jump to navigation

CaseStudy: Wie Yammer die Innovationskultur bei Russmedia beflügelt March 11, 2014

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Microsoft, New World of Work, Referenz, Wertschöpfung.
trackback

Russmedia ist ein internationales Medienunternehmen, gewachsen aus den Wurzeln eines lokalen Buchverlags. Stark innovationsgetrieben und „First Mover“ in seinen Märkten. Vor diesem Hintergrund ist Yammer ein glücklicher Testfall für die neue Welt des Arbeitens. 

Russmedia
Die dynamische Social Enterprise Plattform ersetzt ein veraltetes, ziemlich unbewegliches Intranet und wird in Zukunft dafür sorgen, dass Innenbild und Außenbild noch besser zusammenpassen. Yammer verkörpert die Unternehmenskultur und die Dynamik einer Branche, die von Innovatoren und Gestaltern lebt. Und sie hat für die Unternehmensführung den entscheidenden Nebeneffekt, dass dadurch nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch Abteilungen, Standorte und Länder innerhalb des Familienkonzerns näher zusammenrücken.

Dass aus dem „Projekt Yammer“ kein typisches IT-Projekt wird, war von Anfang an klar. Nicht nur, weil es von ganz oben, also vom Business, getrieben wurde, „sondern auch, weil die technischen Herausforderungen bei der Implementierung von Yammer nur am Rande, wenn überhaupt, spürbar waren“, wie Peter Rädler, Geschäftsführer der Russmedia IT, hervorhebt.

DIE HERAUSFORDERUNG

Dafür gab es Herausforderungen, die eher organisatorischer und kultureller Natur waren. Denn zunächst einmal galt es, im Unternehmen das Interesse für eine Social Enterprise Plattform zu wecken; „was vor dem Hintergrund der bestehenden Lösung nicht so schwierig war“, wie Claudia Hartinger, Sekretärin der Geschäftsleitung, Advokatin und Seele dieses Projekts, mit einer leisen Ironie in der Stimme anmerkt. „Das Intranet, das wir hatten, war steif, hat nicht gelebt und ließ wenig Platz für Eigeninitiative. So war zum Beispiel ein Posting nur über Antrag möglich. Wir wollten das Intranet zu den Menschen bringen. Deshalb haben wir uns mit unseren Mitarbeitern zusammengesetzt, um herauszufinden, was sie interessiert, was sie brauchen und was ihn Spaß macht. Und haben uns dann auf die Suche gemacht. Sie dauerte nicht lange, weil wir mit Yammer relativ rasch eine Lösung gefunden haben, die genau das bietet, was wir benötigen.“ 

Markus_Raith„Ein Tool, das perfekt zu unserer offenen Unternehmenskultur passt und diese fördert“, wie Geschäftsführer Markus Raith im Gespräch in der Lobby ergänzt. Rund um uns sind Screens zu sehen mit Nachrichten und Medienformaten aus halb Europa. Auch Yammer-Konversationen können dort eingeblendet werden, wenn gerade Wichtiges passiert: „Als Medienunternehmen benötigen wir das Engagement aller Mitarbeiter und bauen auf deren Ideen. Deshalb brauchen wir so eine Plattform, wo die Mitarbeiter ihre Ideen auch einbringen können.“ 

Weil so etwas nur funktioniert, wenn es gelingt, die Mitarbeiter von Anfang an ins Boot zu holen, verzichtete man bei Russmedia auf alle Regeln und Vorschriften und vertraute auf natürliche Selbstregulierungsmechanismen. Dazu Claudia Hartinger: „Die Leute entwickeln sehr schnell ein Gefühl dafür, was passend ist und wie persönlich man sein kann. Man muss Vertrauen haben in diese Prozesse, der Rest passiert von allein. Egal, ob privat oder beruflich – wir wollten einfach, dass Leute das posten, was sie bewegt. Und übrigens ist es gerade die Durchmischung von Persönlichem und Beruflichem, die für mehr Engagement sorgt, weil sie den ganzen Menschen anspricht.“

