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VIDEO: What technology wants and what people want August 31, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Events, Innovation, Interviews, Networking, Trends, Wertschöpfung.
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Der Lake Tahoe, an der Grenze von Nevada und Kalifornien, war der Austragungsort einer besonderen Veranstaltung, die Anfang August 2010 über die Bühne ging und als Gründungskonferenz eines neuen und ehrgeizigen Medienprojekts namens Techonomy um nichts Geringeres als um die Zukunft dieses Planeten kreiste. Bill Joy, ein Inkubator dieses Projekts, bringt die Vision von Techonomy folgendermaßen auf den Punkt:

“We are at an inflection point in the global economy and need to accelerate innovation. Techonomy is about identifying and promoting ideas, principles and enterprises that have the potential to change the economics of industries and create new forms of growth and opportunities to solve global challenges.”

Wer einen Blick auf die Teilnehmerliste wirft, wird sehen, dass die Konferenz ihrem Anspruch gerecht wurde – nämlich ein Think-Tank der gescheitesten, kreativsten und einflussreichsten Menschen dieser Welt zu sein und die Themen Veränderung/Innovation und Nachhaltigkeit im großen Maßstab nicht nur anzudenken, sondern auch mit der nötigen Power anzustoßen.

Als Kostprobe finden Sie hier ein Gespräch, das Bill Joy, Kevin Kelly, Nicholas Negroponte und Willie Smits führten: “What technology wants and what people want” – geht natürlich auch der Frage nach, wie die im Titel angedeutete Kluft zu überbrücken ist.

Übrigens: unter den zahlreichen interessanten VIDEO-Beiträgen findet sich auch ein Gespräch mit Bill Gates zum Thema: “Reinventing Capitalism”. Hörens- und sehenswert!

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Experton Group bringt Cloud Benchmark 2010 August 26, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Dynamic_Systems, Kosten, Microsoft, Trends, Wertschöpfung.
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Wer heute von Cloud Computing spricht, bezieht sich auf ein neues “Computing-Paradigma, nach dem IT-Ressourcen (CPU, Speicher, Applikationen, Daten) dynamisch über das Internet bereitgestellt, gemanaged und abgerechnet werden”. Dass bei dieser Definition das Entscheidende in der Klammer steht, zeigt ein aktueller Cloud Vendor Benchmark der Experton Group über Deutschlands Cloud-Anbieter. Denn wer in den Genuss der positiven Cloud-Effekte in Bezug auf Bereitstellung, Mobilität, Skalierbarkeit, Agilität und Kostentransparenz kommen will, sollte zunächst einmal in der Lage sein, die Cloud-Angebote am Markt vergleichen und die eigenen Cloud-Bedürfnisse einschätzen zu können.

Denn es macht sehr wohl einen Unterschied, ob ich

  • Office-, CRM-, ERP- oder Collaboration Anwendungen oder Funktionsbündel aus der Cloud beziehen will (Stichwort: SaaS – Software as a Service),
  • ob ich einen App Server oder eine Laufzeitumgebung für meine Entwickler brauche (Stichwort: PaaS – Platform as a Service) oder
  • ob ich CPUs, Storage oder Datenbanken in die Cloud lege (Stichwort: IaaS – Infrastructure as a Service).

Vor dem Hintergrund dieser Unterscheidungen kommt die Experton Group zu dem nur auf den ersten Blick überraschenden Ergebnis, dass die Anforderungen, die der Mittelstand an Cloud-Anbieter stellt, am breitesten sind. Besonders erfreulich dabei, dass Microsoft in allen Benchmarks unter den besten ist und dort besonders punkten kann, wenn ein breites und flexibles Cloud-Portfolio verlangt wird. Damit macht die Studie ganz nebenbei klar, dass Cloud Computing schon lange keine Glaubensentscheidung mehr ist, die ein striktes Entweder (alles)-Oder (gar nichts) verlangt. Da “mittlerweile nahezu das gesamte Microsoft Produktportfolio “cloud-fähig” und gleichermaßen für den Betrieb “On-Premise” sowie in der Cloud geeignet ist” – wie die Experton Group an anderer Stelle betont – bedeutet das vor allem auch für mittelgroße und kleinere Kunden, dass sie jenen Cloud-Mix wählen können, der am besten zu ihnen passt. Eine gute Nachricht – auch für den österreichischen Markt.

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Näheres zu den Cloud-Begrifflichkeiten finden Sie übrigens im Codefest Blog unter diesem Link.

Das Web ist tot und uns ist auch schon übel August 24, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Fun, Trends.
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Eine der ersten Lektionen, die ich in Salzburg lernte, war, dass phylosophische Disziplin vor allem darin besteht, die Logik der richtigen Beweisführung zu beherrschen und anzuwenden. Das Schöne daran ist, so sahen es zumindest die analytischen Vertreter der Zunft, dass man bei logisch gültiger Beweisführung Begriffe und Inhalte beliebig austauschen kann, ohne die Gültigkeit des Schlusses zu beeinträchtigen.

