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Wollt ihr die totale Offenheit? August 30, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Events, Innovation, Trends.
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Die TED-Conference im schottischen Edinburgh (Ende Juni) stand im Zeichen der totalen Offenheit. Don Tapscott hielt eine vielbeachtete Keynote zu den 4 Grundprinzipien* einer offenen Welt – über die  seltsamen Geschäfte seines umtriebigen Nachbarn Rob McEwen und die geballte Intelligenz des Vogelflugs.

*Collaboration – Transparency – Sharing – Empowerment

BYOB – bring your own beer! August 27, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Innovation, New World of Work, Security, Studien, Trends.
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Sie kennen solche Partys? Der Gastgeber sorgt für einen netten Rahmen und die Eingeladenen bringen ihre Drinks selber mit.  Ihre Drinks, wohlgemerkt, und nicht alles. Denn die Lust der Menschen, ihr Bier mehr oder weniger sinnlos durch die Gegend zu schleppen, hält sich im Normalfall in Grenzen. Will sagen: Etabliert haben sich solche Partykonzepte, weil sie den Aufwand beim Veranstalter reduzieren und ihr Zustandekommen wahrscheinlicher machen. Funktionieren tun solche Partys jedoch nur, wenn der Beitrag des Gastgebers signifikant und verlockend genug ist. Wem es darum geht, kostenlos an kühles Bier zu kommen, sind andere Strategien nahezulegen.

Ähnlich sollte es auch bei “BYOD – bring your own device” funktionieren, tut es aber nicht (immer). Das hat auch damit zu tun, dass besagte Abkürzung zuweilen noch als Freibrief verstanden wird, darunter zu verstehen, was einem gerade in die Strategie passt – nach dem Motto: Bring your own definition. Wie viel Standardisierungsarbeit hier noch zu leisten ist, unterstreichen die Ergebnisse eines aktuellen Trust in Computing Surveys, den Microsoft zusammen mit comScore in 9 Ländern durchführte. Demnach dulden 53% der befragten Unternehmen BYOD-Praktiken, auf der anderen Seite sind nur 20% der Unternehmen wirklich bereit, solche auch aktiv zu fördern.

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Noch klarer, weil diffuser wird das Bild, wenn es darum geht, wer für diese Devices verantwortlich ist und wie BYOD gemanagt werden soll. Diese Unentschiedenheit markiert meiner Meinung genau die Kluft zwischen Kontrolle und Governance, die sich unter uns auftut. Klar wird, dass BYOD nicht im klassischen Sinn kontrolliert werden kann. Klar wird aber auch, dass Unternehmen im Rahmen ihrer Sicherheitsstrategien klare Governance-Modelle entwickeln müssen, an die sich beide Seite – User und IT-Management – zu halten haben.* Sonst wird aus der Party nichts. Und die User denken sich: schlechte Gastgeber und trinken ihr Bier in Zukunft wieder zuhause oder anderswo.

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Jeff Jones, liefert übrigens im Microsoft Security Blog auch eine Definition von BYOD, das eigentlich nichts anderes bedeutet, als dass “der User die Geräte und Anwendungen im Unternehmenskontext nutzen kann, die ihm vertraut sind. Mit dem Hintergedanken, dass er dadurch zufriedener und motivierter sein und auch bessere Ergebnisse erzielen wird.”

* dazu noch ein Beispiel aus der letzten Coverstory von BIZofIT:

Man erlaubt den Mitarbeitern, mit unterschiedlichsten Devices auf Corporate E-Mail zuzugreifen, solange sie sich an gewissen Richtlinien wie Power-On-Passwort halten. Das heißt, dass die letzte Entscheidung beim Benutzer liegt. Im Governance-Modell sind Sicherheit und Komfort aufeinander bezogen und kommunikativ verankert. Ein anderes Beispiel: Ein Mitarbeiter möchte mit einem Device auf einen App zugreifen, das der IT-Verantwortliche als nicht vertrauenswürdig einstuft. Um die Produktivität des Mitarbeiters jedoch trotzdem zu ermöglichen, stellt er ihm die Anwendung nicht lokal, sondern im VDI-Format (in einem Sandboxed-Mode) zur Verfügung, in dem nichts passieren kann (mehr zur Virtuellen Desktopbereitstellung erfahren Sie hier). Ein virtualisierter Desktop erleichtert es, die Einhaltung von Richtlinien zu garantieren. Auf der anderen Seite bedeutet eine solche Maßnahme, die auf den ersten Blick eine Einschränkung ist, dass am Front-End eine größere Vielfalt an Endgeräten und Arbeitsweisen zugelassen werden kann.

