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Was ist das eigentlich: gute Arbeit? October 30, 2013

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, New World of Work, Studien, Trends.
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Naturgemäß bieten Zeiten des Übergangs ein gutes Klima für grundsätzliche Fragestellungen. Die neue Arbeitswelt, von vielen gepriesen, von manchen gefürchtet, macht dabei keine Ausnahme. Je gardnerdynamischer unsere Arbeitsverhältnisse werden, umso dringlicher scheint die Frage, was man in ihnen zu finden hofft.

Harvard-Koryphäe Howard Gardner, der schon in den 1980-er Jahren mit seiner Theorie der multiplen Intelligenzen für Aufsehen gesorgt hat, gründete 1995 mit seinen Kollegen das Good Work Project – eine Langzeitstudie über Berufe, Karrieren und Wohlfühlfaktoren. Dabei stellte er 1000en Menschen so schwierige Fragen wie: “Haben Sie das Gefühl, Ihre Überzeugung steht im Konflikt mit den Werten der Branche, in der Sie arbeiten?” “Hatten Sie Mentoren, die Sie oder Ihre Arbeit beeinflusst haben.” “Gibt es Dinge, die Sie nicht tun würden in Ihrem Beruf, obwohl sie nicht illegal sind?”

Der deutschen “Die Zeit” beantwortete er neulich die Frage, wie man/frau ein/e glücklich Arbeitende/r wird.

Howard Gardner:“Indem Sie nach den drei E streben: Exzellenz, Ethik und Engagement. Exzellenz bedeutet, kompetent und effektiv sein im Beruf. Ethik bezieht sich auf soziale Verantwortung: Haben Ihre Arbeit, Ihr Verhalten und das Produkt, das Sie herstellen, positive Auswirkungen auf andere? Engagement heißt: Gehen Sie auf in Ihrer Arbeit, werden Sie gefordert, macht Ihnen Freude, was Sie tun?”

Übrigens: Howard Gardner identifizierte in seiner Arbeit auch 7 Faktoren für gutes Leadership, darunter sich als vierter Punkt die “intelligente Nutzung unterschiedlicher Kommunikationskanäle” findet. Lync lässt grüßen.

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Was ist revolutionär an Enterprise Social? October 25, 2013

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Business_Intelligence, Innovation, New World of Work, Studien, Wertschöpfung.
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In einem aktuellen Whitepaper: The Rise of Enterprise Social findet sich auf Seite 5 ein ziemlich wuchtiger Satz, dem eine ziemlich wuchtige Headline vorangeht: WELCOME TO THE SOCIAL ENTERPRISE REVOLUTION heißt es da – neben einem gelben Wollknäuel, das aussieht wie eine Sonne.

Social technologies, combined with data analysis and mobile technologies are significantly enhancing an organization’s ability to be responsive to market changes and will enable employees to work on the tasks that most benefit the company at any given point in time. In the near future, companies utilizing enterprise social software will be able to spot trends, provide information to thier employees in context, and leverage the wisdom of the organization to rapidly complete tasks and surface previously hidden pockets of valuable information.

Alles klar? Mitnichten! Zu überladen und zu sehr in der alten Denke verhaftet! Sprachlich – und damit leider meistens auch gedanklich – wird die Revolution jedenfalls verschoben.

Ok, was haben wir? Wir haben Soziale Technologien im Verein mit Datenanalyse und mobilen Technologien die Agilität (d.i. die Fähigkeit auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren) von Unternehmen dramatisch erhöhen und gleichzeitig den Menschen in ihnen ermöglichen, sich auf ihre Aufgaben zu fokussieren. Mit dem Effekt, dass solche Unternehmen Trends schneller erkennen, relevante Informationen punktgenau bereitstellen und so das Wissen, das in der Organisation vorhanden ist, besser auffinden und nutzen können, um Aufträge schneller abzuwickeln.

Klingt nach Eier-legender-Wollmilchsau, wie immer, wenn man zu viel reinstopfen will in einen Begriff – auf die Gefahr hin, dass es ihn zerreißt, wie viele andere, zu sehr gehypten Wortschöpfungen vor ihm. Versuchen wir es kürzer und ein wenig freier.

Vielleicht bedeutet Social Enterprise nichts weiter, als dass Zusammenarbeit, Mobilität und Business Intelligence vor dem Hintergrund von Social Media zusammengedacht werden – und zwar dergestalt, dass Unternehmen sich zu lernenden und pulsierenden Systemen entwickeln. Das heißt, dass wir die neuen Möglichkeiten der Kommunikation mit Kollegen und Kunden nutzen, einen neuen Umgang miteinander pflegen, Informationen anders verarbeiten und weitergeben, uns die Freiheit nehmen, ortsunabhängig zu arbeiten und dabei selbstverantwortlich unsere eigene Kreativität und Produktivität nicht aus den Augen verlieren.

Das ganze riecht jedenfalls sehr nach Kulturverschiebung. Und Mark Fidelmann, der Autor dieses Whitepapers, gibt mir recht, indem er bei den 4 Building Blocks eines funktionierenden Enterprise Social Networks die “Kultur” an erster Stelle sieht, noch vor Analytics, Social und Technology.

