jump to navigation

Xbox One – Schaltstelle von Morgen? May 24, 2013

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Fun, Innovation, Microsoft, New World of Work, Trends, User-Experience.
add a comment

Gleich vorweg: Ich bin kein Gamer. Habe nicht die Seite gewechselt. Und nicht mal das Magazin. Aber was WIRED-Journalist Peter Rubin über seine exklusiven XBOX-Termin schreibt, schreit danach, kommentiert oder zumindest ausschnittweise wiedergegeben zu werden. Da wurde Großes geschaffen in einer Box, die unscheinbarer nicht sein könnte. Diese Konsole könnte von Adolf Loos sein, der im letzten Jahrhundert des letzten Jahrtausends gegen jede Form der oberflächlichen Verzierung zu Felde zog. Puristisch. Auf den Punkt gebracht. „Ornament ist Verbrechen“.

Aber die Xbox One ist viel mehr als eine Konsole, wie Peter Rubin betont:

The new Xbox had to deliver enough horsepower to fuel a generation’s worth of gaming—but it also had to deliver everything else: live TV; an OS architecture that allows for smartphone-style multitasking; a new Kinect sensor that can handle hi-def Skype calls and monitor your heart rate. The Xbox One isn’t just a console. It’s an entertainment borg that hopes to assimilate everything from your Blu-ray player to your cable box.

Wie wollen Sie es nennen? Gamification? Consumerization? Die Xbox One zeigt jedenfalls, was passiert, wenn Entertainment & Business aufeinandertreffen und augenblicklich verschmelzen. Anders kann man es nicht nennen, auch wenn Rubin in der Folge versucht, die Dinge auseinanderzuklauben:  Performance Explosion, Cloud Connection, TV Integration, Kinect Revolution. Kein Wunder, dass die zuständige Abteilung bei Microsoft Interactive Entertainment Business heißt und schon im Namen diese Verschmelzung betont. “Alignment” wollen wir es nicht nennen, das Wort ist rettungslos abgegriffen und nur mehr in theoretischen Fußnoten daheim.

Und die Zukunft? Und überhaupt?
Könnte die Xbox One die Drehscheibe sein, die unseren Umgang mit Technologie neu definiert? Vieles sieht danach aus.

At this point, fewer than 2 million Surface tablets have been sold. Windows Phone has a 3.2 percent share of the smartphone market. The Xbox 360, on the other hand, has sold 77 million units and has been the bestselling game console in the US for 28 straight months. Not to take anything away from Microsoft’s other consumer products, but there’s no longer any question which side the company’s bread is buttered on. And if the Interactive Entertainment Business division gets this right, the Xbox One is going to be a very, very big piece of bread.

We have no idea what the videogame landscape will look like seven years from now, just as we had no idea in 2005 how foundationally streaming and smartphones would change everything. The very concept of any physical media box may well be obsolete within a decade. But even if this is the last true console we ever see, one thing is for sure: Gaming isn’t just games anymore. And the Xbox One intends to keep it that way.

The real question, though, is what that means for Microsoft’s future plans. Apple’s a hardware company, and Google’s a software company, but they both offer an integrated experience that takes place within their walls (whether or not you look at those walls #throughglass or not). Microsoft makes both hardware and software—and does it well—but the company also knows that it doesn’t have the install base to lock down the experience. And more important, it’s lacking connective tissue. If its investment in Azure lets the cloud become that tissue, then the Xbox One could be the hub of the integrated experience Microsoft sorely needs.

Lesen Sie den Artikel. Eine Empfehlung!
http://www.wired.com/gadgetlab/2013/05/xbox-one/

Morgen ist heute schon gestern. Unser Umgang mit dem Neuen May 22, 2013

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Fun, Innovation.
add a comment

Im Blog von Tim O`Reilly fand ich einen köstlichen Eintrag über Tech Support im Mittelalter. Nicht gestern, nicht letzte Woche, sondern vor mittlerweile fünfeinhalb Jahren. Der Abstand zum Mittelalter hat sich seitdem nur unwesentlich verändert. Und unser Umgang mit dem Neuen ebenso wenig. Es liegt auf dem Tisch vor uns. Werkzeuge helfen uns nicht weiter. Auch keine Daten.

