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Die Cloud-Vorbehalte sitzen tief March 24, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Fun, Trends.
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Wer Ende des 19. Jahrhunderts durch den amerikanischen Osten zog, konnte sie noch sehen: die Dinosaurier der Industrialisierung – riesige Wasserräder, die durch den Ausbau des Stromnetzes als Energieerzeuger obsolet geworden waren und nun langsam in sich zusammenfielen.

imageIch liebe das Bild von den Wasserrädern, das Nicholas Carr in seinem Buch The Big Switch zeichnet und ich muss zugeben, ich verwende es immer wieder als Einstieg in die Cloud-Thematik. Weil Unternehmen heute in einer ähnlichen Situation sind wie die Fabrikbetreiber im 19. Jahrhundert, die plötzlich merken, dass sie sich um die Stromerzeugung nicht mehr kümmern müssen und sich nun eigentlich auf das konzentrieren könnten, wozu sie angetreten sind. Aber Konzentration ist anstrengend. Deshalb bin ich sicher, es gab auch um diese Zeit Unternehmen, die weiterhin Wasserräder in die Landschaft stellten, bevor sie die Produktion in ihrer Fabrik aufnahmen. Genauso wie es heute Unternehmen gibt, die ihre Innovations-Budgets immer noch liebend gern in der Verwaltung schwerfälliger, aber liebgewordener (weil ständig unser Engagement fordernder, uns brauchender) IT-Infrastrukturen verbraten.

Dabei gäbe es so viel Wichtigeres zu tun. Denn wir wären heute soweit, dass wir uns – endlich! – von der Technik emanzipieren. Dass wir unsere Schritte nicht mehr nach der IT ausrichten, sondern einfach tun – weil wir wissen, dass sie uns als Service überallhin und auf jedes Device, das wir einsetzen, folgt. Aber dafür müssten wir zunächst ein paar Dinge loslassen. Sind wir dazu bereit?

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Interview: Was bedeutet elektronische Tischreservierung? March 21, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Innovation, Interviews, Referenz, Trends, User-Experience, Wertschöpfung.
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Es tut sich was auf der Windows Azure Plattform. Auch in Österreich. Warum das Online-Reservierungssystem LiveTable auf der Cloud entwickelt wurde und nun als SaaS-Lösung auf Windows Azure bereitgestellt wird, darüber sprachen wir mit Christian Puchmajer, Managing Director der LiveTable GmbH.

BizofIT: Herr Puchmajer, was bedeutet elektronische Tischreservierung?

image CPuchmajer: Danke für die Frage! Beginnen wir damit, was es nicht ist. Ein Reservierungsformular im Web anzubieten und im Hintergrund E-Mails zu verschicken macht noch keine elektronische Reservierung. Es geht um eine Reservierung in Echtzeit und darum, wie man den Prozess dahinter gestaltet.

 

BizofIT: Also doch besser anrufen, wenn man reservieren will?

 

CPuchmajer: Nein! Eine Reservierung gehört ins Web. Warum? Weil sie auf telefonischem Weg das Personal belastet und vom Service abhält. Weil Kunden im Web Daten hinterlassen, die im manuell geführten Reservierungsbuch schwer zu bekommen sind und verloren gehen, sobald man die Seite umblättert. Und drittens, weil die Einbettung in Social Media neue virale Möglichkeiten eröffnet.

BizofIT: LiveTable ist eine Social Media Applikation?

CPuchmajer: So kann man es nicht sagen. LiveTable besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen – 1) dem elektronischen Reservierungsbuch, das normalerweise lokal im jeweiligen Restaurant auf einem PC oder Notebook läuft, und 2) einem Reservierungs-Widget, das auf der dazugehörigen WebSite aber auch auf Facebook oder anderen Social-Media-Plattformen laufen kann. Gerade der Facebook-Button zeigt sehr schön, dass ein Mehrwert für beide Seiten gegeben ist. Der Gast muss seine Daten nicht extra reinklopfen, weil sie über sein Facebook-Profil automatisch ergänzt werden. Er kann auch direkt über seine Facebook-Seite, seine Reservierungen einsehen und Änderungen vornehmen. Und der Gastronom bekommt über das Facebook-Profil eine taugliche Authentifizierung, die eine Telefonnummer niemals leistet.

