht, wenn die für Abstimmungsmeetings notwendige Zeit wegen des virtuelleren Arbeitsstils nach oben geschnellt wäre. Stattdessen blieb die Anzahl der Meeting-Stunden pro Woche konstant. Es kam nicht zu einer Abstimmungsinflation.

Nur der relative Anteil der Online Meetings ist noch weiter gestiegen und liegt inzwischen bei nahezu 50% aller durchgeführten Meetings. Dieser Anstieg korrespondiert auch mit der Steigerung der Arbeitsstunden im Home Office, die von 1,0 auf 1,5 Arbeitstage pro Woche angewachsen ist. Arbeitszeit verlagert sich also vom Büro in das Home Office.

Der Anstieg der Online Meetings und der Home Office Stunden erklärt auch, dass die Mitarbeiter inzwischen 20% ihrer Zeit sparen, die sie sonst mit dem Pendeln zwischen Büro und Zuhause verbracht haben. Diese Zeit kann jetzt sinnvoller investiert werden, z.B. in Freizeitaktivitäten zur Steigerung der „Work Life Balance“. – Ein weiterer positiver Effekt hierbei ist die Reduktion des CO2-Ausstoßes um ca. 80 Tonnen im Jahr durch vermiedene Individualfahrten zwischen Büro und Daheim.

All das ist natürlich nur möglich, wenn im Unternehmen die passende Arbeits- und Führungskultur gegeben ist. „Management by Objectives“ (Zielorientierte Führung) ist einer der Schlüssel zum erfolgreichen Arbeiten auf Distanz. Ebenso unabdingbar ist die entsprechende Vertrauenskultur. Messungen zeigen, dass das Konzept aufgeht. Durch die strikte Umstellung auf virtuelles Arbeiten hat die Sichtbarkeit der Leistungen der Mitarbeiter gegenüber den Managerinnen und Managern nicht gelitten. Der Indikator für „Sichtbarkeit der Leistungen“ blieb stabil auf hohem Niveau im ersten Jahr. Gleichzeit ist aber das Vertrauen der Managerinnen und Manager in die Effizienz der Arbeit im Home Office innerhalb des ersten Jahres noch einmal um 5% gestiegen. D.h. Vertrauen und Transparenz sind gegeben.”

Selten, dass sich Fakten so spannend lesen. Sie unterstreichen auf ihre Art, dass das NEUE ARBEITEN nur als ganzheitlich gedachtes Projekt – das Menschen, Arbeitskulturen, Führungskulturen, Räumlichkeiten und Technologien zusammendenkt – funktionieren kann. “Wie man`s konkret angeht”, darüber schreibt übrigens ein anderer Teilnehmer des Arbeitskreises: Franz Kühmayer in seinem Reflections Blog.

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