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VIDEO: Keimgasse Mödling February 27, 2017

Posted by Wolfgang Tonninger in Innovation, New World of Work, Referenz.
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Es war kurz vor Weihnachten, als wir in Mödling im Gymnasium Keimgasse für Microsoft drehten. Spannend, dachten wir. Auch weil wir wissen wollten, wie es sich anfühlt, nach mehr oder weniger langer Zeit wieder in einer Schule zu sein. Die Keimgasse überraschte uns in vielen Belangen: wir sahen in viele interessierte und aufgeweckte Gesichter, auf Schüler- und Lehrerseite, stießen auf vieles, was außerhalb der Klassenzimmer in Kleingruppen mit viel Engagement und Spaß passierte. Und wir sahen vor allem, was kreativer und verantwortungsvoller Technologieeinsatz im Schulbereich bringen kann.

Gerade durch die Schaffung solcher flexibler Arbeits- und Lernsituationen gelingt es Schulen wie der Keimgasse in Mödling, eine Brücke zu schlagen, von der sowohl Schulen als auch Unternehmen profitieren, wie Stephan Waba, Bundesministerium für Unterricht und Kunst, Abteilung IT-Didaktik und Digital Medien, konstatiert: „Schulen wie die Keimgasse Mödling sind absolute Vorreiter in unserem Programm eEducation. Und ihre Teilnahme am Technology Adoption Programm von Microsoft bestätigt unseren Weg – dass nämlich junge Menschen lernen müssen zu lernen, damit sie flexibel auf Herausforderungen im Berufsleben reagieren können.“

PS: Interessantes Detail am Rande: Wir hatten das Gefühl, dass die Handy-Nutzung in den Pausen geringer war als sonstwo auf der Straße und die Schüler bewusst den Dialog untereinander suchten.

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VIDEO: Zu Besuch beim Start-up AprintaPro August 24, 2015

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Innovation, Interviews, New World of Work, Referenz.
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Als passionierter Entwickler hat Mathias Zwirschitz, Master-Mind und Gründer des Start-ups AprintaPro ziemlich schnell das Problem der 3D-Drucker für den Heimgebrauch entdeckt: die Haftung der 3D-Drucke auf der Druckoberfläche: “Dieses Problem haben wir mit Printer Fix gelöst, ein Haftmittel für 3D-Drucke für den Heimgebrauch. Wir sind der erste Anbieter weltweit, der mit allen Materialien und Druckern arbeiten kann.”

Dabei hat das avancierte Wiener Start-up von Anfang an den globalen Markt im Auge – und vertraut dabei auf Microsoft IT-Lösungen, die selbst sprunghaftes Wachstum optimal unterstützen. Das international zusammengewürfelte Team aus 6 Leuten setzt auf dynamische Kommunikation und verzichtet weitgehend auf klassische Firmenattribute, wie Govin Nair, Marketing Manager des Unternehmens betont: “We don’t need a fancy office, we work from everywhere, from our homes, from the university, from coffeeshops and even from a park bench. And that’s why we need technologies that support these different styles of working.”

Wir drücken dabei die Daumen!

Bill Gates on how the world will change January 26, 2015

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Interviews, New World of Work, Trends.
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The Verge sat down with Bill Gates to talk about his ambitious vision for improving the lives of the poor through technology. It just so happens that The Verge exists to explore that kind of change — which is why Bill Gates will be The Verge’s first ever guest editor in February. http://www.theverge.com/2015/1/22/7872391/bill-gates-interview-how-the-world-will-change-by-2030 Interesting and very questionable at the same time … about GMO, Bitcoin, Learning, Open Systems, etc … thinking before, beyond and around the paradigm shift …

VIDEO Case: Pipelife – mit Kunststoffrohren Welten verbinden December 16, 2014

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Interviews, New World of Work, Referenz, Security, User-Experience.
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Pipelife stand vor der Herausforderung, 20 verschiedenen E-Mail-Systeme möglichst rasch in eine einheitliche Kommunikationsplattform zusammenzuführen und in die Wienerberger Gruppe zu integrieren. Gelungen ist dies mit Office 365 und einem hybriden Ansatz, der es erlaubt, die Cloud-Welt von Pipelife und die lokale On-Premise-Welt von Wienerberger so transparent miteinander zu verbinden, dass Mitarbeiter ihren Präsenzstatus einsehen, Kalendereinträge teilen und auf ein einheitliches Adressbuch zugreifen können. Unterm Strich sorgt dies für mehr Flexibilität des Einzelnen und eine bessere Zusammenarbeit im Unternehmen.