BizofIT: Was war die konkrete Herausforderung bei der Entwicklung von LiveTable?

CPuchmajer: Die Kombination aus Echtzeitanfrage und MultiChannel-Reservierungssystem. Echtzeitanfrage ist klar: der Gast, der über das Web kommt, muss in wenigen Sekunden die Sicherheit haben, dass seine Reservierung auch wirklich durchgeführt wurde. Dazu ist es notwendig, dass der Verfügbarkeitscheck unmittelbar erfolgt und auch alle anderen Reservierungskanäle miteinbezieht. Denn es kann ja sein, dass parallel dazu ein anderer Gast telefonisch oder direkt vor Ort eine Reservierung vornimmt; deshalb brauchen wir den MultiChannel-Ansatz.

BizofIT: Und hier kommt die Cloud ins Spiel?

 

CPuchmajer: Genau. Wenn ich als Gastronomiebetrieb sicherstellen kann, dass auch jede telefonische Reservierung elektronisch abgebildet wird, habe ich bereits gewonnen. Weil die Datenbank, auf die ich meine Reservierung schreibe, genauso wie die Applikation in der Cloud liegt. Das heißt, der Kunde, der über das Web-Widget von LiveTable kommt, und der Kellner, der die Eintragung im Reservierungsbuch vor Ort vornimmt, nehmen bei der Verfügbarkeitsprüfung den gleichen Weg.

Aber die Cloud kommt eigentlich schon viel früher ins Spiel. Weil wir mit Hilfe von Windows Azure unseren Kunden von Anfang an ein Verfügbarkeits-, ein Sicherheits- und ein Skalierungsniveau anbieten können, das wir uns sonst als Startup nicht annähernd hätten leisten können.

Wobei sich das Thema Skalierung nicht nur von den Zugriffen her stellt, sondern auch in Bezug auf Service und Support. Ich könnte als Startup niemals einen Markt global bearbeiten, in dem per se eigentlich nur Kleinunternehmen – aber eben auf einem zum Teil sehr exklusiven Niveau – zu Hause sind. Durch die Cloud ist das kein Problem, weil ich weiß, dass der Kunde immer mit der neuesten Version arbeitet.

Danke für das Gespräch.

10 Dinge, über die CIOs nachdenken sollten March 17, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Innovation, Networking, New World of Work, Trends, User-Experience, Wertschöpfung.
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Nach zweieinhalb Jahren beendet Bob Evans seine CIO-Kolummne in der Information Week. Er verlässt den Schauplatz jedoch nicht durch die Hintertür, sondern mit einem bedenkenswerten Post, der seinen treuen Lesern 10 essentielle Fragen mitgibt auf ihren Weg. Hier eine kurze Zusammenfassung.