Where the prevailing culture preaches control by the commanding executive and obedience by the employee, what’s needed is a culture that stresses openness and experimentation, and emphasizes the necessity of community. To stay relevant, organizations need to move toward a new business culture, one informed by purpose, mission, objectives, and the business environment, both economic and social. A culture where executives make it comfortable to communicate issues, where employees feel it’s acceptable to fail fast, to share knowledge in hopes of having people improve upon it, where becoming an expert and helping others is encouraged. Enterprise social cultures using enterprise social networks allow you to constantly ask: “What’s really important here?” and “Is our current plan effective?”

Das Revolutionäre an der Sache könnte sein, dass wir Mobilität nicht mehr als Bewegungssucht, Wissen nicht mehr als Informationsattacke und Community nicht mehr als Meeting-Inflation erleben. Das Revolutionäre könnte sein, wenn wir beginnen, in den weichen Faktoren die harte Währung des Social Business zu erkennen.

Case Study: Unified Communication meets Social Enterprise October 22, 2013

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Business_Intelligence, New World of Work, Referenz, Trends, User-Experience.
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Nehmen Sie einen Billard- oder einen Pokertisch. Und denken Sie an Ihr Unternehmen, wenn Sie diese Vielfalt an Menschen sehen. Die Idee des Social Enterprise besteht unter anderem darin, die unterschiedlichen Menschen, die sich hier versammeln, produktiv miteinander arbeiten bzw. kommunizieren zu lassen. Dazu braucht man andere Tools wie das klassische E-Mail, das durch seine Informationsüberflutung Kommunikation im Unternehmen eher diskreditiert als weiterbringt, wie sich Erich Schuster, CIO bei den Österreichischen Lotterien und Casinos Austria, an die Anfänge des

CAI, 25.11.2010casinos2

Projekts zurückerinnert: „Schnelles, präzises Kommunizieren, das nicht von der Arbeit abhält, sondern Teil und Motor für die Zusammenarbeit ist, sieht anders aus, das war uns allen klar. Gleichzeitig sahen wir, wie viel wertvolle Zeit im Unternehmen damit zugebracht wurde, nach Dokumenten und Projektprotokollen zu suchen, die in persönlichen Mail-Ordnern vor sich hindämmerten.“

Die gemeinsam mit Solvion, dem ersten Microsoft Yammer Partner in Österreich, konzipierte Lösung zeichnet sich dadurch aus, dass Kommunikation und Kollaboration in neuer Weise zusammengedacht werden. Jeder Mitarbeiter erhält seinen persönlichen Einstieg in das Kommunikationsportal und kann dieses Cockpit persönlich gestalten. Dieser zentrale Einstiegspunkt (Mybox) liefert den Mitarbeitern alles, was sie zum Arbeiten brauchen – wobei Mail und Kalender nur mehr Informationsbestandteile unter anderen sind, wie eine Aufgabenübersicht, abonnierte Feeds zu Projekten, ein persönliches Skydrive-Laufwerk, ein eigener Feed zu neuen Mitarbeitern oder eine zentrale Suche.

Zur Erhöhung der Usability sind die Angebote auf drei übersichtliche Säulen aufgeteilt: 1) Eine Infobox, in der man die Unternehmensnachrichten findet, die man aus klassischen Intranets kennt. 2) Eine Teambox für die tägliche Zusammenarbeit in Projekten und Arbeitsgruppen, wobei die Projektseiten sehr einfach angelegt werden können und wirklich die gesamte Projektkommunikation abdecken; damit auch neue Mitarbeiter, die ins Projekt stoßen, schnell im Bild sind. Und schließlich 3) die Toolbox, über die man zum Beispiel die Genehmigungsprozesse für ein neues Gewinnspiel auf Basis SharePoint-Technologie abbilden und strukturiert abwickeln lassen kann.

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Dazu Klaus Schwaberger, CTO bei Solvion: „Das Neue an diesem Portal mit seinen Self-Serivce-Projektbereichen ist, dass wir nicht nur für eine zentrale Ablage sorgen (mit Versionierung und allem, was dazugehört), sondern die Newsfeeds viel granularer, das heißt auf Projektebene, gestalten. Also dort, wo sich die Produktivität eines Unternehmens entscheidet. Damit entlasten wir den E-Mail-Verkehr, weil Dokumente nicht mehr an 10 Personen in cc herumgeschickt werden müssen und stellen gleichzeitig sicher, dass man Feeds auch einfach wieder stornieren kann, wenn man aus einem Projekt aussteigt. Und schließlich fördern wir eine Kultur des aktiven Folgens und nicht mehr eine des passiven Mitlesens.“

Ein Zeichen, dass diese kulturelle Transformation gelingt, ist für Erich Schuster, „wenn der Blick auf die aktuellen Newsfeeds und Konversationen in der Mybox zu einem Ritual wird. Weil es letztendlich nicht nur darum geht, den Austausch von Informationen und Erfahrungen zu fördern, sondern auch darum, über den eigenen Schreibtischrand, Abteilungsrand, Unternehmensrand hinauszuschauen.“ Ein situatives Meeting, das in der Zentrale einfach ist, bedarf zwischen Linz und Bregenz der technologischen Unterstützung.