„This is not a Pipe“ – das berühmte Bild von René Margritte empfängt uns mit seinem feinen Humor und einer zusätzlichen Pointe, als wir das Büro von Marc Vandermensbrugghe, Chief Financial Officer (CFO) von Pipelife, betreten; und stößt wie von selbst die Tür auf in Richtung Kultur, die in diesem Unternehmen einen großen Stellenwert hat. Das unterstreicht auch Niels Rune Solgaard-Nielsen, CEO des Unternehmens, der sich inzwischen zu uns gesellt hat: „Wenn wir von IT sprechen, sprechen wir nicht von Technologie, sondern darüber, wie wir Menschen miteinander verbinden. Richtig eingesetzt kann Technologie zu einer Kultur beitragen, in der wir uns gegenseitig unterstützen, um Ziele gemeinsam zu erreichen.” Dieser entschiedene Blick auf die kulturellen Aspekte ist durchaus bemerkenswert für ein Projekt, in dem auch die Zahlen stimmen, wie Marc Vandermensbrugghe betont: „Unser Ziel war es, jeden Pipelife Mitarbeiter in einem einheitlichen System zu integrieren. Mit dem Effekt, dass wir heute bei den Telefon- und Reisekosten signifikante Einsparungen erzielen.”

Das ist aber noch nicht alles. Zur wirklichen „coolen Integrationsgeschichte“, wie Boris König, Head of Corporate Information Management, meint, wird dieses Projekt erst durch die Anwender. „Die Zusammenführung der unterschiedlichen Systeme war die eine Seite. Die Integration in die bestehende On-Premise Exchange-Umgebung über ein hybrides Szenario war die andere. Entscheidend aber ist, dass es in der Unternehmensrealität für die Anwender keinen Unterschied macht, in welcher Welt sie sich aufhalten – On-Premise oder in der Cloud. Sie können Kalenderdaten austauschen, sie haben ein globales Adressbuch mit allen Kontaktdaten, sie können Meetings festsetzen und dabei auch den Präsenzstatus der Teilnehmer berücksichtigen. Diese Transparenz zeigt, dass die Integration wirklich nahtlos gelungen ist.“

Die Umsetzung
Eine weitere Herausforderung in diesem Projekt bestand darin, Integration und Implementierung möglichst zügig voranzutreiben – was bei 1.600 Usern in 26 Ländern und einem Projektteam von gerade einmal vier Leuten zunächst wie ein frommer, nicht sehr realistischer Wunsch anmutete. An dieser Stelle kann sich Boris König ein Schmunzeln nicht verkneifen, schaffte er es doch in diesem Prozess, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: „Um nicht zuvor die verschiedenen Active Directories integrieren zu müssen, entschieden wir uns für den Einsatz des Microsoft Forefront Identity Managers. Er erlaubte es uns, die notwendigen Daten einfach in ein globales Verzeichnis zu übernehmen und dort mit einem Office 365-Tool namens DirSync in die Cloud zu synchronisieren. Das Erfreuliche daran ist, dass wir mit diesem Tool gleichzeitig auch die Datenqualität dramatisch anheben konnten.” Konkret können durch bestimmte Mechanismen, die der Forefront Identity Manager bietet, auf der einen Seite Daten direkt und automatisch übernommen werden, auf der anderen Seite wurden damit Qualitätshürden für die Dateneingabe eingebaut, die sicherstellen, dass z.B. für jeden Mitarbeiter die Telefonnummer im richtigen (d.h. internationalen) Format gespeichert wird. Eine Maßnahme, die bei den Anwendern besonders gut ankommt, weil sie sich damit auf die Richtigkeit der Daten, die sie im System finden, jederzeit verlassen können – was wiederum die Nutzung ankurbelt.

Womit wir bei der Akzeptanz wären, die bei so einem Projekt neben der technischen Implementierung naturgemäß extrem wichtig ist. Weil Mitarbeiter auch unterstützt und geschult werden mussten, war es von zentraler Bedeutung, von Anfang an das Management und alle Stakeholder in den Ländern an Bord zu holen – damit auch die Lernziele, Lizenzaspekte, Compliance-Aspekte und die örtlichen Infrastrukturvoraussetzungen berücksichtigt werden konnten. Das passierte in lokalen KickOff-Veranstaltungen, in denen die neue Kommunikationsumgebung den Anwendern schmackhaft gemacht wurde. Boris König erinnert sich an einen

Gag, bei dem während der Präsentation der Ernstfall simuliert und angenommen wurde, dass gleichzeitig die Internet-Verbindung und das Stromnetz zusammenbrechen: „Wir zeigten, dass wir selbst in diesem Fall die Präsentation vom Smartphone fortführen konnten. Das hat die Leute beeindruckt und unsere Überzeugungsarbeit ganz wesentlich erleichtert.”