DIE LÖSUNG

Wenn ein Mitarbeiter heute seinen Internet Explorer öffnet, öffnet sich auch automatisch die Startseite von Yammer, wo er alles findet, was er für seinen Einstieg in den Arbeitstag braucht. Die Umstellung war minimal, weil „wir alles, was uns im alten Intranet wichtig war, auch auf die neue Plattform mitgenommen haben“, wie Peter Rädler betont. Neben den heißesten Neuigkeiten findet er auch seine Checklisten, Reiseabrechnungen und selbst „Clockwork“, das Zeitstempel-Tool, wurde in Yammer integriert. Und wenn es einmal keinen automatisierten Integrationsprozess gab, wurde wie im Fall des Geburtstags- und Jubiläums-Tools eben schnell eine Power-Shell geschrieben, um das Service zu übernehmen. „Das ist eben der Vorteil einer Standard-Plattform, wie Microsoft sie bietet“, fügt Peter Rädler hinzu, „dass solche Lösungen dann nicht viel mehr sind als eine nette Fingerübung.“ In diesem Fall kommt von der Personalabteilung ein Excel-Sheet, das auf den SharePoint Server exportiert wird. Dort wird es von der Powershell ausgelesen und an Yammer geschickt, wo automatisch ein Posting generiert wird – mit dazugehörigem Foto natürlich, das – ebenfalls automatisch – über das Active Directory hochgeladen wird.

Wenn Peter Rädler von Fingerübungen spricht, dann meint er das auch so. Als Innovations-Inkubator ist er es gewohnt, dass seine Gedanken um den User, seine Erfahrungen und Bedürfnisse kreisen: „Die einzige Herausforderung, die es gibt und immer geben wird, ist es, die Plattform lebendig zu halten und dafür zu sorgen, dass wirklich alle mit an Bord sind. Wir lernen ständig voneinander. Das heißt natürlich auch, dass dieses Projekt nie abgeschlossen sein wird.“

DIE SEKUNDÄREFFEKTE

Yammer ist kein Tool, das man einsetzt und damit hat es sich. Yammer ist mehr ein Projekt, ein Prozess, auf den man sich einlässt. Es sind die Sekundäreffekte, die Überraschungen, die diesen Prozess bereichern. Russmedia zeigt, wie man sich darauf einlässt. Mit viel Vertrauen und ohne Bevormundung. „Weil ein bisschen Vertrauen nicht geht,“  wie Claudia Hartinger betont. Die hohe Akzeptanz quer durch alle Altersgruppen gibt ihr und den Initiatoren bei Russmedia recht. „Wir haben Mitarbeiter jeder Altersgruppe. Deshalb war es für uns auch besonders wichtig, dass die Bedienung wirklich einfach ist. Dadurch können wir auch neu hinzukommende Mitarbeiter vom ersten Tag auf die Plattform holen. Sie stellen sich selber vor, mit Foto und einem kurzem Kommentar. Und das geht dann auch weiter in den Alltag. Zum Beispiel bei Veranstaltungen. Da war es früher so, dass einer die Fotos verschickt hat, meist noch über E-Mail, heute gibt es viele, die ihre Fotos von einer Veranstaltung zentral hochladen, was das Ganze natürlicher abwechslungsreicher und unterhaltsamer macht.“

Social Enterprise ist kein Minderheitenprogramm. Wer das so wie Russmedia ernst nimmt, hat die halbe Miete eingefahren. Daneben spielen natürlich auch „unternehmerische Entscheidungen und wirtschaftliche Aspekte eine Rolle“, wie Markus Raith ergänzt. Wir wollen die Firmenkulturen, die wir in den verschiedenen Ländern haben, weiterhin pflegen; wollen aber gleichzeitig, die einzelnen Kulturen unter dem Russmedia-Dach enger zusammenführen. Und – ganz wichtig: Wir fördern das unternehmerische Denken der Mitarbeiter, damit überall im Unternehmen Innovation passieren kann.“

Und das ist durchaus im Sinne des Erfinders.

—-

Übrigens: Das VIDEO dazu sehen Sie in Kürze hier in diesem Blog.

Comments»

No comments yet — be the first.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: