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Was ist revolutionär an Enterprise Social? October 25, 2013

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Business_Intelligence, Innovation, New World of Work, Studien, Wertschöpfung.
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In einem aktuellen Whitepaper: The Rise of Enterprise Social findet sich auf Seite 5 ein ziemlich wuchtiger Satz, dem eine ziemlich wuchtige Headline vorangeht: WELCOME TO THE SOCIAL ENTERPRISE REVOLUTION heißt es da – neben einem gelben Wollknäuel, das aussieht wie eine Sonne.

Social technologies, combined with data analysis and mobile technologies are significantly enhancing an organization’s ability to be responsive to market changes and will enable employees to work on the tasks that most benefit the company at any given point in time. In the near future, companies utilizing enterprise social software will be able to spot trends, provide information to thier employees in context, and leverage the wisdom of the organization to rapidly complete tasks and surface previously hidden pockets of valuable information.

Alles klar? Mitnichten! Zu überladen und zu sehr in der alten Denke verhaftet! Sprachlich – und damit leider meistens auch gedanklich – wird die Revolution jedenfalls verschoben.

Ok, was haben wir? Wir haben Soziale Technologien im Verein mit Datenanalyse und mobilen Technologien die Agilität (d.i. die Fähigkeit auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren) von Unternehmen dramatisch erhöhen und gleichzeitig den Menschen in ihnen ermöglichen, sich auf ihre Aufgaben zu fokussieren. Mit dem Effekt, dass solche Unternehmen Trends schneller erkennen, relevante Informationen punktgenau bereitstellen und so das Wissen, das in der Organisation vorhanden ist, besser auffinden und nutzen können, um Aufträge schneller abzuwickeln.

Klingt nach Eier-legender-Wollmilchsau, wie immer, wenn man zu viel reinstopfen will in einen Begriff – auf die Gefahr hin, dass es ihn zerreißt, wie viele andere, zu sehr gehypten Wortschöpfungen vor ihm. Versuchen wir es kürzer und ein wenig freier.

Vielleicht bedeutet Social Enterprise nichts weiter, als dass Zusammenarbeit, Mobilität und Business Intelligence vor dem Hintergrund von Social Media zusammengedacht werden – und zwar dergestalt, dass Unternehmen sich zu lernenden und pulsierenden Systemen entwickeln. Das heißt, dass wir die neuen Möglichkeiten der Kommunikation mit Kollegen und Kunden nutzen, einen neuen Umgang miteinander pflegen, Informationen anders verarbeiten und weitergeben, uns die Freiheit nehmen, ortsunabhängig zu arbeiten und dabei selbstverantwortlich unsere eigene Kreativität und Produktivität nicht aus den Augen verlieren.

Das ganze riecht jedenfalls sehr nach Kulturverschiebung. Und Mark Fidelmann, der Autor dieses Whitepapers, gibt mir recht, indem er bei den 4 Building Blocks eines funktionierenden Enterprise Social Networks die “Kultur” an erster Stelle sieht, noch vor Analytics, Social und Technology.

Where the prevailing culture preaches control by the commanding executive and obedience by the employee, what’s needed is a culture that stresses openness and experimentation, and emphasizes the necessity of community. To stay relevant, organizations need to move toward a new business culture, one informed by purpose, mission, objectives, and the business environment, both economic and social. A culture where executives make it comfortable to communicate issues, where employees feel it’s acceptable to fail fast, to share knowledge in hopes of having people improve upon it, where becoming an expert and helping others is encouraged. Enterprise social cultures using enterprise social networks allow you to constantly ask: “What’s really important here?” and “Is our current plan effective?”

Das Revolutionäre an der Sache könnte sein, dass wir Mobilität nicht mehr als Bewegungssucht, Wissen nicht mehr als Informationsattacke und Community nicht mehr als Meeting-Inflation erleben. Das Revolutionäre könnte sein, wenn wir beginnen, in den weichen Faktoren die harte Währung des Social Business zu erkennen.

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