Die persönliche Nutzung
In dieselbe Kerbe schlägt auch Marc Vandermensbrugghe: „Entscheidend ist, dass wir uns verbinden und austauschen können, wann immer wir wollen und wo immer wir sind. Im Büro, zuhause oder unterwegs. Und dass es einfach ist – egal, welches Endgerät wir einsetzen: Laptop, Desktop, iPad oder Smartphone. Ein Klick und wir sind verbunden.” Auf seine persönliche Lync-Nutzung angesprochen, lässt sich Marc Vandermensbrugghe Zeit für einen differenzierten Blick: “Natürlich ist jetzt nicht alles Lync, nur weil wir Lync haben. Für Ganztagesmeetings mit lokalen Managern bevorzuge ich, physisch präsent zu sein, aber gerade für kurze Adhoc-Abstimmungen in verteilten Teams ist Lync geradezu perfekt.” Boris König „outet sich“ persönlich als OneNote-Fan, weil er damit am besten seine Ideen organisieren und abrufen kann: „Weil es auch am Wochenende immer wieder vorkommt, dass ich eine Idee am Handy festhalte. Und am Montag kann ich dann im Office nahtlos mit meinem Laptop weitermachen. Oder auf Reisen: Da arbeite ich mit einem iPad und habe via Office 365 jederzeit Zugriff auf meine Daten. Und ich muss nicht daran denken, beim Umstieg von einem Endgerät auf das andere meine Daten zu replizieren.”

Bei Pipelife wird IT vom User her gedacht!
Das zeigt sich auch beim Thema Gerätevielfalt. Hier geht die IT-Abteilung einen Weg, der eng mit den Anwendern abgestimmt ist. Dazu Boris König: „Natürlich versuchen wir im Bereich PC und Laptop zu standardisieren, aber gerade im Bereich mobile Devices hat es sich gezeigt, dass wir uns öffnen und in der Lage sein müssen, ganz unterschiedliche Plattformen zu integrieren. Auch, weil sich die Welt so rasch verändert und wir einfach nicht sagen können, welche Devices sich in naher Zukunft behaupten werden.”

Auf Augenhöhe miteinander arbeiten August 21, 2014

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, New World of Work, Wertschöpfung.
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Unsterstützendes Crowd-Funding-Projekt im Umfeld des neuen Arbeitens. Zögern Sie nicht und helfen Sie mit, diesen Film zu realisieren! Hier gehts zum Projekt und Ihren Möglichkeiten der Beteiligung >>> LINK!

Satya Nadella zwischen den Zeilen July 18, 2014

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Microsoft, New World of Work, Trends, Wertschöpfung.
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Es ist nun knapp eine Woche her, dass Satya Nadella ein Email an alle Microsoft Mitarbeiter ausgeschickt hat, das durchaus Manifest-Charakter hat. Ed Bott von ZDNet las in seinem Blog zwischen den Zeilen und wurde fündig: 5 Punkte sind ihm hervorhebenswert.

1) Microsoft macht Dinge heute anders als unter Steve Ballmer.

While the devices and services description was helpful in starting our transformation, we now need to hone in on our unique strategy.”

2) In Microsoft’s Zukunft zählen Erfahrungen, nicht mehr Products & Services.

Ed Bott: “We help people get stuff done” is the folksy version of that vision”, wobei Stuff, wie Ed Bott betont, vieles sein kann. Und diese Vielfalt in Bezug auf Szenarios ist Programm.

3) Windows überall! Der König ist tot, es lebe der König …

Ed Bott geht ins Detail und zählt die Häufigkeit der Begriffe. Klarer Sieger Windows mit 13 Erwähnungen, was darauf hinweist, dass Windows Device- und Plattformübegreifend die große Klammer bleibt. Dahinter Xbox mit 6, Azure und Skype mit 3 und Office mit 2 Erwähnungen. Diese Reihung zeigt auch, dass Gaming in einer Mobile-First-Welt eine Säule ist, die man nicht auslagern darf.

4) Entwicklung wird neu gedacht.

In order to deliver the experiences our customers need for the mobile-first and cloud-first world, we will modernize our engineering processes to be customer-obsessed, data-driven, speed-oriented and quality-focused. … We will streamline the engineering process and reduce the amount of time and energy it takes to get things done.”

5) Microsoft ist offen für alle Anwender und Szenarios.