  1. Transformatives Denken und die Kraft der Veränderung
    Als CIO gehören Sie zu den wenigen Führungskräften, die die gesamte Breite an End-to-End-Prozessen in ihrem Unternehmen nicht nur überblicken, sondern auch unmittelbar verstehen kann. Was machen Sie daraus? Zeigen Sie auf, wo Abläufe schleppend sind, Möglichkeiten vergeudet und kostspielige Verzögerungen in Kauf genommen werden? Nutzen Sie Ihren speziellen Zugang und Ihr Wissen um technologische Potenziale, um Ihrem Unternehmen eine Vision zu geben? Und wie werden Sie von Ihren Kollegen gesehen – als Veränderer oder als Bewahrer des Status Quo?
  2. Wie sieht Ihr Geschäft heute aus?
    Ist Nike ein Hersteller von Sportschuhen? Oder ein Hersteller von Sportbekleidung? Oder ein Hersteller von Sportartikeln im Allgemeinen? Oder ein Lifestyle-Unternehmen? Und in welchem Business ist Amazon? Oder ESPN? Je mehr Kunden – sowohl Endkunden als auch Geschäftskunden – von den Unternehmen verlangen, bei denen sie einkaufen, und je mehr Transaktionen online abgewickelt werden und Wertschöpfungsketten traditionelle Grenzen innerhalb und außerhalb der Unternehmen hinter sich lassen, umso so entschiedener und umso schneller müssen Unternehmen ihre Geschäftsmodelle, Produkte und Services an die neuen Gegebenheiten anpassen und weiterentwickeln. Wie sieht Ihr Kerngeschäft heute aus und wofür sind Ihre Kunden morgen bereit, Geld auszugeben? Bzw. für welche Leistungen, für die sie heute noch Geld ausgeben, würden Ihre Kunden in einem Monat nicht mehr zahlen?
    Weil heutzutage beinahe alle Kundenaktionen und Transaktionen technologievermittelt sind, stehen CIOs vor der besonderen Herausforderung, bei der Identifizierung, Quantifizierung und im Management dieser neuen Chancen und Möglichkeiten einen entscheidenden Beitrag zu leisten. Unterstützen Sie Ihr Unternehmen dabei, die entscheidende Frage nach der Business-Ausrichtung zu beantworten?
  3. Richten Sie sich nicht nach dem Business. Sie sind das Business!
    Vergessen Sie die Floskel vom IT-Business-Alignment. Sie ist schädlich, weil sie von der stillschweigenden Annahme ausgeht, dass die IT nicht Teil des Business ist, sondern etwas Separates, Losgelöstes, Untergeordnetes, Nachhinkendes. Sie provoziert ein Weltbild, in dem der CIO keine Führungsrolle einnimmt, sondern ein bloßer Mitläufer ist. Ein Weltbild, in dem die Rolle der IT eine passive, reaktive ist, und nicht eine wendige, die Prozesse anstößt. Welche CIO-Rolle ist Ihrer Meinung nach die Rolle der Zukunft – in einer rasant sich verändernden Business-Welt?
  4. Sie sind KEINE Service-Organisation
    Wollen Sie den Status Quo bewahren oder eine Zukunft gestalten helfen, in der Ihr Unternehmen gefragt und erfolgreich ist? Wollen Sie sich wirklich zurücklehnen und darauf warten, dass ihr Business entscheidet, wohin es gehen will, und dann weiterwarten bis es Ihnen sagt, was sie machen sollen, damit man Sie weiter braucht? Sind Sie ein Business-Leader, der hervorragendes Wissen über Technologie besitzt, oder sind Sie ein Geek, der zufällig auch einen coolen Titel hat? Unternehmen, die in den nächsten 5-10 Jahren wachsen und erfolgreich sein wollen, können dies nur mit einer besonderen IT. Das bedeutet auch, dass sie CIOs brauchen, die ihre Führungsqualitäten ausbauen und einsetzen, und keine Mauerblümchen, die darauf warten, Entscheidungen umzusetzen, die woanders getroffen werden.
  5. Stellen Sie das 80/20-Verhältnis auf den Kopf?
    Wenn Sie es nicht tun, werden Sie nicht mehr lange CIO sein. Zuviele Unternehmen ver(sch)wenden immer noch 70% bis 80% ihrer IT-Budgets in Wartung und Pflege von Altlasten, während viel zu wenig bleibt für Wachstum und Innovation. CIOs, die nicht bereit sind, entschieden an der Umkehrung dieses Verhältnisses zu arbeiten, positionieren sich selbst als Bremsklötze und Verhinderer, wenn es darum geht, Innovationen und Neuheiten  im Unternehmen voranzutreiben.
  6. CIO als Chief Acceleration Officer
    Stellen Sie sich vor, Sie gehen zum CEO und versprechen ihm, dass sie Produktentwicklungs- und Inventurzeiten verkürzen, Lieferungen zum Kunden beschleunigen, Wartezeiten beim telefonischen Kundensupport eliminieren und die Zeit von der Bestellung zur Bezahlung minimieren können. Welcher CEO würde in Ihnen nicht den Helden sehen? Warum also nicht genau das als neue Mission für Ihre IT-Abteilung ausgeben und sich selbst zum “Beschleunigungsdirektor” ernennen, dessen erste Aufgabe es ist, alle Prozesse besser und schneller abzuwickeln?
  7. Verbringen Sie mehr Zeit mit Ihren Kunden
    Alles klar: Ihr Terminkalender ist voll und Sie haben keine Zeit, um sich um Ihre Kunden zu kümmern. Vielleicht später. Oder nächstes Jahr? Oder denken Sie vielleicht, dass das nicht Ihre Aufgabe, sondern die der Sales-Verantwortlichen ist? Aber wie können Sie entscheiden, welche IT-Strategien Sie fahren, wenn Sie sich nicht in den Kunden hineinversetzen und um seine Probleme wissen, seine Herausforderungen und seine Erfolgsmomente? Wenn Sie diese Erfahrungen nicht aus erster Hand haben, sind Sie darauf angewiesen, was Ihnen andere erzählen. Reicht Ihnen das? Und sind Sie nicht dann wieder einer, der nur hinterher trottet und darauf vertraut, was andere ihm erzählen, das draußen in der Welt passiert? Wie wollen Sie kundenorientierte Innovationen selbstbewusst und nachhaltig vorantreiben, wenn Sie Ihr Wissen nicht aus erster Hand beziehen?
  8. Mobilisieren Sie Ihr Unternehmen
    Sie werden kaum jemanden treffen, der die Geschwindigkeit überschätzt hat, mit der neue Mobilitätstechnologien mit ihren Smartphones und Tablet PCs und intelligenten Zugangsgeräten das Business auf den Kopf stellen. Aber es gibt viele Menschen, die zögern, weil sie nicht sicher sind,  und die zuerst einmal schauen wollen, welche Plattform sich durchsetzt. Die Zögerer werden die Verlierer sein. Deshalb rate ich Ihnen folgendes: Nehmen Sie Ihre mobilen Strategieplan aus der Tasche und beschleunigen Sie jedes darin enthaltene Projekt um 50%. Auch wenn es brutal schwer wird, die neuen Deadlines einzuhalten, denken Sie daran, wie brutal es erst sein würde, wenn die Konkurrenz diesen Raum besetzt und ihren vertrauten Marketplace auf den Kopf stellt, nur weil Sie glaubten, dass die mobile Revolution vielleicht doch nicht real und mehr ein Hype war.
  9. Sehen Ihre Kollegen IT-Ausgaben als Investitionen oder als Overheads?
    Diese Frage hat nichts mit Buchhaltung zu tun oder mit der Unterscheidung OpEx versus CapEx. Sie hat mehr mit dem Vertrauen zu tun, das man Ihnen entgegen bringt und mit Ihrer Fähigkeit und Bereitschaft, Ihre Visionen anderen gegenüber zu formulieren – mit Leidenschaft und tiefer Kenntnis der Kunden, des Mitbewerbs und des Business, in dem Sie sich bewegen. Denken Sie darüber nach: Präsentieren Sie Budgetvorschläge für IT oder Budgetvorschläge für Wachstum und Innovation und mehr Kundeninteraktion, die durch IT möglich wird? Geben Sie Ihren Kollegen im Unternehmen das Gefühl, dass sie mit Hilfe der IT ihre individuelle Arbeit besser erledigen und dabei glänzen können? Und dass der intelligente IT-Einsatz Ihrem Unternehmen konkrete Wettbewerbsvorteile bringt? Oder erwecken Sie den Eindruck, dass IT ein ziemlicher Drecksjob ist, den man am besten los wird, indem man ihn möglichst günstig auslagert?
  10. Würden Sie es begrüßen, wenn Ihr Sohn oder Ihre Tochter in Ihrer IT-Abteilung arbeitet?
    Haben Sie jemals darüber nachgedacht? Wie sieht Ihre Antwort aus? Wie viel Verantwortung sind Sie bereit, für die Antwort zu übernehmen? Sehen Sie sich als kleine Bauernfigur am Schachbrett des Lebens oder sind Sie bereit, Verantwortung zu übernehmen? Sind Sie kundenfokussiert, nach vorne orientiert, innovativ, mutig und unerschrocken, was die Prioritätensetzung betrifft? Sind Sie stolz auf die Arbeit, die Sie und Ihr Team jeden Tag machen? Stolz auf das, was Sie erreichen? Stolz auf die Innovationen, die Sie vorantreiben? Stolz auf die Kultur, die Sie mitgestalten und befördern? Sind Sie stolz genug, dass Sie sich vorstellen können, diese Umgebung auch mit Ihren Kindern zu teilen? Und wenn nicht? Was müsste sich ändern, dass Sie es könnten?
  11.  

Den Originalbeitrag zum Nachlesen finden Sie übrigens hier.

Cloud: Mythen und Fakten auf den BIG>DAYS 2011 March 14, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Events, Microsoft, Networking, Trends.
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Kein Stein bleibt auf dem andern. Alle reden davon. Propheten genauso wie Agnostiker. Und die Prognosen überschlagen sich. Weil es um viel mehr geht als um Technologie. Die Rolle der IT wird neu gedacht, genauso wie Geschäftsmodelle und wie wir morgen unsere Arbeit tun – als IT-Professionals, als CIOs und als Entwickler. Dabei müssen wir uns gar nicht entscheiden: für oder gegen die Cloud. Denn im Vordergrund stehen die Chancen, die Freiräume, die Perspektiven, die sich auftun. Nicht morgen, sondern hier und jetzt.

Bei den BIG>DAYS geht es wie immer zur Sache, wenn sich die Experten der Branche austauschen, provozieren und beflügeln. Wenn Sie sich noch nicht angemeldet haben, dann tun Sie es hier und jetzt. Es gibt noch Restplätze – in Bregenz, Linz, Graz und Wien!

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MARMIND Cloud-Lösung: No more business as usual March 11, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Business_Intelligence, Dynamic_Systems, Interviews, Networking, Referenz, Trends, User-Experience, Wertschöpfung.
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Den Innovationspreis auf der diesjährigen CeBIT in der Kategorie „On Demand-Software für den Mittelstand“ holte sich die SaaS-Lösung MARMIND, die eine hundertköpfige! Fachjury aus Professoren, Wissenschaftlern, Branchen- und IT-Experten zu überzeugen wusste.

Das ist umso bemerkenswerter, als MARMIND mehr ist, als ein ziemlich gut geschriebenes Stück Software, mit dem Prozesse im Marketing abgebildet, begleitet und gesteuert werden können. MARMIND, das von UPPER Network auf der Microsoft Cloud-Plattform entwickelt wurde, markiert auch einen grundlegenden Perspektivenwechsel im Software-Business. So wirft diese Auszeichnung indirekt auch ihr Licht auf Windows Azure, weil mit MARMIND exemplarisch aufgezeigt wird, was auf dieser Plattform alles möglich ist.

image Exemplarisch ist auch die Korrektur, mit der Peter Gosch, Geschäftsführer der UPPER Network GmbH, unserer Bitte nachkommt, die Lösung zu skizzieren: „MARMIND ist natürlich eine Lösung, jedoch mehr noch als Marketplace gedacht, der neue und zusätzliche Vertriebswege initiieren und möglich machen soll. Deshalb zielen wir mit MARMIND auf das gesamte Marketing-Ecosystem.

Womit wir beim eigentlichen Thema wären und dem, was eine „Plattform“ ausmacht. Denn Windows Azure ist eben – den landläufigen Missverständnissen zum Trotz – viel mehr als eine Auslage im Web, in die man seine Produkte reinstellen kann. Sie fungiert im besten Fall als Trampolin, das Partner nutzen, um neue Geschäftsmöglichkeiten aufzustoßen. Damit Synergien keine Lippenbekenntnisse mehr sind oder die vage Umschreibung dessen, der nicht weiß, ob er mit seinem Partner nur “am gleichen Ast sitzt“ oder auch “an einem Strang zieht.“

Dazu noch einmal Peter Gosch: „Wir kommen mit MARMIND nun sehr oft in die Situation, dass Unternehmen gemeinsam mit uns etwas Neues entwickeln wollen. Das heißt, dass ein Kunde plötzlich zum Partner und damit in diesem Ecosystem zum Player wird. Aber es geht noch viel weiter: So haben wir zum Beispiel in der Schweiz einen Partner, der brandet die MARMIND-Cloud, die wir ihm hingestellt haben, für sich mit seinen eigenen Service- und Dienstleistungen. Das heißt, er baut auf dem MARMIND Marketplace, den wir über den Azure Marketplace anbieten, einen weiteren Marketplace. Das ist enorm spannend, weil der Markt plötzlich ein Eigenleben bekommt und wir – auch durch die Skalierbarkeit der Azure-Plattform – auf neue Entwicklungen gelassen und kreativ reagieren zu können.“

Auf die Frage, ob diese neuen Anforderungen vielleicht nicht technisch, aber vertrieblich große Kopfzerbrechen bereiten, ernten wir ein Lächeln. „Das Tolle dabei – die Cloud ermöglicht es, dass wir ein einheitliches und transparentes Pricing-Modell durchziehen können. Für uns als Microsoft Partner bedeutet die Cloud ‘Pay-per-Use’. Aber für den Kunden macht das keinen Sinn. Der will wissen, was ein Arbeitsplatz für einen bestimmten Projektzeitraum kostet. Und genau das bieten wir ihm.“

Wir wünschen ein schönes Abheben.

“Doing things right” vs. “Doing the right things” March 8, 2011

Posted by twistedtwin156 in Business, Kosten, User-Experience, Wertschöpfung.
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Die Optimierung des operativen bzw. strategischen Projektmanagements ist zwar generell als Produktivitätstreiber in Unternehmen akzeptiert, dennoch trauen sich viele Unternehmen nicht, eben diese Optimierung in Angriff zu nehmen. Man kann es ihnen nicht verübeln – allerorts zeigen reibungslos funktionierende Produktdemos und kompetente Best Practices-Vorträge die perfekte Projektmanagement-Welt. Ressourcen werden per Mausklick den wichtigsten Projekten zugeteilt, nebenbei ein Dashboard fürs Management gebaut, natürlich mit Projektdaten in Echtzeit.

Viele dieser Demos und Vorträge entspringen dem Wunschdenken von Softwareanbietern (ja, wie auch z.B. Microsoft Smile) oder Beratungsunternehmen, die ihre Kompetenz möglichst vielfältig präsentieren möchten. Zu verlockend ist es, auch noch das kleinste Feature zu zeigen oder vom komplexesten Portfoliooptimierungsalgorithmus zu erzählen, anstatt den Kunden dort abzuholen, wo er sich befindet. Und das ist meistens: einige organisatorische Reifegrade darunter.

Lassen Sie sich nicht entmutigen – wie Sie ohne große Investitionen und in kurzer Zeit schnelle Verbesserungen in Ihrem Projektportfolio-Management erreichen können, zeigt Ihnen das folgende Whitepaper: Kennebec Whitepaper: Project Portfolio Management “Quick Wins”

Interview: David Chappell about Cloud Hype and Reality March 3, 2011

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Interviews, Microsoft, Trends, Wertschöpfung.
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David Chappell, Chef von Chappell & Associates in San Francisco, ist Berater, Buchautor und begehrter Redner in Sachen Technologievermittlung und Technologiebewertung. Wir trafen David Chappel nach seiner Keynote für den Microsoft Virtualization Day 3.0 im Hotel Savoyen.

BIZofIT: Mr. Chappell, that cloud is one of the strongest hypes we have seen in IT-history is no secret anymore. What are the signs that it is more than that – a paradigm shift like client server was for mainframe computing?

imageDavid Chappell: Lets break the answer apart into three big pieces. 1) First of all cloud applications. Cloud apps are not hype because they made Marc Benioff a billionaire. Salesforce.com CRM is very successful and proofs that cloud apps can work. People love this product. The same holds true for Google apps and Microsoft BPOS (Business Productivity Online Suite, Office 365). In the app space we already have big succeess stories and more will come with e-mail and Exchange. The move to the cloud is happening right now. Like with 2) the private part of cloud platforms, the piece of IaaS (Infrastructure as a Service). If you have VMs today, I can tell you that you will have a private cloud in the next few years. Because both, VMware and Microsoft are moving their products into this direction. Why? Because it definitely makes sense and it´s a clear evolution.