Wichtig für Erich Schuster ist, dass Technologie für Optionen sorgt und nicht für Zwänge: „Mit unserer neuen Lösung, die Kommunikation und Kollaboration nahtlos verbindet, ist es möglich, dass sich zum Beispiel die Gaming-Manager von Linz, Bregenz und Wien auf einer virtuellen Plattform treffen und ihre Erfahrungen austauschen, ohne sich in endlosen Mail-Schleifen zu verstricken. Ob sie das auf der Kollaboration-Plattform tun, im Chat oder als Video-Konferenz ist ihre Entscheidung. Wichtig ist, dass wir mit jeder gelungenen Interaktion als Unternehmen mehr zusammenrücken.“

Die Erfahrungen in der Pilotphase geben jedenfalls allen Grund zur Hoffnung. Nach nur wenigen Monaten zählt das neue Portal bereits 500 aktive User. Die Welle ist ins Rollen gekommen, vor allem in den kleineren, spontan einberufenen Quick-Teams, die als eine Art Probebühne fungieren. Und so scheint auch Erich Schusters Ziel, bis zum Ende des Jahres alle ca. 1.000 potenziellen User auf die SharePoint Plattform zu bringen, als nicht verwegen – zumal die Richtungsvorgabe nicht nur nach innen weist:

Es geht uns auch darum, die Synergien innerhalb der Unternehmensgruppe zu nutzen und als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben. Da kommt eine Generation in die Unternehmen hinein, die den Umgang mit unterschiedlichen Kommunikations- und Kollaborationstools voraussetzt.“

Womit wir eigentlich wieder beim Anfangsbild wären: Gewinnen wird der, der Vielfalt als Stärke begreifen lernt.

Die komplette Referenz finden Sie übrigens hier

Auf Augenhöhe mit der neuen Arbeitswelt October 14, 2013

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Events, New World of Work, Trends.
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Viele reden heute vom neuen Arbeiten und denken an einen alten Wein, der in neuen Schläuchen kredenzt wird. Sie reden von der Generation Y und fühlen sich großherzig ob ihrer Aufgeschlossenheit der Jugend gegenüber.

Phillipp Riederle hat beim DNA Smart Afternoon daran erinnert, dass es hier nicht um bloße Rhetorik bzw. vordergründiges Kuscheln geht, sondern um einen Paradigmenwechsel, der das alte Wertegefüge auf den Kopf stellt. Statt Geld, Status und Macht – den Säulenheiligen der gestrigen Arbeitskultur – interessieren die Jungen drei Dinge: die Sinnhaftigkeit ihres Tuns, die Selbstverwirklichung in ihrer Arbeit und die Möglichkeit, dieser Arbeit in Organisationsformen nachzugehen, die dafür geeignet sind. Wer dieser Transformation nicht auf Augenhöhe begegnet und stattdessen nur auf die Absicherung seines Territoriums schaut, wird auf der Strecke bleiben.

Übrigens: für den nächsten Smart Afternoon können Sie sich hier schon anmelden.

VIDEO Case: Die SV Josko Ried in der Wolke October 8, 2013

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Interviews, Referenz, Wertschöpfung.
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Mit der Auslagerung ihrer IT in die „bizcloud“ des Microsoft Partners Infotech kann sich die SV Josko Ried ganz auf das operative Geschäft und die sportliche Weiterentwicklung des Clubs konzentrieren. Eine gute Nachricht für alle Fußball-Fans in Oberösterreich. Gleichzeitig zeigt die Infotech damit, wie persönlich und individuell Cloud-Services heute umgesetzt werden können.

Dazu Bernhard Schuster, CEO bei Infotech: “Unsere ‘bizcloud’ ist keine anonyme Lösung irgendwo im Internet. Sie ist eine Cloud mit Persönlichkeit. Jeder Kunde bekommt einen dezidierten Ansprechpartner, mit dem er über seine Anliegen sprechen kann. Sie kann aber auch bei Bedarf von jedem Kunden sehr einfach selbst gemanagt werden – von der Vergabe von E-Mail-Adressen bis zur Anpassung des Datenspeichers.”

VIDEO Case: Die Erste Bank auf neuen Kommunikationswegen October 1, 2013

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Interviews, New World of Work, Referenz, Trends, User-Experience, Wertschöpfung.
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Mit der Implementierung von Lync setzt die Erste Bank neue Maßstäbe im Bereich der internen Zusammenarbeit genauso wie in der Kommunikation mit den Kunden und positioniert sich damit als moderne Bank der Begegnung. Dass das erstens keine leeren Worthülsen sind und Lync zweitens ein Kulturthema ist, erlebten wir beim Dreh. Very Open Space. Very Good Vibrations!

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