Kein Entweder-Oder zwischen Enterprise und Entrepreneurs und Consumers. Das Ziel heißt Technologienutzung ohne Reibunsgverlust über Plattformen, Devices und Szenarios hinweg.

All of these apps will be explicitly engineered so anybody can find, try and then buy them in friction-free ways. They will be built for other ecosystems so as people move from device to device, so will their content and the richness of their services – it’s one way we keep people, not devices, at the center.”

Gerade geschrieben, ist dieser Post auch schon wieder von einer anderen Nachricht überlagert. Eine, die nicht zwischen den Zeilen steht, sondern fettgdruckt und unübersehbar. Die Rede ist davon, dass Microsoft im nächsten Jahr 18.000 Jobs streichen wird. Um das zu verstehen, braucht man keine Kaffeesatzleser.

 

Büro unter freiem Himmel June 25, 2014

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Events, New World of Work, Referenz.
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Um flexible und moderne Arbeitsstile haut- und lebensnahe zu zeigen, verwandelten Microsoft und die Firma Leitner den Stadtplatz in Sterzing in ein Büro unter freiem Himmel.

Für das südtiroler Unternehmen, das in der Region ca. 900 Personen beschäftigt, bedeutet “Smart Working” vor allem Flexibilität im Umgang mit neuen Technologien. Das zeigt sich auch darin, dass das Unternehmen auf Office 365 im Rahmen einer Hybrid-Cloud-IT-Strategie setzt – mit vorhandener on-premise Microsoft-Infrastruktur.

Bikerin mit Bike in Sesselbahn von LEITNER ropeways, "Foto: "Sellaronda HERO"

Bikerin mit Bike in Sesselbahn von LEITNER ropeways, “Foto: “Sellaronda HERO”

Die von Leitner gemachten Erfahrungen haben auch deshalb einen besonders hohen Stellenwert, weil zur Erstellung von Seiltransportsystemen bei Projekten und Abnahmeprüfungen die Mitarbeiter häufig außerhalb des Büros arbeiten und trotzdem irgendwie online bleiben müssen, weil bloße Erreichbarkeit nicht ausreicht. Es ist die Möglichkeit, jederzeit und von jedem Ort aus Daten auszutauschen und Zugang zu Anwendungen sowie zum gesamten betrieblichen Informationsmaterial zu haben, die langfristig einen Wettbewerbsvorteil sichert, wie Anton Seeber, Vorstandsmitglied von Leitner, betont: “Ständig online zu sein und jederzeit und von jedem Ort aus strategische Informationen auszutauschen, ist angesichts unserer weltweiten und besonders komplexen Tätigkeiten, bei welcher die Mitarbeiter häufig außer Haus unterwegs sind, von grundlegender Bedeutung. Dies stellt nicht nur einen Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen dar, sondern auch einen wichtigen Vorteil für unsere Mitarbeiter, da sie dank der neuen technologischen Instrumente einen flexibleren Arbeitsstil verwirklichen, in dem sie Arbeitsleben und Privatleben besser aufeinander abstimmen können.” 

Abgesehen davon, dass die Mitarbeiter motivierter sind, weil sie ihre Work-Life-Balance optimieren können, sind sie auch produktiver!”

Und Vieri Chiti, Leiter der Office-Abteilung von Microsoft, Italien ergänzt: “Abgesehen davon, dass die Mitarbeiter motivierter sind, weil sie ihre Work-Life-Balance optimieren können, sind sie auch produktiver und ermöglichen dem Südtiroler Unternehmen einen wichtigen Wettbewerbsvorteil. Bei der italienischen Bevölkerung durchgeführte Untersuchungen zeigen außerdem, dass diejenigen, die Technologien verwenden, um außerhalb des traditionellen Arbeitsumfelds arbeiten zu können, sich als produktiver (92 %), aber auch als kooperationsbereiter (85%) einstufen”.

Showcasing Workplace Advantage June 18, 2014

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Microsoft, New World of Work, Referenz.
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Kurzweiliges Video zur neuen “Architektur der Zusammen-Arbeit” in Microsoft Offices auf der ganzen Welt. Flott geschnitten und sympathisch, vielleicht etwas zu stark gebürstet, clean. Aber wer die Musik aushält, dem wird es gefallen.

Enterprise Social – eine Reise May 7, 2014

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Innovation, Interviews, New World of Work, Referenz, Trends, User-Experience.
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Das Projekt Enterprise Social wurde bei Microsoft vergangenen September gestartet. Wir wagen nach etwas mehr als einem halben Jahr eine Bestandsaufnahme, einen Etappenbericht dieser Reise. Ein bewusst ausufernd angelegtes Gespräch mit den Projektverantwortlichen Alexandra Moser (Office Lead), Martina Klenkhart (Enterprise Social) und Nina Schmidt (Human Ressources) – im Wissen darum, dass in Kulturprojekten die entscheidenden Dinge oft an den Rändern passieren.

Alexandra Moser

Alexandra Moser

Nina Schmidt

Nina Schmidt

Martina Klenkhart

Martina Klenkhart

 

 

 

 

 

 

 

 

Wo ist dieses Projekt Enterprise Social bei Microsoft verankert bzw. wie wichtig ist Social Enterprise für Microsoft?

AlexandraM: Gute Frage. Große Frage. Im Prinzip müssten wir schon mal über den Begriff des Projektes sprechen, der suggeriert, dass es so etwas wie einen klaren Projektzeitraum und ein präzises Ende gibt. Was wir sehen, ist, dass wir mit NWoW (New World of Work) eine Reise begonnen haben, die wir nun mit Social Enterprise fortsetzen.

Also kein Hafen in Sicht?

AlexandraM: Immer wieder ein neuer Hafen in Sicht. Wenn man so will, fungiert Enterprise Social wie ein weiterer Motor für die neue Welt des Arbeitens, in die wir vor drei Jahren mit dem Radikalumbau des Wienerberg-Office gesprungen sind. Damals war alles neu. Heute können wir bereits auf gewisse Erfahrungen aufbauen, aber auf der anderen Seite haben wir auch gelernt, dass viele Dinge nicht planbar sind. In erster Linie geht es darum, dass man losgeht.

Egal in welche Richtung?

NinaS: Natürlich nicht. Wir haben Spielregeln definiert und wir bemühen uns, den Mehrwert dieser Spielregeln für jeden Einzelnen transparent zu machen. Das kann mitunter viel Energie verschlingen. Auf der anderen Seite wird uns unheimlich viel klar dabei und es ist aufregend, weil wir jeden Tag spüren, dass wir ein lernendes Unternehmen sind. Wir sehen, dass die Kultur sich verändert und wir sind Teil davon. Das ist ein unheimlich spannender Prozess, der dazu führt, dass unsere Arbeit uns fordert und Spaß macht.

MartinaK: Daran kann man auch ablesen, wie wichtig Enterprise Social für Microsoft ist. Enterprise Social hat keine Grenzen. Als Kulturprojekt umfasst es das ganze Unternehmen, wenn es ernst gemeint ist. Wir können gar nicht anders, als unsere Organisation mit jedem Tag mehr als großes Netzwerk zu begreifen.

Ist damit auch die Frage beantwortet, ob Social Enterprise business-kritisch ist?

NinaS: Das kommt ein bisschen darauf an, was man darunter versteht und wie man den Erfolg misst. Fest steht, dass man mit klassischen KPIs (Key Performance Indicators) nicht allzu weit kommt. Und fest steht auch, dass sich die neuen KPIs erst mit dem Projekt ausbilden. Was wir aber wissen, ist, dass unsere Wettbewerbsfähigkeit in Zukunft davon abhängen wird, wie wir das kreative Potenzial in unserem Unternehmen bestmöglich nutzen. Und da stehen wir mit Microsoft sicher nicht alleine da. Insofern gebe ich dir ein klares JA auf deine Frage: absolut business-kritisch!

Wie startet man eigentlich so ein Projekt, das permanent über seine Grenzen hinausschießt?

MartinaK: Ich mag das Bild, denn es ist in der Tat nicht einfach, das Projekt einzugrenzen. Zunächst haben wir einmal drei Bereiche identifiziert, auf die wir fokussieren. Nummer 1) betrifft „Use Cases“ oder Einsatzszenarien, wo wir Praxisbeispiele sammeln, die uns die Frage in immer neuen Schattierungen beantworten, wo und wann sich der Einsatz von sozialen Netzwerktechniken lohnt. Nummer 2) umfasst den Bereich „Readiness“, wo es sehr konkret darum geht, Fertigkeiten im Umgang mit den Tools zu vermitteln und zu zeigen, wie das Zusammenspiel von SharePoint, Lync, Yammer und E-Mail funktionieren kann …

AlexandraM: … wobei gesagt werden muss, dass wir versuchten, auch beim Thema Wissensvermittlung neue Wege einzuschlagen. So haben wir u.a. unser Management mit einem „Reverse Mentoring“-Ansatz in dieses Projekt hereingeholt, bei dem wir die Mitglieder des Leadership-Teams mit Praktikanten der Generation Y zusammenspannten, die ihnen Social Media Insights und Techniken aus erster Hand vermittelten. Dass dabei auch umgekehrt Management-Insights in die andere Richtung weitergegeben und begeistert aufgenommen wurden, zeigt den kulturellen Tiefgang solcher Maßnahmen.

MartinaK (lachend): Du siehst: egal, was wir anstoßen, wir schweifen ab.

Wenn das eine Abschweifung ist, dann ist sie sehr essentiell!

MartinaK: Ich möchte trotzdem versuchen, den roten Faden wieder aufzunehmen und mit dem dritten Bereich fortfahren, den wir eingangs definierten – die „Rules of Engagement“ oder „Spielregeln“, die gemeinsam entwickelt werden, um dem Projekt eine Richtung zu geben. Hier geht es vor allem darum, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wann und wo welcher Kommunikationskanal am besten geeignet ist. So ist für uns Yammer der Ort, wo wir miteinander kommunizieren und uns inspirieren lassen. Wo wir zufällig über spannende Dinge oder großartige Kollegen stolpern, von denen wir gar nicht gewusst haben, dass es sie gibt bzw. dass sie diese Kompetenz besitzen. Die Dokumentation hingegen wollen wir dort nicht haben – die gehört auf einen zentralen Teambereich auf SharePoint, auf die wir dann verlinken. Damit entgehen wir den leidigen Versionsproblemen, die man sich einhandelt, wenn man hier nicht exakt ist.

Statt „exakt“ könnte man auch „streng“ sagen: Wie viel Kontrolle braucht so ein Projekt?

MartinaK: Je besser es uns gelingt, die Spielregeln zu erklären und verständlich zu machen, umso weniger Kontrolle braucht es. Fakt ist, dass Social im Unternehmenskontext ganz ohne Disziplin nicht geht. Je mehr Möglichkeiten und Freiheiten wir haben, desto wichtiger wird die Frage, wie wir damit umgehen. Und hier sorgt Disziplin für ein wichtiges Momentum. Auf der anderen Seite wissen wir alle, dass man mit Kontrolle in so einem Projekt nicht weit kommt, auch wenn es Stimmen gibt, die diese einfordern. Und dass man viel Vertrauen braucht, dass sich die Prozesse, die wir hier anstoßen, mitunter von selber regeln.

AlexandraM: Ich erinnere mich an die Ängste, als wir unser NWoW-Projekt gestartet haben, dass wir Budget in die Hand nehmen, um in ein neues Büro zu investieren und dann niemand mehr reingeht, weil alle daheim im Home-Office sitzen. Diese Angst erwies sich als unbegründet und wir sind gegenüber diesem Thema heute sehr entspannt. So oder ähnlich geht es uns nun auch mit Enterprise Social. Das ist ganz natürlich, weil viele Entwicklungen noch gar nicht absehbar sind. Gleichzeitig wissen wir, dass es bei Social um Öffnung geht und um die Freiheiten, die damit verbunden sind. Die Angst begleitet uns, indem sie an bestimmten Stellen hochpoppt, aber wir dürfen uns von ihr nicht die Richtung aufzwingen lassen.

NinaS: Wir haben gar keine andere Chance. Wenn wir in Richtung Enterprise Social gehen, müssen wir das zulassen, mit Kontrolle geht gar nichts. Sie würde das ganze Projekt konterkarieren. Ein bisschen Enterprise Social geht nicht.

Freiheit bedeutet also nicht „Anything-Goes“. Um diesen Unterschied zu unterstreichen gibt es Spielregeln und Strukturen. Könnt ihr mir ein Beispiel geben, an dem man sehen kann, wie Struktur und Chaos miteinander kämpfen?

NinaS: Würde es nicht als Kampf bezeichnen. Es ist ein Spiel. Ein Spiel, bei dem es um viel geht. Denn es geht dabei um nichts weniger, als um die Etablierung neuer Konventionen, die es gilt, gegenüber den Klassikern wie E-Mail zu behaupten. Die Spielregeln, die wir definiert haben, befassen sich zb damit, wann man neue Gruppen machen soll, wie die Naming- oder Tagging-Konventionen aussehen, wann man ein „@mention“ setzt, um bei einem Post bestimmte Leute direkt anzusprechen, wie und warum man sein Profil möglichst aussagekräftig gestaltet, wann und warum man Gruppen wieder schließen sollte, wie man mit sensitiven Inhalten umgeht etc …

… und je besser diese Spielregeln verinnerlicht sind, umso weniger haben Gegentendenzen ein Chance, die mehr Struktur und Kontrolle fordern.