… if you don´t like change, you better don´t work in IT!

3) In case of public cloud platforms – like Amazon EC2 and Windows Azure – things are a bit less clear, in part because Amazon doesn´t report revenues. But the estimates agree on that Amazon, who is the big fish here right now for revenue, will be a billion dollar business in the next couple of years. That means, they are meeting really customer demand and they are running usefull services. You don´t build a million dollar business with hype. It´s reality. I am not concerned anymore that the cloud is just hype. Yes, there is a lot of hype. But there is a lot of success too.

BIZofIT-2: When you talk about the cloud you say that the cloud helps to reduce complexity.

David Chappell (grinning): Did I say that? I doubt it.

BIZofIT: What I wanted to pose is that for companies the infrastructure tasks are becoming more and more complex and the cloud may help to reduce this complexity.

David Chappell: I think this is a fair statement, the cloud certainly can help reduce complexity. But it also can make complexity worse, at least in the short run. If I am moving some parts of my e-mail infrastructure into the cloud, I will have some apps in the datacenter and some in Windows Azure. This might be cheaper and better, but not necessarily less complex because I will have to manage both worlds. Anyway, it´s very hard to deal with this kind of broad generalizations about cloud technology because it always depends on what you are doing, and what you mean in each case – cloud apps, cloud platforms, public platforms, private platforms.

BIZofIT: The customers want the freedom of choice but like to blink the fact that going for a very individual mix of on-premise and cloud may also cause extra headaches.

David Chappell: You are right. More options can make your life better in various ways at the risk of raising complexity.

BIZofIT: Not to forget all these new vendors entering into an almost exploding cloud market. How companies can compare the cloud offerings and where are we in terms of standardization?

David Chappell: We are nowhere. Take cloud platforms. There aren´t any viable standards out there right now, nor will there be for some period of time. User groups can define whatever they want – as long as the vendors don´t support them, they are irrelevant.

BIZofIT: But how it comes that the IaaS offerings you mentioned in your keynote today are better to compare?

David Chappell: Simply because they are more similar and service is the same. It´s not because of standards. People are offering VMs on demand and it´s pretty clear, that it´s always a VM (virtual machine) that runs Linux or Windows. Whereas if you compare AppForce (Salesforce.com) to Windows Azure they are pretty different. They are both PaaS, but they have different kinds of apps, different languages – they are different in many ways. This variation you don´t see that much in IaaS. That´s what I meant. But in terms of real standards (defined by standardization bodies) there is nothing really happening in the cloud.

BIZofIT: Maybe this is also part of the hesitation coming from the customer side. That they are waiting for cloud standards.

David Chappell: I don´t think so. I´ve done hundreds of talks around Azure and other cloud platforms around the world – and I almost never was asked this question. People want to save money and want to have lower risks. What I´ve experienced so far, the driving forces are always security and cost issues.

BIZofIT: How you value forecasts which estimate a cloud engagement of almost 80% of the companies within some years?

David Chappell: Again. Talking about the cloud is inherently confusing. You have to make clear what you mean – cloud applications, public cloud platforms or private cloud platforms? If they mean that 80% of the companies will have private clouds, I totally agree. If they mean that 80% of the companies will do something in the public cloud, I totally agree. But to estimate that 80% of all applications will be run in the cloud within some years, is nuts.

BIZofIT: How you respond to people´s fear concerning the cloud?

David Chappell: Well, public cloud apps, public cloud platforms are threatening in many ways to inhouse IT departments. If your job is running Exchange for example and your company moves to „Exchange Online“ your job, as you know it, is gone – unless you´re willing to change. But this holds true to anybody who works in IT – whether as administrator, developer or whatever. Who thinks that his current skillset will last his whole carreer, is wrong. So, if you don´t like change, you better don´t work in IT.

BIZofIT: Thanks for the talk.

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