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Das iCloud Backup-Monster April 24, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Competition, Microsoft, Trends, User-Experience.
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Apple gegen Microsoft. Das ist Härte. Oder war es zumindest lange Zeit. Mittlerweile sind die Fronten verschoben, enthärtet, aufgeweicht. Wir nutzen MacBooks als Hardwareplattform, um darauf Windows 7 zu installieren. Wir integrieren iPads auf Office-Umgebungen und synchronisieren in fast jede Richtung. Auch, weil gegen die Vielfalt am Device-Sektor keine ideologischen Barrieren, sondern nur richtungweisende Management-Ansätze helfen.  Das ist mein Stichwort: Management. Es ist das Zauberwort, das zwischen Komfort und Sicherheit vermittelt – wenn es nach Microsoft geht.

Wenn es nach Apple geht, schaut die Sache anders aus. Da sorgt man seit Jahren für Komfort auf Kosten der Offenheit. Man baut Appliances, die den User zu einem Konsumenten in einem höchst komfortablen, aber geschlossenen System macht. Und man kann sich das leisten, weil man cool ist und der Konsument von heute, lieber mit (vorgefertigtem) PLAYMOBIL spielt als mit (offen designten) LEGOSTEINEN. 

Sie merken, ich bin heute ideologisch. Meine Position ist klar, obwohl ich diesen Text auf einem MacBook im virtuellen Windows 7-Mode schreibe und sicher nicht behaupten werde, dass die Mac-Welt keine schöne ist. Das Problem sind die Ränder dieser Welt, die Zonen, wo sie mit anderen Welten aufeinander trifft. Dort passieren die verrücktesten Dinge. Nicht auf Microsoft-Seite wohlgemerkt, denn der Umgang mit Fremdsystemen ist seit Jahren ein offener und hochsensibler. Sondern auf der Mac-Seite: denn hier ist der Umgang zuweilen präpotent und geringschätzend.

Anders kann man es sich schwer erklären, dass das iCLoud-Backup-Monster bei der Portierung der Kontakt- und Kalenderdaten einfach und ohne nachzufragen die Outlook-PST-Files leert. Das nenne ich Chuzpe. Das nenne ich Ignoranz. Das sollte sich Microsoft einmal trauen.

Dass ich in meinem zornigen Staunen nicht alleine bin, zeigt dieser Thread.

Übrigens: ich freue mich auf Kommentare, Tipps und Lösungsmöglichkeiten.

Punktgenaues Windows 7 Rollout beim Verbund April 19, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Kosten, Microsoft, Referenz, Wertschöpfung.
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Termingerecht gestartet, termingerecht beendet. Wie ein Rollout halt sein soll. In der Theorie. In der Praxis liefert der VERBUND nun ein Vorzeigeprojekt, in dem 95% der knapp 350 größeren und kleineren Anwendungen, die getestet und migriert werden mussten, den großen Sprung auf den 64-bit-Client schafften. “Das Bemerkenswerte dabei war”, so imageProjektleiter Richard Schachermayer (im Bild) mit einem breiten Schmunzeln im Gesicht, “dass wir das Ergebnis schon kannten, bevor wir den Rollout starteten.”

Ein friktionsfreies Rollout? An 2.800 Arbeitsplätzen und 70 Standorten? Zwei Stichworte lenken den Blick auf die richtige Fährte. “Jumpstart”, ein weltweit standardisiertes Vorgehen für Windows 7 Client-Rollouts, das gemeinsam mit den Microsoft Services 1:1 und in allen Phasen umgesetzt wurde, und “Floorwalker”, ein sehr dynamisches Begleitkonzept für die kulturelle Implementierung, das mit dem bit schulungscenter entwickelt und durchgeführt wurde und während des Rollouts dafür sorgte, dass die Helpdesk-Anfragen nicht nach oben schnellten. Es zeigt auch, dass beim Verbund das Alignment von Business und IT gelebt wird. “Nicht nur gelebt, sondern auch in budgetären Implikationen erfasst”, wie Richard Schachermayer ergänzen würde. „Die IT muss sich rechnen. Und deshalb muss sich auch eine solche Umstellung in Business-Kategorien erfassen und begründen lassen. Wenn wir davon ausgehen, dass wir durch eine solche Umstellung 2.800 Produktivitätstage durch Schulungen verlieren, dann wäre es fahrlässig, wenn man nicht versuchen würde, diesen Einsatz dadurch zu kompensieren, dass man den Vorgang möglichst reibungslos und möglichst produktivitätssteigernd umsetzt.“

Neugierig geworden?

Die komplette Referenz finden Sie hier!

Was tun, wenn Ihnen die Kaffeemaschine nicht mehr folgt? April 13, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Fun, Trends.
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Was wir uns vom Internet der Dinge versprechen? Dass die Wechselwirkung mit immer intelligenteren Geräten für Innovationen sorgt. Weil Autos, Kühlschränke, Toaster und Kaffeemaschinen etc. immer mehr mit Personen- und Handlungs-spezifischen Daten gespeist werden und dadurch ein “Bewusstsein” für unsere potentiellen Absichten und Handlungen entwickeln.

image

W. Brian Arthur beschreibt diese Transformation in einem Artikel des McKinsey Quarterly folgendermaßen: “A primitive jellyfish doesn’t have a central nervous system or brain. What it has is a kind of neural layer or nerve net that lets it sense and react appropriately. I’m arguing that all these aspen roots—this vast global digital network that is sensing, “computing,” and reacting appropriately—is starting to constitute a neural layer for the economy. The second economy constitutes a neural layer for the physical economy. Just what sort of change is this qualitatively?

Think of it this way. With the coming of the Industrial Revolution—roughly from the 1760s, when Watt’s steam engine appeared, through around 1850 and beyond—the economy developed a muscular system in the form of machine power. Now it is developing a neural system. This may sound grandiose, but actually I think the metaphor is valid. Around 1990, computers started seriously to talk to each other, and all these connections started to happen. The individual machines—servers—are like neurons, and the axons and synapses are the communication pathways and linkages that enable them to be in conversation with each other and to take appropriate action.”

Kein Grund zur Beunruhigung. Die Irritationen nehmen wir in Kauf. Aber auch kein Grund, auf dem man sich ausruhen könnte.

VIDEO-Interview: Wo beginnt die neue Welt der Arbeit und wo endet sie? April 10, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Innovation, Interviews, New World of Work.
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Im Wordrap antwortet Andreas Kulick, CEO von TheLivingCore und Gründer des Lemniscate Insitute, auf unsere Fragen rund um die neue Welt des Arbeitens. Kurzweilig und inspirierend!

Confused of Calcutta April 5, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Networking, Trends.
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Können Sie sich noch an die Zeiten erinnern, in denen man ganz enthusiastisch an seiner Blogroll feilte, weil man sie als Aushängeschild sah, über das man Vernetzung und Profil beweist? Das ist lange her. Es war gestern. Heute ist man froh, wenn ein Leser länger als zwei Sekunden bei einem Post verweilt. Deshalb twittert man lieber, was einem gerade durch den Kopf geht. Das spart Zeit und Energien.

Aber um was damit zu machen?

Und wenn das wirklich so wäre, dann müsste es ja auf dieser Welt irgendwo einen Ort geben, wo Zeit und Energie sich zu riesigen Bergen häuften. Gibt es aber nicht. Auch weil Zeit und Energie nicht gehortet, sondern nur mehr oder weniger sinnvoll eingesetzt werden können.

Deshalb „verschwende“ ich hier und heute meine Zeit und Energie damit, über „confused of calcutta“, den Blog von JP Rangaswami zu schreiben, den ich gerade meiner in letzter Zeit schändlich vernachlässigten Linksammlung beigefügt habe, weil er zu denjenigen gehört, die ihre Blogrolls pflegen und immer noch an die emanzipatorische Kraft glauben, die in den neuen Informationstechnologien schlummert.

Bald wird jeder Mensch auf der Welt mit dem Internet verbunden sein können, wenn er will. Ob das was ändern wird, wissen wir nicht. Wir wissen nur, dass der Geist der Vernetzung sich nicht wieder zurückstopfen lässt in die Flasche der kontrollierten Hierarchien. “It`s over. If we want it to be” schreibt JP Rangaswami in einem aktuellen und lesenswerten Post und nennt 10 gute Gründe. Ich zitiere einen davon:

More of us are getting connected every day, on a host of devices, in a variety of ways. We choose. We choose when and how we connect, whom we connect, why we connect, what we share. What we produce, what we consume. We choose.
Some people don’t like that. So they try and restrict the choices. Lock the device. Lock the content. Lock the connection. Lock the data.
Lock the person.
It’s not working.

Nothing’s perfect. The internet was not designed to be perfect, there’s something organic and evolutionary and always-temporarily-flawed about it. So yes there are those who believe this is not what was meant to be. There are those who believe we have to break it all down and start again. There are those who believe it will all end horribly.

And then there’s us.
It’s over.
If we want it to be.

Gesucht: Schnurtelefon mit Wählscheibe! April 2, 2012

Posted by Wolfgang Tonninger in Business, Innovation, Kosten, New World of Work, Studien, User-Experience.
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Wie schön war die Zeit, als unsere Kommunikation mit der Außenwelt noch an einem singulären Kabel hing und noch nicht in hunderten Wireless-Parallelwelten vor sich hin stotterte. Als wir noch nicht überall präsent sein und ununterbrochen Halbsätze in irgendwelchen Nischenmedien deponieren mussten, um im Zeichen der Online-Kultur damit unsere Existenz zu beweisen. Und als wir noch nicht in unserer Synchronisierungstrance immer mehr auf die Inhalte vergaßen.

Die Theorie ist, dass Dokumente, Menschen und Prozesse interagieren und Mehrwert schaffen. Dass Zusammenarbeit Medien-, Länder- und Zeitzonengrenzen hinter sich lässt, weil Unternehmen bereit sind, eine neue Dynamik zuzulassen, die Arbeits- und Lebenswelten miteinander vermischt. Dazu braucht es mündige Mitarbeiter und respektvolle Chefs, dazu braucht es Arbeitsbedingungen, die nicht zum Burnout führen und Ressourcen-sensible Arbeitskulturen, die das Industriezeitalter endgültig hinter sich lassen.

Dazu braucht es aber auch Werkzeuge und Technologien im Hintergrund, die diese neuen dynamischen Arbeitsweisen im Unternehmen über vielfältige Kommunikationskanäle fördern und für Transparenz im Umgang mit Information sorgen. Konvergenztechnologien, die für eine neue Übersichtlichkeit sorgen. „Unified Communications (UC) Lösungen verfolgen das Ziel, die inzwischen zum Produktivitätsbremser ausgeartete (weil divergente!, Anmerkung BusinessReadyBlog) Kommunikation über Mobiltelefonie, Festnetz, Fax, SMS, E-Mail, Social Networks und Collaboration-Werkzeuge wieder effizient und steuerbar zu machen,“ schreibt Michael Bartz in einem aktuellen Post auf seinem New World of Work Blog und bezieht sich dabei auf eine aktuelle Studie von HMP-Consulting zu den „Unified Communication Trends 2012“, bei der 311 CEOs und CIOs in Österreich nach Einschätzungen, Bedürfnissen und Hürden im Zusammenhang mit UC befragt wurden.

Interessant, wie breit mittlerweile die Potenziale von Unified Communications Technologien gesehen werden. Können sie uns retten?

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Eine Kurzform der Studie finden Sie hier:
http://www.hmp-consulting.com/service/

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