AlexandraM: Exakt! Weil es dann zb auch wenig Wildwuchs bei den Gruppen gibt und die Orientierung damit leichter fällt. Und damit auch der Nutzen für jeden klar ist. Oder weil sensitive Inhalte nicht auf Yammer gepostet, sondern im persönlichen Gespräch oder über E-Mail diskutiert werden. Diese Gegentendenzen rühren ja auch daher, dass die Leute heute einfach nicht mehr jeden neuen Kanal mit offenen Armen begrüßen, sondern sehr genau hinsehen, ob die Informationsbelastung nicht dadurch noch größer wird.

Weil mit jeder Straße, die man baut, auch der Verkehr größer wird.

MartinaK: Dass wir unsere Kollegen in Hinblick auf die E-Mails spürbar entlasten, ist dezidiert in unseren Zielen verankert. Aber es geht natürlich weiter. Denn wir hätten das Thema verfehlt, würden wir am Ende die Explosion bei den E-Mails zwar eindämmen, jedoch nur um den Preis, dass auf der anderen Seite die Gruppen explosiv wachsen. Es geht auch um eine neue Achtsamkeit im Umgang mit Information.

Stichwort Nutzen: Wie hat sich eure Arbeit verändert? Wo macht ihr den Nutzen fest? Gibt es konkrete Beispiele?

AlexandraM: Da gibt es viele, sehr unterschiedliche Szenarien. Ich bin zb jetzt in einer PR-Gruppe, wo ich verfolgen kann, welche Diskussionen am Markt und in den Medien laufen, und welche Fragen von Journalisten gestellt werden. Ich kann mitverfolgen, was so passiert und das ist für mich enorm hilfreich, weil ich ein Gespür dafür bekomme, wo der Diskurs sich gerade hinbewegt. Zweites Beispiel: Ich bin auch in einer Community, die nennt sich „MOD (Microsoft Office Division, Anm. des Verf.) & Friends“, in der unterschiedliche Stakeholder vertreten sind – ca. 70 Leute. Sie fungiert für mich als Info-Kanal, der blendend funktioniert. Da weiß ich sehr genau, dass ich fast immer und sehr schnell eine Antwort bekomme, wenn ich was brauche und etwas hineinposte. Für so etwas hatte ich keinen passenden Mail-Verteiler. Aber das gehört zum Arbeitsalltag, dass Fragen auftauchen, bei denen man nicht weiß, wer die Antwort hat …

NinaS: … wobei Gruppe nicht gleich Gruppe ist. Da gibt es Arbeitsgruppen, wo wirklich Projekte miteinander entwickelt werden und der Mehrwert sofort spürbar ist. Und dann gibt es solche, wo man Facebook-like mitliest und schaut, was so läuft. Und wieder andere dienen mir als Ressourcenpool, wo ich eine Suchanfrage starte, wenn ich was brauche. Diese Sensibilitäten und Unterscheidungen entwickelt man mit der Zeit. Wo will ich eine Benachrichtigung, wenn etwas passiert und wo nicht.

MartinaK: Die Abstimmung in verteilten Teams hat sich durch Social Enterprise wesentlich verbessert. Vor allem in kleineren Gruppen mit einem gemeinsamen Ziel funktioniert das ausgezeichnet. Beispiel: unsere Gruppen für „Strategic Accounts“ – da arbeiten unter anderem Services, Account Manager, Solution Architects und die Interessensvertreter der Partner hinein. Und da ist oft auch das Management mit von der Partie und hat die Möglichkeit, Stimmungen aufzunehmen oder Herausforderungen anzusprechen, wenn ein Kundentermin ansteht.

NinaS: Das kann ich unterstreichen. In meiner persönlichen Wahrnehmung ist der Austausch, der über den Tellerrand hinausgeht, besser geworden. Man bekommt mehr mit aus den unterschiedlichsten Bereichen. Das kann mitunter auch Stress bedeuten, wenn man dieses Mehr nicht diszipliniert gestaltet.

Gibt es so soziale „Messies“, die damit Probleme haben?

NinaS (lacht): Ich denke, in jedem von uns schlummert ein solcher. Als HR-Verantwortliche finde ich es wichtig, dass wir unterschiedliche Geschwindigkeiten und Herangehensweisen zulassen. Wer Enterprise Social sagt und nicht bereit ist, Vielfalt zulassen, der wird ins Strudeln kommen.

Wie wichtig ist die Beteiligung des Managements für das Gelingen eines solchen Projekts?