Dass Syllogismen mit Vorsicht zu genießen sind, zeigt dieser Tage Nicholas Carr, der Angesichts der September Ausgabe vom Wired-Magazine sein Archiv durchstöberte und dort  tatsächlich eine Ausgabe von vor 4 Jahren hervorzog, die ihn einigermaßen entmutigte.

Sein Schluss sieht im Roughtype-Blog folgendermaßen aus:

Wired magazine cover story, August 2005: “We Are the Web”
Wired magazine cover story, September 2010: “The Web Is Dead”
Unavoidable conclusion: “We Are Dead”

Lasst uns, mit allen Wassern der Dialektik gewaschen, Nicholas Carr zurufen:

“Gut, wir sind tot. Nur: tot auf welcher Stufe?”

Studie über IT-Dienstleister belegt: Kunden schauen zuerst auf die Qualität der Mitarbeiter August 19, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Competition, Kosten, Studien, Trends, Wertschöpfung.
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Dass “heute alles über den Preis läuft” und überhaupt: “die Krise an allem Schuld ist” gilt als das neue Mantra vieler (selbsternannter) Wirtschaftsexperten. Dabei genügt oft ein schneller zweiter Blick, um zu sehen, dass es hier weniger um eine analytische Einschätzung der Verhältnisse geht, als vielmehr um ein taktisches Manöver, um von den eigentlichen Ursachen abzulenken. Das kann vielerlei Gründe haben, zumeist ist es das Fehlen von eindeutigen Zusatz-Assets, um den zugegeben harten Preiskampf anders und individuell zu gestalten.

Eine Studie der Experton-Group über die Anforderungen an IT-Dienstleister zeigt nun, dass bei der Auftragsvergabe die Kompetenz der Mitarbeiter “ein K.O.-Kriterium für jeden Dienstleister ist, gleich ob es um die Vergabe von Projekt-oder Betriebsdienstleistungen geht.” Mit Werten von 4,66 (Banken), 4,79 (öffentlicher Sektor) und 4,86 (Automobilbranche) auf einer Skala von 1 bis 5 war das Know-how der Dienstleister branchenübergreifend topgereiht. Interessant, dass selbst an zweiter Stelle noch nicht der Preis, sondern die Kundenorientierung kommt. Wobei es hier nicht nur um konkrete Service-Qualitäten geht, sondern um einen prinzipiellen Zugang. So wollen vor allem “staatliche Institutionen als Kunden ernst genommen werden und bewerteten diesen Punkt mit 4,52.”

Und der Preis? Natürlich fällt, wie das CIO-Magazin betont, “das Kriterium der Preisflexibilität seit Ausbruch der Krise deutlich stärker ins Gewicht. Dennoch greifen Mittelständler nach eigenen Angaben nicht unbedingt beim absolut günstigsten Angebot zu, sondern achten mehr auf einen großen Erfahrungshorizont sowie auf Technologie- und Projektkompetenz.”

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Übrigens, ein toller Know-how- und Motivationsturbo für die besten IT-Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen steht unmittelbar bevor: die TechEd 2010 in Berlin, vom 8. -12. November. Mehr als 6000 IT-Profis nd Experten werden erwartet – zu einem Networking- und Schulungsevent, der seinesgleichen sucht. Näheres unter: http://www.microsoft.com/europe/teched/ oder bei den Leuten von codefest.at. Für Schnellentschlossene gibt es noch 200 EURO Ermäßigung bei der Anmeldung.

Warum IT-Projekte scheitern August 12, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Business_Intelligence, Trends, Wertschöpfung.
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Es gilt heute als weitgehend unriskant zu behaupten, dass sich die Rolle der IT in den letzten Jahren grundlegend geändert hat – wenngleich der Blick auf die mit ihr verbundenen Immobilien und Realitäten zeigt, dass in vielen Unternehmen immer noch alles beim Alten und die Business-Etage in lichtdurchfluteten Räumen untergebracht ist, während die IT im Keller bei künstlichem Neonlicht vor sich hindämmert. Keine Frage, es gibt 1000 (zumeist eher schlecht durchdachte) Gründe, diese räumliche Trennung aufrecht zu erhalten. Zynisch ist es allemal, vor dem Hintergrund solcher Architektur gewordener Vorurteile vom CIO Management-Qualitäten einzufordern oder in gewichtigen Runden vom IT-Business-Alignment zu phantasieren und danach zu einer Tagesordnung überzugehen, die diese Trennung zementiert.

Seine Wurzeln hat dieser Zynismus wohl im althergebrachten Ansatz, die IT auf Ihre Infrastruktur-Rolle zu reduzieren und den IT-Manager wie einen Installateur zu behandeln, der dafür Sorge trägt, dass bei den Besprechungen des Managements das richtige Wasser am Tisch steht. Dass dieser Zugang heute nicht mehr haltbar ist, zeigt eine IDC-Studie zum Status des CIO 2010, in der festgehalten wird, dass mittlerweile 66% der befragten CIOs in großangelegten Change- oder Strategie-Prozessen engagiert sind.

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Heute kann sich eigentlich niemand mehr leisten, IT-Projekte zu starten, die blind für die dazugehörigen Unternehmensprozesse sind. Das untermauert ein aktuelles Interview mit Jürgen Renfer, IT-Leiter der Bayrischen Landesunfallkasse, über die kommunikative Schlüsselrolle, die CIOs in solchen Change-Prozessen einnehmen müssen.

Gelingen kann dies nur mit organisatorisch verankerten BI-Werkzeugen, die dafür sorgen, dass die vormals hermetisch getrennten Welten zusammenrücken und die Management-Etage über einfach zu verstehende Key-Performance-Indikatoren (KPIs) Einblick in die Business-Prozesse erhält. Für einen Hoffungsschimmer am Horizont sorgt dabei zweifellos der neue SharePoint Server, der in diesem Szenario die Vermittlerrolle zwischen BI-Infrastruktur und Office-Anwendungen übernehmen wird und damit hoffentlich zum letzten Mal den Beweis antritt, dass die IT aus ihrer, oft selbst gewählten Back-End-Einsiedelei herausgetreten und am Front-End des Anwenders angekommen ist.

Weil dieser Anwender ein selbstbewusster Verwandlungskünstler ist und einmal als Partner, dann wieder als Kunde oder Kollege oder gar als Vorgesetzter auftritt, warten die Stakeholder der IT nicht nur in den Management-Etagen sondern überall. Damit wird auch klar, dass das oben angedeutete Alignment von Business und IT sich nicht darin erschöpft, dass die IT dem Business besserer Daten liefert. Es geht auch darum, dass Erfolg und Leistung von IT-Abteilungen nach Business-Kriterien evaluiert werden. Denn eine der großen Herausforderungen in der Zukunft besteht zweifellos darin, die Leistungen der IT nicht nur zu optimieren, sondern auch verrechenbar zu machen.

Heraklit Reloaded oder: Wie man im Informationsstrom treibend den Kopf über Wasser hält August 5, 2010

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, New World of Work, Trends, User-Experience.
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Panta rhei“, „alles fließt“, sagte der dunkle Heraklit zu sich selbst, als er am Fluss Kaystros sitzend über die Vergänglichkeit des Lebens sinnierte. Mehr als 2500 Jahre später war es wieder ein Rauschen (GROUNDSWELL, winning in a world transformed by social technologies), das Josh Bernoff und Charlene Li von Forrester Research dazu inspirierte, ein Buch über einen sozialen Trend zu schreiben, demzufolge Menschen heute Technologien einsetzen, um Dinge, Meinungen, Ideen in einer unmittelbaren und direkten Form (Peer-to-Peer!) und nicht über den Umweg von herkömmlichen Institutionen wie Unternehmen auszutauschen.

Darin belegen sie mit vielen Fallbeispielen, dass – im Zeichen der Social Media – der Broadcasting-Zugang der klassischen Medien ausgedient hat. Heute wird gestreamt, was das Zeug hält – Audio-Content, Video-Content, Anwendungen, unser ganzes Leben. In einer solchen Situation ist – wie Larry Cannel von der Gartner Group in seinem aktuellen Post scharfsichtig anmerkt – auch die Rede vom „Information Overload“ nicht mehr hilfreich und taugt nur noch als Indiz für eine überholte Bewusstseinslage. Denn der Livestream, der uns umgibt, mitunter einlullt oder nervt, ist nicht etwas, gegen das man ankämpfen kann, indem man seine Inbox entleert oder ein Dokument in den richtigen Ordner legt. Wenn alles fließt, wird man bei dem Versuch scheitern, die Dinge festzuhalten, zu katalogisieren oder in Ordnern abzulegen.

Vielleicht sollten wir uns anstatt um eine Trockenlegung des Flusses um eine neue Haltung bemühen. Und dabei könnte Heraklit eine Hilfe sein, der dem Geräusch des Flusses schließlich einen Sinn entlockte; oder eben Larry Channel, der seinen Artikel mit den Worten von Dave Winner schließt, die er ihm beim Lunch zusteckte:

“Think about Twitter as a rope of information — at the outset you assume you can hold on to the rope.  That you can read all the posts, handle all the replies and use Twitter as a communications tool, similar to IM — then at some point, as the number of people you follow and follow you rises — your hands begin to burn. You realize you cant hold the rope you need to just let go and observe the rope”.

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