Fünfeinhalb Jahre sind eine lange Zeit. Lang genug, um unserem Video dank Cloud-Technologie und der sie begleitenden Ängste neue Aktualität einzuhauchen. Lachen Sie nicht. Je dämlicher unsere Fragen, umso besser. Das Neue lebt davon – Sie werden lachen.

VIDEO Case Physiotherm: Standardisiertes Wachstum mit Office 365 May 17, 2013

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Interviews, New World of Work, Referenz, User-Experience, Wertschöpfung.
3 comments

Neulich auf Besuch in Hall in Tirol bei Physiotherm, dem Spezialisten für Infrarotkabinen. Mit dem Umstieg von Google Apps auf Office 365 setzt das Unternehmen ein ganz klares Zeichen in Richtung Plattform und Integration. Für die Physiotherm-Mitarbeiter bedeutet es mehr Usability in der täglichen Arbeit, für die IT-Abteilung weniger Maintenance-Aufwände und für das Unternehmen, dass man viel flexibler am internationalen Markt agieren und standardisiert wachsen kann. Eine Erfolgsgeschichte auf allen Ebenen.

Bring dich mit! Wie «Consumerization von IT» unsere Arbeit verändert May 13, 2013

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, New World of Work, Trends, User-Experience, Wertschöpfung.
add a comment

Immer mehr Menschen projizieren ihre privaten Vorlieben auf den Arbeitsplatz. Sie möchten mit den Geräten arbeiten, die sie selbst ausgesucht haben (Stichwort: BYOD oder BYOIT), weil sie cool sind und ihrer persönlichen Arbeitsweise entgegenkommen. Das ist der springende Punkt, warum CIOs dieses Anliegen im Kontext der neuen Arbeitswelt nicht einfach übergehen können: Es geht nicht nur um Produktivität, es geht auch um die Wichtigkeit des Kundenfokus und damit um den Erfolg eines Unternehmen. Eine Studie von techconsult versucht eine Standortbestimmung zur „Consumerization of IT“.

Nicht alle Menschen haben denselben Arbeitsstil. Sie haben ihre eigenen Vorstellungen, wo, wie, wann und womit sie arbeiten möchten, um ihre bestmöglichen Leistungen zu erbringen. Diese Erkenntnis ist grundlegend für die neue Arbeitswelt. Für die IT-Abteilungen in Unternehmen bedeutet das, dass sie die IT-Werkzeuge für die Mitarbeiter nicht mehr nur nach Unternehmens- und Administrationsaspekten auswählen können, sondern auf die persönlichen Vorlieben der MitarbeiterInnen eingehen müssen.

Die Gründe liegen auf der Hand: 1) Mitarbeiter, die mit vertrauten Geräten arbeiten, brauchen keine Schulung. 2) Sie kennen Funktionen und Möglichkeiten ihrer Devices kennen und sogar auftretende Fehler selbstständig und mit hoher Motivation lösen, weil sie Interesse am Funktionieren der Systeme haben. 3) Und diese erhöhte Motivation ist ein wichtiger Produktivfaktor.