NinaS: Überlebenswichtig – wie in jedem Kulturprojekt. Die Mitglieder des Leadership-Teams sind wichtige Role-Models und Treiber.

Welche Learnings könnt ihr Unternehmen mitgeben, die sich für Social Enterprise interessieren?

NinaS: Dass man bereit sein muss, neue Erfahrungen selbst zu machen. Es gibt keine Best Practice, die man einfach übernehmen kann. Weil Enterprise Social kein Toolset ist, das man implementiert. Wichtig ist, dass man 1) die interne Kommunikation wirklich ernst nimmt und 2) nicht aufhört, nach dem Sinn und dem Nutzen zu fragen …

MartinaK: … und zwar auf drei Ebenen: Was habe ich davon? Was hat meine direkte Arbeitsgruppe davon? Und was hat meine Organisation als Ganzes davon?

NinaS: Genau! Was zählt ist der Mehrwert, der sich ganz konkret zeigt oder nicht zeigt. Es geht nicht um Yammer, es geht darum, wie wir bei Microsoft Österreich miteinander arbeiten. Das kann man nur bis zu einem bestimmten Punkt erklären. Den Rest muss man vorleben.

So einfach, so kompliziert!

NinaS: Ich würde mir wünschen, dass unser Beispiel Schule macht. Dass Arbeit, Spaß und Lernen nicht länger unvereinbar sind, sondern als Zutaten wahrgenommen werden, ohne die Innovation auf der Strecke bleibt.

Danke für das Gespräch!

Tag der Arbeit: Rette sich, wer kann April 29, 2014

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, New World of Work, Trends, User-Experience.
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Wer ist es heute nicht – Wissensarbeiter? Information Worker? Knowledge Worker? Wir verwenden diese Begriffe meist synonym und legen damit unsere Gedankenlosigkeit offen. Wir schaufeln Informationen. Wir konsumieren Datenhappen, ohne Atem zu holen. Wir dröhnen uns zu mit Multi-Media. Aber wir wissen längst nicht mehr, was wir eigentlich suchen. “Hauptsache mehr”, denken wir. Dabei geht es exakt um das Gegenteil. Um weniger von allem. Um Selbstbeschränkung und Achtsamkeit. Und um ein Wissen, das den Keim der Veränderung in sich trägt; das erfahrungsnah zu neuem Handeln führt.

Vom Wissen betäubt? Ich möchte, dass Wissen uns leben macht, dass es uns kultiviert; ich möchte, dass es uns Haut und Wohnung ist, dass es uns hilft, zu essen und zu trinken, langsam zu gehen, zu lieben, zu sterben, zuweilen auch wiedergeboren zu werden, ich möchte zwischen seinen Laken schlafen, und ich möchte, dass es uns nicht äußerlich ist. Aber diese lebendige Kraft hat es verloren; wir müssen uns sogar vom Wissen heilen.

In kleine Häppchen zerteilt, neu bei jeder aufgenommenen Dosis, rasch monoton, schnell veraltet, vergänglich, kurzlebig und eher inflationär als in echtem Wachstum begriffen – so hat das Wissen, das uns Dissertationen, Artikel und Fachzeitschriften liefern, dieselbe Form angenommen wie die Informationsbrocken, die in Schrift, Bild und Ton von den Zeitschriften und sonstigen Medien ausgestreut werden, oder wie ein Bündel Banknoten oder wie ein Päckchen Zigaretten, in Einheiten aufgeteilt, bald schon in der Datenbank klassifiziert, unter Codes gefasst. Wir leben nicht mehr dem Gesprochenen hingegeben, wir werden auch die Sprache verlieren, nachdem wir den Sinn verloren haben, aber natürlich gilt unsere Hingabe weiterhin den Daten. Nicht denen der Welt, nicht denen der Sprachen, sondern denen der Codes. Wissen heißt heute sich informieren. Die Information wird die oberste, die universellste Form der Droge, der Gewöhnung, der Sucht.

Besagte intellektuelle Aktivität gleicht der Einnahme eines Narkotikums; wer es versäumt, die Information regelmäßig zu sich zu nehmen, verliert den Anschluss. Mit der neuesten Annonce sind alle vorangegangenen überholt, das ist das Gesetz der Droge, wonach nur der nächste Schuss zählt. Information und Droge machen nicht glücklich, wenn man sie hat, sie machen nur unglücklich, wenn man sie nicht hat.

aus: Michel Serres: Die fünf Sinne. Eine Philosophie der Gemenge und Gemische, Suhrkamp 1998, s.135

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