Offene Dokumentenformate – ein Nebenschauplatz, der keiner ist August 23, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Competition, Microsoft, Trends.
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Nur wer seine Dokumente einfach und ohne Hürden teilen, editieren, archivieren (und auch wieder finden) kann, wird im Business-Alltag produktiv sein. Vor diesem Hintergrund ist es sehr erfreulich und allerhöchste Zeit, dass mit dem neuen Microsoft Office die Unterstützung der Dokumentenformate auf Strict Open XML, PDF und Open Document Format (ODF) 1.2 ausgedehnt wurde (siehe dazu das aktuelle Announcement).

Obwohl zwischenzeitlich “die einschlägigen Auseinandersetzungen zwischen IT-Giganten auf die Ebene mobiler Plattformen und zu den Patentgerichten weitergewandert sind”, wie der Standard-Experte Andy Updegrove bedauert (gefunden im ZDNet Blog), befinden wir uns hier mit etwas Distanz besehen alles andere als auf einem Nebenschauplatz: In einer Zeit, in der Papierarchive durch elektronische Speicherformen ersetzt werden und damit die Verfügbarkeit des Wissens langfristig an einem seidenen Faden hängt.

“Auch die Historie dazu ist”, wie uns Hans Berndl, Manager Strategisches Marketing und Technology Evangelist bei Microsoft Österreich, verrät, “überaus spannend und erhält mit diesem Schritt eine neue Dynamik. Denn die Entwicklungen, die das neue Office auf anderen Hardware-Plattformen bereitstellen und die Nutzung von Office als „Software as a Service“ ermöglichen werden, eröffnen ein Microsoft Office Ökosystem, das bis heute nicht vorstellbar war. Das ist Kundenorientierung in meinem Sinn und ich freue mich immer über Taten die unsere Microsoft Openness Initiative untermauern.“

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Was haben Anwendungen mit Geschäftsprozessen zu tun? August 20, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Studien, Trends.
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Anwendungsplattformen sind dazu da, um Anwendungen zu unterstützen. Und Anwendungen sind dazu da, um Geschäftsprozesse zu unterstützen. Sollte man meinen. Also jene Vorgänge, mit denen Unternehmen das zu tun versuchen, wofür sie da sind. Vor diesem Hintergrund ist die von David Chappel indirekt in seinem Blog gestellte Frage beinahe ketzerisch: Warum werden dann solche Anwendungsplattformen, die ja fundamental für das Business sein müssten, meist nur unter IT-Gesichtspunkten behandelt?

In seinem neuesten Whitepaper – das hier für Sie bereitliegt – beschreibt er zwei Arten von Geschäftsprozessen und meint, dass gerade den unstrukturierten!!! heute unsere größte Aufmerksamkeit gebührt:

The people involved in unstructured processes are likely to be the ones who create the most value for the organization. Because so many structured processes have been automated, there’s much less rote work for a firm’s employees to perform. Unstructured processes can’t be entirely automated, however—they depend on the expertise of the people who carry them out along with the interactions among these people. Unlike structured processes, where applications can replace people, software can only enhance the capabilities of the people doing unstructured work. And because this work commonly provides the most value in modern organizations, improving unstructured business processes can generate the most competitive advantage today.

Nicht von ungefähr wird gerade auch den informellen Netzwerken (oder sogenannten “communities in practice”) bei der nachhaltigen Umsetzung von Change- und Innovationsprozessen die größte Bedeutung zugewiesen. Sie sind gerade deswegen so mächtig, weil sie nicht formalisiert und außerhalb der traditionellen Hierarchien funktionieren.

Dass es die IT mit solchen Arbeitsweisen nicht leicht hat, sei ihr unbenommen. Sie deshalb jedoch zu negieren, ist auch keine Alternative. Es hieße – wie Nasrudin – den Schlüssel nur dort zu suchen, wo Licht ist, nicht jedoch dort, wo er verloren ging.

Wie innovativ ist Ihr Unternehmen? August 15, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Innovation, Networking, New World of Work, Studien, Wertschöpfung.
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Zugegeben: eine schwere Frage. Wie messen wir Innovation? Und wo findet sie statt? Vorsicht: die zweite Frage ist besonders hinterhältig. Denn wenn Sie den Ort angeben können, haben Sie das innovative Potenzial, das in Ihrem Unternehmen schlummert, bereits delegiert, was beinahe gleichbedeutend ist, dass Ihre Innovationsprojekte scheitern. Studien belegen dies eindrucksvoll.

Am besten, wie nähern uns der Antwort über den Umweg einer weiteren Doppelfrage: Wie geht Unternehmen mit dem Neuen um? Und: wie lernt Ihr Unternehmen? Keine Angst vor der zweiten Frage. Sie ist der Schlüssel zu fast allem, wie Peter Senge festhält:

„As the world becomes more interconnected and business becomes more complex and dynamic, work must become more ‘learningful’. It’s no longer sufficient to have one person learning for the organization, a Ford or a Sloan or a Watson or a Gates. It’s just not possible any longer to figure it out from the top, and have everyone else following the orders of the ‘grand strategist’. The organizations that will truly excel in the future will be the organizations that discover how to tap people’s commitment and capacity to learn at all levels in an organization.”

Der Weg dorthin führt nicht über den Einzelnen, sondern über die Zusammenarbeit in Teams. Solange Kontrolle und Zwang die vorherrschenden Management-Tools sind, wird Misstrauen die Zusammenarbeit in Teams vereiteln. Solange wir unsere Meisterschaft darin beweisen, komplexe Anforderungen in einfache Rechenaufgaben herunter zu brechen und in gut verdauliche Scorecards zu verwandeln, werden wir der Zusammenhänge verlustig gehen, die Ideen blühen lassen.

Die neue Welt der Arbeit beginnt nicht mit Werkzeugen. Sie beginnt mit einem Mindset, das Lernen und Kreativität beflügelt; das das Erkennen neuer Zusammenhänge fördert und vor Fehlern keine Angst mehr hat.

Die Evolution von Windows August 10, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Fun, Innovation, Microsoft.
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Sie kennen den berühmten Ausspruch des amerikanischen Psychologen und Bedürfnistheoretikers Abraham Maslow: “Für den, dessen einziges Werkzeug ein Hammer ist, hat jedes Problem die Form eines Nagels”? Der Cartoon regt an, darüber noch einmal nachzudenken (d.h. auch über die Form der Nägel!).

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Dank an The Nerd Code und Martina Grom!

Case Study: Enterprise Architect goes Cloud August 7, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Innovation, Networking, Referenz, Security, Wertschöpfung.
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Ob in der Luftfahrt, in der Automobilbranche oder im Forschungsbereich: Die Basis für firmenübergreifende Daten-Modellierungsprozesse ist der gemeinsame Zugriff auf die dabei benötigten prozesskritischen Daten – „und zwar wenn möglich, ohne dabei einen sicherheitstechnisch nicht ganz unproblematischen Zugriff auf das unternehmenseigene Rechenzentrum zu gewähren“, wie Peter Lieber von der LieberLieber Software GmbH ergänzt: „Das war bislang immer ein großes Problem, weil meist keiner der Partner innerhalb der Wertschöpfungskette seinen SQL Server dafür bereitstellen wollte.“

Damit kam die Cloud ins Spiel – und mit ihr die Schwierigkeiten: Weil es sich beim Enterprise Architect um einen klassischen Fat-Client handelt, der weder als Web-Anwendung konzipiert, noch mit den von SQL Azure unterstützten Standards für Datenbanken (ODBC- bzw. ADO.NET) kompatibel ist.

Wie das Entwicklerteam um Peter Lieber die Hürde nahm und es mit Standard-Tools schaffte, den Enterprise Architect in die Cloud zu heben, können Sie in diesem Whitepaper nachlesen. Das Spannende dabei ist, dass damit gleichzeitig eine Best Practice geliefert wurde, um jede beliebige Legacy-Anwendung, die mit SQL Server (und OLTP) arbeitet, in die SQL Azure Cloud zu bringen.

Ein Meilenstein, zweifellos, für die Cloud-Akzeptanz. Und möglicherweise auch ein Brückenschlag in Richtung Big Data, wie die Experten meinen.

Die komplette Story ist seit kurzem am Microsoft Referenzenweb verfügbar.

Was haben Social Media mit Innovation zu tun? August 1, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Business_Intelligence, Innovation, Microsoft, Networking, New World of Work, Studien, Wertschöpfung.
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Wer Social Media hört, denkt an Facebook, Youtube oder Twitter. Und wer ein bisschen weiter denkt, wird sehr schnell über den ganzen Müll stolpern, der via Social Media täglich ins Haus und ins Hirn kommt. Zugegeben: das LIVE UPDATING & NONSENSE SHARING im Web 2.0 nimmt mittlerweile groteske Ausmaße an. Und der revolutionäre Beiklang, der Social Media noch vor wenigen Jahren begleitete, scheint verflogen. Aber gab es da nicht etwas, das wert gewesen wäre, gerettet zu werden?

Im Futures Innovation Magazine von Microsoft Europa geht Stephen Barker indirekt dieser Frage nach, wenn er versucht zwischen Social Media auf der einen Seite und Innovation bzw. Produktivität auf der anderen Seite eine tragfähige Brücke zu schlagen:

“One vital element of social media is the disappearance of borders, walls and hierarchies. These structures tend to bottle up ideas, preventing them from mingling with others – a key step for innovation. …. As the boundaries between disciplines vanish, the potential for innovation rises.”

Können Sie sich an das Versprechen erinnern, das als Social Media an unsere Tür klopfte? An die Idee der kreativen Vernetzung? Dass wir Dokumente, Dialoge, Links anreichern und aufladen können mit Kommentaren, Verweisen, Fakten, Fragen, die Menschen und Sichtweisen und Kompetenzen zusammenbringen und so vermischen, dass Neues entstehen kann?

„The challenge in social media, as in the rest of the jumbled and crowded world of information, is to zero in on the valuable stuff, where the richest connections lurk, where the freshest ideas are streaming, where innovation is most likely to occur.”

Eine Studie von McKinsey unter 4200 Führungskräften in globalen Unternehmen zeigt, dass 40% von ihnen Social Networking und Blogs nutzen (in Tech- und Telco-Unternehmen sogar 86%), um außerhalb des Unternehmens nach neuen Ideen zu fahnden, Mitarbeiter und Aufgaben besser zu korrelieren und Kollaboration bzw. Kommunikation vor allem im Sinne von Best Practices im Unternehmen voranzutreiben.

Die Gretchenfrage dabei: Wie viel an persönlicher Information ist für Unternehmensprozesse angebracht, förderlich, abträglich? Schmal ist der Grat zwischen Ablenkung und Inspiration – das wissen auch die Forscher im Microsoft Future Social Experiences Lab. Und trotzdem bauen sie an Tools, die es erlauben, E-Mails mit personenbezogenen Zusatzinformationen und Links über Arbeitsgebiete, veröffentlichte Paper, besuchte Konferenzen, gesprochene Sprachen, Hobbies etc. anzureichern. Warum? Um neue, überraschende Vernetzungen anzuregen und dem Umstand entgegenzuwirken, dass Menschen am liebsten unter gleichgesinnten sind.

„Why does this matter? Many social network researchers view the corporation almost as a single brain. In this scheme, each person, like a cluster of neurons, represents a node of memories, skills and knowledge. Trouble is, the people they mingle with tend to resemble themselves. Fresh ideas are much more likely to occur when individuals come in contact with people who are different from them in terms of background or expertise. In this sense, social networking has the potential to spark new synapses in the corporate brain. Researchers at IBM have gone so far as to inventory the knowledge and skills of the company’s 400,000 workers and then, almost like an online dating site, offer some of them lists of potential friends and collaborators.“

Maschinen schaffen Verbindungen. Menschen (er-)leben sie. Und Innovation ist das überaus positive Begleitgeräusch.

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