Wir sprechen von einer neuen Arbeitsrealität, die techconsult im Herbst 2012 in einer umfassenden Consumerization Studie[1] mit mehr als 1000 Interviews, näher beleuchtet und nun veröffentlicht hat. Mit einigen durchaus überraschenden Resultaten. So relativiert sie den Generation-Ansatz, der davon ausgeht, dass vor allem die jungen MitarbeiterInnen, die neu ins Unternehmen stoßen, die großen die Consumerization-Treiber sind; und zeigt, dass der „Bring your own“-Ansatz besonders in den Führungsetagen gelebt wird. Mit durchschnittlich 80%, die angeben in ihrer Arbeit private Endgeräte zu nutzen, liegen die leitenden Angestellten weit über dem Anteil von Mitarbeitern außerhalb der Führungsetagen (64%).

image

Alfred Wurmbrand, CEO von Würth Österreich, den wir im BusinessTV interviewten, repräsentiert diesen neuen, Technologie-affinen Führungstypus in besonderem Maße. Ein Auszug aus dem Gespräch: „Ich schätze sehr, dass ich unterwegs – egal, wo ich bin – gewisse Arbeiten erledigen kann, die anstehen. Also zum Beispiel E-Mails beantworten oder konzeptionell zu arbeiten, wenn ich irgendwo am Flughafen warte. Das funktioniert sehr gut, auch weil ich in diesen Situationen mit dem Device meiner Wahl auf Cloud Services zugreifen kann. Wichtig ist, dass ich die Situationen bewusst gestalte und mich in meiner Freizeit auch abgrenzen kann, dass ich aber auch immer wieder in den Business-Mode wechseln kann, wenn ich eine gute Idee habe; dass ich arbeiten kann, wenn ich Lust dazu habe oder gerade einen guten Gedanken weiterverfolgen will. Und mit den guten Gedanken ist es halt einmal so, dass sie überall kommen können – auch zuhause im Garten, wenn ich mit den Kindern spiele. In diesen Situationen hilft es mir, wenn ich meine Tasks oder meine Ideen schnell einmal notiere, weil ich es nur so geistig ablegen kann, um mich dann wieder voll und ganz der Situation zu widmen können, wo ich gerade war.“

Sie sehen: Consumerization-Szenarien entstehen, wenn Cloud, Mobilität und neue Arbeitswelten zusammentreffen. Die starke Beteiligung der Führungsetage unterstreicht eindrucksvoll, dass diese Szenarien ursächlich mit der Steigerung der persönlichen Produktivität zu tun haben.

image

Der Mehrwert entsteht zum einen durch die neuen flexiblen Möglichkeiten der Kommunikation mit Mitarbeitern und Kunden, zum anderen – wie Alfred Wurmbrand betont – durch einen bewusst und intuitiv gestalteten Zugang zur eigenen Kreativität. Das verlangt – auch im Rahmen des Social Enterprise – vom Anwender, dass er smart und fokussiert ist, und das verlangt von der IT-Abteilung, dass sie sich vom klassischen Kontroll-Ansatz verabschiedet und den Einsatz dieser Devices in der Grauzone zwischen Privat und Business unterstützt. Denn mit Kontrolle, die nur in eine Richtung gedacht und wirksam wird, kommt man in diesen Szenarien nicht mehr weiter. Benötigt wird ein ganzheitlicher Governance-Ansatz, der funktioniert, wenn Mitarbeiter und die IT-Verantwortliche zusammenspielen. „Um die Komplexität in Grenzen zu halten, braucht es aber auch flexible und leistungsstarke IT-Werkzeuge wie Windows Intune in der Cloud, die eine solche IT-Landschaft managen,“ ergänzt Claudia Schügerl, Enterprise Marketing Manager, Microsoft Österreich. „Denn wenn das Management nicht passt, ist der Aufwand, der zur Hintertür hereinkommt, kontraproduktiv und auch nicht zu rechtfertigen.“

Ein Beispiel: Man erlaubt den Mitarbeitern, mit unterschiedlichsten Devices auf Corporate E-Mail zuzugreifen, solange sie sich an gewissen Richtlinien wie Power-On-Passwort halten. Das heißt, dass die letzte Entscheidung beim Benutzer liegt. Im Governance-Modell sind Sicherheit und Komfort aufeinander bezogen und kommunikativ verankert. Ein anderes Beispiel: Ein Mitarbeiter möchte mit einem Device auf einen App zugreifen, das der IT-Verantwortliche als nicht vertrauenswürdig einstuft. Um die Produktivität des Mitarbeiters jedoch trotzdem zu ermöglichen, stellt er ihm die Anwendung nicht lokal, sondern im VDI-Format (in einem Sandboxed-Mode) zur Verfügung, in dem nichts passieren kann. Als Option kann der Admin der Person, die auf einem Gerät zu Hause, das er nicht kennt, arbeiten will, eine komplette Arbeitsumgebung auf USB-Stick (inkl. Windows, Office, Bitlocker, Domäne) mitgeben, die der Mitarbeiter direkt von dort booten kann, wenn er das Gerät hochfährt. Windows to Go!

image

Mobilität muss managebar sein. Klar. Die Möglichkeiten gibt es. Die Studie zeigt, dass diese jedoch in den CIO-Etagen noch nicht durchgehend angekommen sind. Auffallend niedrig sind vor allem die Werte (und auffallend hoch das Entwicklungspotenzial!), wenn es um die Unterstützung von Mitarbeitern außerhalb der Führungsetagen geht. Das mag auch damit zu tun haben, dass selbst unter den leitenden Angestellten nur ein geringer Prozentsatz wahrhaben will, dass der Einsatz von privaten Devices an bestimmte Verantwortlichkeiten gekoppelt ist.

Governance ist ein Geben und Nehmen.


[1] Consumerization Study CIO Challenges 2012 – geht der Frage nach, inwieweit und in welcher Form das Konzept „Bring your own“ in den Unternehmen bereits gelebt wird. Die Studienergebnisse erscheinen themenorientiert monatlich in folgenden Market Papers: 1) Herausforderungen im Umgang mit „Bring your own“, 2) Der mediale Mitarbeiter von heute, 3) Die Umsetzung von Unternehmensrichtlinien auf dem Prüfstand, 4) CIO Challenges auf Führungsebene, 5) CIO Challenges auf Abteilungsebene, 6) IT-Lifestyle-Artikel als Job-Motivator, 7) Trendcheck: Consumer-orientierte IT im Wandel der Zeit.

Der Weg zur neuen Arbeit ist keine Autobahn May 7, 2013

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Microsoft, Networking, New World of Work, Referenz, Studien, Trends, User-Experience, Wertschöpfung.
2 comments

Am 19. März haben wir Ihnen in einem Blogpost zur neuen Arbeitswelt im Microsoft Office am Wienerberg und den Ergebnissen einer ersten Erfolgsmessung versprochen, dass wir nachfragen werden. Gut. Wir haben nachgefragt. Was wir dabei herausgefunden haben, können Sie in der Coverstory des neuen BIZofIT-Online-Magazins nachlesen. Fest steht: Der Weg zur neuen Arbeit ist keine Autobahn. Er verlangt eine gute Karte, viel Gespür und erlaubt keine Abkürzungen.

Das ist umso wichtiger hervorzuheben, als am Horizont bereits erste Gegenströmungen sichtbar werden. Denken Sie nur an das kürzlich ausgesprochene Home-Office-Verbot bei Yahoo, die unterkühlten Betriebstemperaturen bei Facebook oder die Burnout-Thematik, die dieses Thema begleitet. Die andere Seite der Medaille heißt Boreout und ist mindestens ebenso bedrohlich. Laut aktueller Gallup-Umfrage haben 25% der Arbeitskräfte in Deutschland innerlich gekündigt und 61% versehen „Dienst nach Vorschrift“. Das sind erschreckende Zahlen. Zahlen, die zeigen, dass es so nicht weiter gehen kann. Arbeit darf, Arbeit soll wieder Spaß machen. Weil das Unproduktivste, das sich Unternehmen leisten, demotivierte Mitarbeiter sind. Gallup rechnet mit Produktivitätseinbußen von 138 Milliarden Euro.

Viel Spaß mit der neuen Ausgabe unseres Magazins!

image

%d bloggers like this: